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Mechtersheim

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Mechtersheim
Ortsgemeinde Römerberg
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Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city&title=Mechtersheim 49° 16′ N, 8° 24′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 49° 15′ 56″ N, 8° 23′ 56″ O
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Höhe: 103 m ü. NHN
Eingemeindung: 7. Juni 1969
Postleitzahl: 67354
Vorwahl: 06232
Lage von Mechtersheim in Rheinland-Pfalz
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Mechtersheim (pfälzisch: Medersche) ist einer von drei Ortsteilen der Ortsgemeinde Römerberg im Rhein-Pfalz-Kreis in Rheinland-Pfalz.

Lage

Mechtersheim liegt im südlichen Teil der Ortsgemeinde. Südöstlich des Siedlungsgebiets fließt der Rhein. In den Pfälzischen Rheinauen liegen die Naturschutzgebiete Schwarzwald, Mechtersheimer Tongruben und Schafwiesen. Der Ostteil der Gemarkung umfasst die Rheininsel Flotzgrün mit dem Berghäuser Altrhein, die teilweise unter Naturschutz steht. Ebenfalls in den Rheinauen liegt der Polder Mechtersheim.

Geschichte

Mechtersheim wurde erstmals 1035 erwähnt, als der Erzbischof von Mainz dem Benediktinerkloster zu Eußertal ein Gut schenkte. 1148 wurde dieses von Zisterziensermönchen übernommen.

Bis zur Französischen Revolution gehörte Mechtersheim zur Kurpfalz. Von 1798 bis 1814, als die Pfalz Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war Mechtersheim in den Kanton Speyer eingegliedert. Anschließend wechselte der Ort in das Königreich Bayern. Von 1818 bis 1862 gehörte er dem Landkommissariat Speyer an; aus diesem ging das Bezirksamt Speyer hervor. 1928 hatte Mechtersheim 1326 Einwohner, die in 236 Wohngebäuden lebten. Die Protestanten besaßen seinerzeit eine Pfarrei vor Ort, während die Katholiken zu derjenigen von Heiligenstein gehörten.<ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 793–794 (Digitalisat). </ref> Ab 1938 war der Ort Bestandteil des Landkreises Speyer. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Mechtersheim innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wurde Mechtersheim am 7. Juni 1969 mit den Nachbargemeinden Heiligenstein und Berghausen zur neuen Ortsgemeinde Römerberg (Pfalz) zusammengelegt. Gleichzeitig wechselte der Ort in den Landkreis Ludwigshafen, der seit 2004 Rhein-Pfalz-Kreis heißt.

Die evangelische Kirche in Mechtersheim entstand 1877/79 und wurde nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg 1949/52 in ihrer heutigen Form wieder aufgebaut. Die katholische Kirche wurde 1892/93 errichtet. Auch im Altenhof in Mechtersheim ist eine alte Kapelle bezeugt.

Namensgebung

Wie bei vielen anderen Orten auch, variierte der Ortsname über die Jahrhunderte teils erheblich. In alten Karten findet man zunächst den Namen Klein Holland,<ref>Die Gegend zwischen Landau, … In: mapy.mzk.cz. Abgerufen am 20. Juli 2016.</ref> der in französischen Karten z. B. von Cesar-Francois Cassini (1714–1784) mit petite holande angegeben war.<ref>173 Philipsbourg. - David Rumsey Historical Map Collection. In: www.davidrumsey.com. Abgerufen am 20. Juli 2016.</ref> Auf einer Karte von Matthäus Seutter (1678–1757) über die Belagerung Phillipsburgs im Jahr 1734 war Mechtersheim mit zwei Namen versehen: Meckerstein oder Neu Holland.<ref>Accurate Vorstellung und Me … In: mapy.mzk.cz. Abgerufen am 20. Juli 2016.</ref> In späteren Karten festigte sich dann der Name, den wir heute kennen: Mechtersheim.

Kultur

Vor Ort befinden sich die Protestantische Friedenskirche und die Katholische Kirche St. Laurentius.

Früher besaß Mechtersheim einen Alten Friedhof (Im Oktober 2025 wurden Knochenteile gefunden, die identifiziert werden konnten).<ref>Hartwig Humbert, Timo Leszinski: Alter Friedhof: Knochen beschäftigen Wissenschaftler - Römerberg. In: rheinpfalz.de. 8. Januar 2025, abgerufen am 12. November 2025.</ref>

Die Fußballabteilung des TuS Mechtersheim spielte von 2004 bis 2015 in der Oberliga und kehrte in der Folgesaison dahin zurück.

Verkehr

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Öffentlicher Personennahverkehr

Durch die Mechtersheimer Gemarkung verläuft die Bahnstrecke Schifferstadt-Wörth.

Mechtersheim besitzt weiterhin keinen eigenen Bahnhof.

Mechtersheim ist dafür durch mehrere Buslinien an das regionale Verkehrsnetz angebunden.

Die Linie 568 (Mo–Sa) verbindet Mechtersheim mit den Ortsteilen Berghausen und Heiligenstein sowie mit der Stadt Speyer. Die Linie 572 verkehrt im Berufsverkehr in Richtung Ludwigshafen am Rhein und die Linie 573 im Schülerverkehr nach Haßloch (Pfalz).

Straßen

Mechtersheim ist über die Kreisstraßen 25 und 26 aus dem Umland erreichbar.

Radwege/Tourismus

Mechtersheim verfügt neben Busanbindungen auch über ein sehr gutes Radwegenetz.

Mehrere regionale und überregionale Radwege führen von Mechtersheim nach Baden-Württemberg, insbesondere in Richtung Philippsburg, Neulußheim und Heidelberg.

Innerhalb von Rheinland-Pfalz bestehen Radwegverbindungen in den Landkreis Germersheim, zur Stadt Germersheim, nach Speyer sowie zu den Ortsteilen Heiligenstein und Berghausen.

Persönlichkeiten

  • Jörg Heidelberger (1942–2015), Politiker (SPD) und evangelischer Pfarrer, hatte vor Ort zeitweise eine Pfarrstelle inne.
  • Kay Friedmann (* 1963), Fußballspieler, spielte bei den Junioren des TUS Mechtersheim.
  • Gianluca Korte (* 1990), Fußballspieler, spielte beim TUS Mechtersheim.
  • Raffael Korte (* 1990), Fußballspieler, spielte beim TUS Mechtersheim, Zwillingsbruder von Gianluca Korte.

Weblinks

Commons: Mechtersheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Literatur über Mechtersheim in der Rheinland-Pfälzischen Landesbibliographie

Einzelnachweise

<references />