Peter Zinkann
Peter Christian Zinkann (* 17. September 1928 in Bremen) ist ein deutscher Maschinenbauingenieur und Industriemanager, er war Mitinhaber und Mitglied der Geschäftsführung des in Gütersloh ansässigen Unternehmens Miele & Cie.
Leben
Peter Christian Zinkann, Sohn von Edith Zinkann, geborener Birkholz, und des Fabrikanten und Violinisten Kurt-Christian Zinkann<ref>Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 1389.</ref> (1904–1985), ist ein Enkel des Unternehmensgründers Reinhard Zinkann (1869–1939). 1944 kam er als Flakhelfer auf den Flughafen Gütersloh. Er machte 1949 Abitur am Evangelisch Stiftischen Gymnasium und studierte Maschinenbau an der Technischen Hochschule Darmstadt und der Handelshochschule St. Gallen. Sein Studium schloss er mit dem akademischen Grad eines Diplom-Ingenieurs ab und 1956 wurde er zum Dr. rer. pol. promoviert.<ref>Peter Zinkann: Der IFO-Konjunkturtest und seine Quantifizierung. Dissertation, Darmstadt 1956. (eingeschränkte Vorschau auf Google Bücher; kurzer Lebenslauf auf S. 117)</ref> Am 1. Januar 1957 trat er in das Unternehmen Miele ein<ref name="Zinkann">Beständigkeit und Innovation. In: welt.de. 2. April 2005, abgerufen am 14. August 2024.</ref> und wurde am 20. Dezember 1972 alleinzeichnungsberechtigt.
Während Rudolf Miele die kaufmännische Leitung des Unternehmens hatte, galt Zinkann als technischer Innovator. Beim Deutschen Patent- und Markenamt reichte er 80 Patente ein.
Er wirkte auch als Aufsichtsratsmitglied der Friedr. Krupp Stahl AG, der Flender GmbH in Bocholt und der Kienzle Apparate GmbH in Villingen-Schwenningen sowie als Vorstand beim Technischen Überwachungsverein Köln und als Landesbeiratsvorsitzender Westfalens der Dresdner Bank in Düsseldorf. Er war zudem Rotarier.
Im Jahr 1999 wurde Peter Zinkann – gemeinsam mit Rudolf Miele und Hans Gerling – in die Hall of Fame des Manager Magazins aufgenommen.<ref>Wolfgang Clement über Rudolf Miele und Peter Zinkann. In: manager-magazin.de. 2. Juli 1999, abgerufen am 14. August 2024.</ref> 2003 erhielt er die Ehrenbürgerwürde der Stadt Gütersloh,<ref>Name eines Miele-Gründers fehlt auf Straßenschildern. In: westfalen-blatt.de. 1. Dezember 2022, abgerufen am 14. August 2024.</ref> 2006 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse, unter anderem für seine Verdienste um die 1974 zur Förderung der Jugendpflege gegründete Miele-Stiftung, die Kurt-Zinkann-Stiftung zur Musikpflege sowie die Erich-und-Katharina-Zinkann-Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Forschung im Gesundheitswesen. Zinkann ist außerdem Ehrensenator der Universität Paderborn<ref>Wichtige Persönlichkeiten und Wegbereiter*innen. In: uni-paderborn.de. Abgerufen am 14. August 2024.</ref> und Träger der Carl-Heinrich-Dencker-Ehrennadel der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn für seine Verdienste auf dem Gebiet der Haushaltstechnik.<ref>Chronik der Akademischen Jahre 2002/2003 und 2004/2005. In: uni-bonn.de. Abgerufen am 14. August 2024.</ref>
Peter Zinkann war evangelisch und von 1958 bis zu ihrem Tod 2025 mit der zum Dr. phil. promovierten Karin Zinkann, geborener Rohe, verheiratet.<ref>Unternehmer-Gattin von Gütersloher Miele-Seniorchef gestorben. In: nw.de. 27. Juli 2025, abgerufen am 29. Juli 2025.</ref> Der Ehe entstammt der Sohn Reinhard Zinkann (* 1959), der seit 1999 als geschäftsführender Gesellschafter in der Firma Miele tätig ist.<ref name="Zinkann"/><ref>Generationswechsel in Gütersloh. In: manager-magazin.de. 17. Mai 2004, abgerufen am 14. August 2024.</ref> Der Sohn des Ehepaars erhielt den Namen Reinhard.
Literatur
- Zinkann, Peter. In: Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. 39. Ausgabe 2000/2001, Schmidt-Römhild / Verlagsgruppe Beleke, Lübeck 2000, ISBN 978-3-7950-2029-3, S. 1580.
Weblinks
- Interview mit Peter Zinkann in: Die Welt vom 2. April 2005.
Einzelnachweise
<references />
Ernennung 1882: Friedrich Wilhelm Stohlmann | 1900: Carl Zumwinkel | 1911: Wilhelm Niemöller | 1918: Wilhelm Schlüter | 1924: Emil Mangelsdorf | 1929: Wilhelm Wolf | 1932: Hugo Brinkmann | Carl Miele sen. | 1957: Thomas Plaßmann | 1960: Eduard Wolf | 1977: Carl Miele jun. | 1981: Reinhard Mohn | 1984: Willy Eichberg | 1999: Rudolf Miele | 2003: Peter Zinkann | 2009: Gerd Wixforth | 2016: Liz Mohn | 2020: Werner Gehring
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Zinkann, Peter |
| ALTERNATIVNAMEN | Zinkann, Peter Christian (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Unternehmer, Mitglied der Geschäftsführung von Miele |
| GEBURTSDATUM | 17. September 1928 |
| GEBURTSORT | Bremen |