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Gunnar Lott

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Gunnar Lott (* 21. Juli 1969 in Stadtoldendorf) ist deutscher Journalist und Autor mit dem Fachgebiet Computerspiele.

Werdegang und Leben

Gunnar Lott machte 1989 Abitur am Gymnasium an der Liebigstraße im niedersächsischen Holzminden. Danach studierte er an der Universität Göttingen Gemeinschaftskunde und Englisch auf Lehramt, anschließend in Kassel Sozialwesen. Neben dem Studium arbeitete er fünf Jahre lang als Verkäufer für Video- und Computerspiele. 1998 begann er seine Karriere als Redakteur beim Computerspiele-Magazin GameStar des Münchner Verlags IDG Entertainment Media. Dort arbeitete er sich bis 2001 vom Trainee bis zum Ressortleiter hoch.

Von 2002 bis 2004 nahm Gunnar Lott eine Auszeit von GameStar, um im gleichen Verlag das Videospiele-Magazin GamePro zu gründen und als Chefredakteur zu leiten.<ref>GamePro-Gründung, dwdl.de</ref> Ende 2004 kehrte er zu GameStar zurück und löste den langjährigen Chefredakteur Jörg Langer ab.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />IDG-Consumer-Unit will Geschäftstätigkeit ausbauen (Memento vom 14. Oktober 2004 im Internet Archive) In: wowowo.de. IDG Communications Verlag AG und Group Publisher Consumer Unit, 2. August 2004</ref> 2005 gründete er als Chefredakteur den GameStar-Spin-off /GameStar/dev, ein zunächst dreimonatlich erscheinendes Magazin für Entwickler von Computerspielen.<ref>/GameStar/dev – IDG launcht Magazin für Spiele-Entwickler. In: GameStar. 15. Juli 2005, abgerufen am 13. August 2025.</ref> 2006 begründete er die Spiele-Entwickler-Konferenz Making Games,<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />IDG Entertainment Verlag veranstaltet mit seinen Magazinen "GameStar", "GamePro" und "/GameStar/dev" am 13. Juli 2006 ersten "making games"-Kongress (Memento vom 19. Dezember 2013 im Internet Archive) In: presseportal.de. IDG Entertainment Media GmbH, 23. Juni 2006</ref> aus der später die Recruiting-Veranstaltung Making Games Talents hervorging.

Ende 2007 gab er die Chefredaktionen von GameStar und Making Games ab und verantwortete von da an bei der IDG Entertainment Media GmbH als Director Online and New Business<ref>Lott wird Director, idgmedia.de</ref> die Bereiche Online, Events und Custom Publishing. Anfang 2011 wechselte Lott als Leiter der Presseabteilung zu Gameforge nach Karlsruhe.<ref>Gameforge AG holt Gunnar Lott als Head of PR, game7.de</ref> Ende Januar 2012 verließ er Gameforge wieder.

Gunnar Lott wurde für seine Arbeit mehrfach ausgezeichnet: Die von ihm geführte Website Gameforge.com gewann 2011 einen International Business Award;<ref>Gameforge.com gewinnt International Business Award, gameforge.com</ref> GameStar.de siegte 2010 bei der Publikumswahl zum Onlinestar.<ref>Michael Obermeier: OnlineStar 2010 – gewinnt in der Kategorie »Beste Spielesite«. In: GameStar. 17. Juli 2010, abgerufen am 13. August 2025.</ref> Das von Lott entwickelte Fachmagazin Making Games erhielt 2009 den Deutschen Entwicklerpreis.<ref>Heiko Klinge: Deutscher Entwicklerpreis 2009 – Making Games gewinnt Sonderpreis der Jury. In: GameStar. 10. Dezember 2009, abgerufen am 13. August 2025.</ref>

Anfang 2011 veröffentlichte Lott im Heyne-Verlag einen Elternratgeber mit dem Titel „Elterngeheimnisse“, basierend auf eingesandten Tipps der Leser seiner gleichnamigen Webseite.<ref>Gunnar Lott: Elterngeheimnisse Tricks von Eltern für Eltern. Heyne, München 2011, ISBN 978-3-453-60161-1.</ref>

Gunnar Lott ist ein häufiger Redner zu Spielethemen auf Kongressen und Veranstaltungen wie etwa der GCDC, Making Games, Gameplaces oder der Medientage München und Mitglied der Akademie des Deutschen Entwicklerpreises.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Akademie des Deutschen Entwicklerpreises (Memento vom 11. Januar 2008 im Internet Archive), deutscher-entwicklerpreis.de</ref>

Seit 2015 ist Lott als Gründer an einer PR-Agentur in Berlin beteiligt.<ref>Team. Website von Visibility Marketing, abgerufen am 13. September 2021.</ref>

In der Episode „Wo wir stehen: Weihnachtswoche 2023“ des Retrogames-Podcasts Stay Forever gab er bekannt, dass er sich diesem Projekt nun in Vollzeit widmen werde.<ref>Team SF: Wo wir stehen: Weihnachtswoche 2023. In: Stay Forever. 18. Dezember 2023, abgerufen am 26. Dezember 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Medienauftritte

In der Comedyserie Raumschiff Gamestar (erschien von 1997 bis 2004 periodisch auf den Datenträgern der Zeitschrift GameStar) spielte er viele Nebenrollen, unter anderem als Darth Lott. Er zählte auch zu den Autoren und Schauspielern der Nachfolgeserie namens Die Redaktion.

2005 sammelte GameStar 50.000 (Online-)Unterschriften von Spielern gegen die Berichterstattung des ZDF-Magazins Frontal21 in der Sendung mit dem Titel „Gewalt ohne Grenzen – brutale Computerspiele im Kinderzimmer“, die Lott Anfang September 2005 an den ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender übergab.<ref>GameStar beim ZDF – Petition gegen Frontal-21-Berichterstattung. In: GameStar. 5. September 2005, abgerufen am 13. August 2025.</ref>

Zusammen mit Christian Schmidt und Fabian Käufer betreibt er seit Mitte 2011 den Retrogames-Podcast Stay Forever.<ref>Stay Forever Podcast Offizielle Seite des Podcast</ref>

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

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