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Heinz Pollay

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Datei:1936 Max Schirner Foto Olympische Spiele in Berlin 1936 Sieger im Dressurreiten Oberleutnant Heinz Pollay auf dem Ostpreußen Kronos.jpg
Olympische Sommerspiele 1936: „Sieger im Dressurreiten Oberleutnant Pollay (Deutschland) auf dem Ostpreußen ‚Kronos‘“;
Foto: Max Schirner, Sammelbild Nr. 182; Cigaretten-Bilderdienst Altona-Bahrenfeld

Heinz Pollay<ref name="HBL">Dirk Böttcher: Pollay, Heinz, in: Stadtlexikon Hannover, S. 288; Vorschau über Google-Bücher</ref> oder Heinrich Pollay<ref name="Beleg fehlt">Beleg fehlt</ref> (* 4. Februar 1908 in Köslin/Pommern; † 14. März 1979 in Brüssel<ref name="HBL" /> oder München<ref name="Munzinger">Heinz Pollay im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)</ref>) war ein deutscher Offizier, Dressurreiter und mehrfacher Olympiasieger.<ref name="HBL" />

Leben

Pollay war Sohn eines Kösliner Postamtmannes. Sein Abitur legte er 1926 in Köslin ab und durchlief anschließend eine Reitausbildung bei der Schutzpolizei in Potsdam. 1933 wurde er zum Leutnant ernannt und im Folgejahr 1934 aufgrund seiner Begabung<ref name="HBL" /> von Otto Lörke<ref name="Beleg fehlt" /> als Polizei-Oberleutnant an die Kavallerieschule Hannover geholt.<ref name="HBL" />

Nach seinem Eintritt in das Heer der Wehrmacht<ref name="HBL" /> 1935<ref name="Munzinger" /> erlangte er erste Turniererfolge. Bei den Olympischen Sommerspielen 1936 in Berlin gewann Pollay „auf dem Ausnahmepferd“ Kronos sowohl im Einzel als auch mit der Mannschaft die Goldmedaille im Dressurreiten.<ref name="HBL" />

Als Rittmeister galt Pollay,<ref name="HBL" /> der aufgrund seiner Reiterfolge bevorzugt befördert worden war,<ref name="Munzinger" /> bald als einer der besten Dressurreiter Europas, der im In- und Ausland zahlreiche Auszeichnungen und Siege erlangte.<ref name="HBL" />

Nach dem Beginn des Zweiten Weltkrieges war Pollay an verschiedenen Fronteinsätzen beteiligt, bevor er 1945 im Rang eines Oberst aus dem Militär ausschied.<ref name="HBL" />

In der frühen Nachkriegszeit wurde er 1947 durch Otto Hahn in die Max-Planck-Gesellschaft<ref name="HBL" /> zur Förderung der Wissenschaften<ref name="Munzinger" /> geholt, für die er in München sowie in Göttingen bis 1972 verantwortlich war für Öffentlichkeitsarbeit und Organisation.<ref name="HBL" />

In diesem Zeitraum gewann er bei den Olympischen Sommerspielen 1952 in Helsinki im Mannschafts-Dressur-Reiten nochmals eine Bronzemedaille. Im selben Jahr wurde er zum Ehrenbürger der Stadt Göttingen ernannt und mit dem Silbernen Lorbeerblatt des Sports ausgezeichnet.<ref name="HBL" /> Ebenfalls 1952 verabschiedete er sich aus dem aktiven Wettkampfsport.<ref name="Munzinger" />

Als Kampfrichter<ref name="HBL" /> vor allem in Niedersachsen und in Nordrhein-Westfalen<ref name="Munzinger" /> sowie nach Berufungen ins Ausland – er wurde unter anderem zum Offiziellen Internationalen Dressurrichter durch die FEI gewählt<ref name="Munzinger" /> – sowie als Funktionär<ref name="Munzinger" /> blieb Pollay zeitlebens dem Reitsport verbunden.<ref name="HBL" /> Bei der Eröffnungsfeier<ref name="Munzinger" /> – der Olympischen Sommerspiele 1972 in München sprach er den Eid für die Kampfrichter und Offiziellen.<ref name="HBL" />

Am 30. Oktober 1978 wurde er mit der Verleihung des Verdienstkreuzes<ref name="HBL" /> am Bande der Bundesrepublik Deutschland geehrt.<ref name="Beleg fehlt" />

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BW

Heinz Pollay starb am 14. März 1979 „plötzlich und unerwartet“ in München<ref name="Munzinger" /> oder Brüssel,<ref name="HBL" /> rund 5 Wochen nach Beginn seines 72. Lebensjahres. Er wurde am 21. März des Jahres in Hannover<ref name="Munzinger" /> auf dem Stadtfriedhof Engesohde beigesetzt.<ref name="HBL" />

Schriften (Auswahl)

  • Es starten ... Weltmeister Hans-Günther Winkler und Fritz Thiedemann ( = Göttinger Jugend-Bände; Fischer-Buch), Göttingen: Fischer, 1956
  • Das Reiterabzeichen leicht gemacht und alles zum Thema Reiter-Pass (FN), 3., durchgesehene Auflage, München, Bern, Wien: BLV-Verlagsgesellschaft, 1978, ISBN 978-3-405-11931-7 und ISBN 3-405-11931-6
    • Heinz Pollay (Verf.), Hartmut Erbe (fachl. Bearb.), Ulrik Schramm (Illustr.): Das Reiterabzeichen leicht gemacht, 10. überarbeitete Auflage, München; Wien; Zürich: BLV, 1998, ISBN 978-3-405-15530-8 und ISBN 3-405-15530-4
  • Heinz Pollay (Verf.), Selma Brandl, Marlene Baum (Mitarb.): Jugend-Reiterabzeichen. Praxis und Wissen für die Prüfung ( = blv-Sportpraxis, Band 220), München; Wien; Zürich: BLV-Verlagsgesellschaft, 1981, ISBN 978-3-405-12136-5 und ISBN 3-405-12136-1
  • Heinz Pollay (Verf.), Ulrik Schramm (Mitarb.), Hartmut Erbe (fachl. Berater): Reitsport von A – Z, 2., überarbeitete Auflage, München; Wien; Zürich: BLV-Verlagsgesellschaft, 1982, ISBN 978-3-405-12651-3 und ISBN 3-405-12651-7

Literatur

  • WEGEN DES ZYLINDERS. In: Der Spiegel. 5. August 1952, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 31. März 2024]).

Weblinks

Commons: Heinz Pollay – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

zum Pferd Kronos:

Einzelnachweise

<references />

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