Zum Inhalt springen

Rottleben

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 11. Februar 2026 um 09:38 Uhr durch imported>UweRohwedder (Geschichte: satz vereinfacht).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Rottleben
Das Ortswappen bitte nur als Dateipfad angeben!
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(580)&title=Rottleben 51° 22′ N, 11° 3′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(580) 51° 21′ 46″ N, 11° 2′ 42″ O
 {{#coordinates:51,362777777778|11,045|primary
dim=10000 globe= name=Rottleben region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code type=city
  }}
Höhe: 145 m ü. NN
Fläche: 9,16 km²<ref name="Gindex">Gemarkung Rottleben, Gemeinde Kyffhäuserland. In: GEOindex. Abgerufen im Februar 2026.</ref>
Einwohner: ca. 580 (15. Mai 2022) HW<ref name="EZ2022">Ortsteil Rottleben. (Aus 100 Meter-Gitter sowie Geometrien für "Ortslagen" berechnet). In: www.citypopulation.de - Population Statistics. Online-Dienst für Statistiken, abgerufen im Februar 2026.</ref>
Bevölkerungsdichte: 63 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 2012
Postleitzahl: 99707
Vorwahl: 034671
Datei:Rottleben in Kyffhäuserland.png
Karte
Lage des Ortsteils in Kyffhäuserland

Rottleben ist ein Ortsteil der Gemeinde Kyffhäuserland im thüringischen Kyffhäuserkreis an der Verbindungsstraße zwischen der Kreisstadt Sondershausen und Bad Frankenhausen. Für den Ortsteil gibt es eine Ortsteilverfassung nach der Thüringer Kommunalordnung und damit einen Ortsteilrat und Ortsteilbürgermeister.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 335 kB) § 3 und 4. In: Webauftritt. Gemeinde Kyffhäuserland, abgerufen im Februar 2026.</ref>

Klima

Aufgrund der Lage am Südhang des kleinen Kyffhäusergebirges liegt Rottleben im Regenschatten und ist somit eines der trockenen Gebiete Deutschlands.

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes ist für das Jahr 1125 belegt. Beginnend mit dem Grafen von Rothenburg wechselten öfter die Besitzer, zuletzt waren es die Grafen von Schwarzburg. Bis 1918 gehörte der Ort zur Unterherrschaft des Fürstentums Schwarzburg-Rudolstadt. Die Eigentümer des örtlichen Gutes stellte später die Familie von Rüxleben. Letzter Besitzer wurde der fst. schwarzb. Kammerherr und Hauptmann Walter Freiherr von Rüxleben (1882–1947), der mit Elsa von Deichmann (1883–1971) verheiratet war, Tochter des geadelten Londoner Bankiers Adolf von Deichmann (1831–1907). Bis zur entschädigungslosen Enteignung 1945 blieb Freiherr von Rüxleben Gutsherr und wohnte zuletzt in Nordhausen.<ref>Walter von Hueck, Erik Amburger, Klaus Freiherr von Andrian-Werburg, Friedrich Wilhelm Euler, Detlev Schwennicke, u. a.: Genealogisches Handbuch der Freiherrlichen Häuser. Band XV, Band 96 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke, Limburg a. d. Lahn 1989, S. 68.</ref> Das Schloss Rottleben wurde nach der Enteignung zu einem Kinderkurheim umgebaut. Heute steht das Schloss leer und verfällt zunehmend.

Am 31. Dezember 2012 schloss sich die Gemeinde Rottleben mit weiteren Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Kyffhäuser zur Gemeinde Kyffhäuserland zusammen.<ref>StBA Wiesbaden (Hrsg.): Gebietsänderungen vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012.</ref>

Sehenswürdigkeiten

Datei:Kirche Rottleben.jpeg
Kirche Rottleben

Ein Hortfund mit Hals- und Armringen aus der jüngeren Bronzezeit wurde in der Nähe der Falkenmühle geborgen.<ref>Michael Köhler: Heidnische Heiligtümer. Jenzig-Verlag, Jena 2007, ISBN 978-3-910141-85-8, S. 230.</ref>

Ruinen

Über der Barbarossahöhle liegen die Ruinen der Falkenburg. Sie wurde um 1360 von Heinrich von Valckenbrugk erbaut und wurde wahrscheinlich um 1458 zerstört.

Kirche

Naturdenkmäler

Zu den Sehenswürdigkeiten der Gemeinde zählt die im Jahre 1860 entdeckte Barbarossahöhle. Seit dem Jahr 1866 ist sie für Besucher zugänglich. Verbunden mit der Barbarossahöhle ist der Glaube, dass der Kaiser Barbarossa im Berg des kleinen Kyffhäusergebirges schläft. Die Barbarossahöhle liegt unterhalb der Ruine Falkenburg.

Kulturdenkmäler

In Rottleben<ref>Naturpark Kyffhäuser.</ref> befindet sich ein Obstsorten-Erhaltungsgarten auf dem Schlachtberg.<ref>Jürgen Pusch: Obstsorten-Erhaltungsgarten auf dem Schlachtberg bei Bad Frankenhausen (Kyffhäuserkreis, Thüringen). In: Journal für Kulturpflanzen. Band 64, 2012, S. 73 f.</ref>

Gedenkstätten

Auf dem Ortsfriedhof erinnern Grabstätten und Gedenksteine an zwei namentlich genannte Zwangsarbeiter aus Italien und Jugoslawien, die im Zweiten Weltkrieg nach Deutschland verschleppt worden waren und im April 1945 ums Leben kamen.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter des Ortes

Persönlichkeiten, die im Ort gewirkt haben

Literatur

  • Günter Behm-Blancke: Höhlen Heiligtümer Kannibalen. Ein archäologischer Tatsachenbericht aus dem Kyffhäuser. Dingsda-Verlag, Querfurt, Leipzig 2005, ISBN 3-928498-86-X

Weblinks

Commons: Rottleben – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein