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Triphosgen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Strukturformel
Struktur von Triphosgen
Allgemeines
Name Triphosgen
Andere Namen
  • Kohlensäure-bis-trichlormethylester
  • Hexachlordimethylcarbonat
  • Bis(trichlormethyl)carbonat
  • BTC
Summenformel C3Cl6O3
Kurzbeschreibung

weißer bis gelblicher Feststoff mit unangenehmem Geruch<ref name="merck" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 250-986-3
ECHA-InfoCard 100.046.336
PubChem 94429
ChemSpider 85216
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Eigenschaften
Molare Masse 296,74 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,6 g·cm−3 <ref name="merck" />

Schmelzpunkt

77–81 °C<ref name="merck" />

Siedepunkt

203–206 °C<ref name="merck" />

Dampfdruck

16 hPa (90 °C)<ref name="merck" />

Löslichkeit

nahezu unlöslich in Wasser<ref name="merck" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="merck">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei MerckVorlage:Abrufdatum</ref>
Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 314​‐​330
P: 304+340​‐​309+310<ref name="merck" />
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Triphosgen ist ein starkes Gift, das farblose Kristalle bildet und chemisch ein perchlorierter Dimethylester der Kohlensäure ist.

Gewinnung und Darstellung

Triphosgen wird durch Photochlorierung von Dimethylcarbonat hergestellt.<ref name="LCotarca">Livius Cotarca, Heiner Eckert: Phosgenations – A Handbook. Wiley-VHC, Weinheim 2004, ISBN 3-527-29823-1, S. 23 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Eigenschaften

Die Verbindung zersetzt sich beim Sieden teilweise unter Abgabe von Phosgen und Diphosgen. Chemisch verhält sich Triphosgen ähnlich wie diese Stoffe, jedoch verlaufen alle Reaktionen langsamer. Die heutige Bedeutung ist eher gering. Triphosgen wird durch die Atemwege aufgenommen und führt zu lungenödemähnlichen Symptomen wie Hustenreiz, Übelkeit, Kurzatmigkeit und Erbrechen. Im späteren Verlauf können Lungenembolien oder Herzinfarkte auftreten. Auch die Augen werden angegriffen, sodass nach Kontamination eine sofortige Ausspülung der Augen notwendig wird.

Im Ersten Weltkrieg wurde Triphosgen als Feststoff im Gemisch mit Pyridin als potenzieller Kampfstoff („Hexa-Stoff“) verschossen.

Verwendung

Als Synthesechemikalie kann festes Triphosgen in Lösungsmitteln oft das hochgiftige gasförmige Phosgen ersetzen. Triphosgen wird zur Herstellung von Octalactin B verwendet.<ref>P. T. O’Sullivan, W. Buhr, M. A. M. Fuhry, J. R. Harrison, J. E. Davies, N. Feeder, D. R. Marshall, J. W. Burton und A. B. Holmes: Total synthesis of Octalactin B. In: Journal of the American Chemical Society 2004, 126, 2194–2207. (engl.)</ref>

Einzelnachweise

<references />