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Alpen-Seidelbast

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Alpen-Seidelbast
Datei:Daphne alpina 1.jpg

Alpen-Seidelbast (Daphne alpina)

Systematik
Rosiden
Eurosiden II
Ordnung: Malvenartige (Malvales)
Familie: Seidelbastgewächse (Thymelaeaceae)
Gattung: Seidelbast (Daphne)
Art: Alpen-Seidelbast
Wissenschaftlicher Name
Daphne alpina
L.

Der Alpen-Seidelbast (Daphne alpina), auch Berg-Seidelbast oder Weiß-Seidelbast genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Seidelbast (Daphne) innerhalb der Familie der Seidelbastgewächse (Thymelaeaceae).<ref name="InfoFlora" />

Beschreibung

Datei:Daphne alpina kz1.jpg
Zweige mit Laubblättern und Blüten
Datei:Afbeeldingen der fraaiste, meest uitheemsche boomen en heesters (Plate 51) (7899789580).jpg
Illustration aus Afbeeldingen der fraaiste, meest uitheemsche boomen en heesters, Tafel 51

Vegetative Merkmale

Der Alpen-Seidelbast ist eine ausdauernde, sommergrüne, verholzende Pflanze, die als Kleinstrauch (Nanophanerophyt) wächst und Wuchshöhen von 20 bis 50, selten bis zu bis 100 Zentimetern erreicht.<ref name="InfoFlora" /> Die Rinde seiner sparrigen Zweige ist behaart<ref name="InfoFlora" /> und die bogig aufsteigenden Äste sind vereinzelt mit Korkwarzen versehen.

Die Laubblätter stehen wechselständig angeordnet an den Zweigenden büschelig gehäuft. Die Blattspreite ist allmählich in einen kurzen Stiel verschmälert. Die krautige Blattspreite ist bei einer Länge von 1 bis 4 Zentimetern sowie einer Breite von bis zu 2 Zentimetern lanzettlich bis verkehrt-eiförmig mit einem stumpfen oder in einem kleinen Spitzchen auslaufenden oberen Ende und einem glatten Blattrand. Die Blattoberseite ist graugrün und die Blattunterseite ist etwas heller, sie sind anfangs behaart.<ref name="InfoFlora" />

Generative Merkmale

Die Blütezeit reicht von Mai bis Juni.<ref name="InfoFlora" /> Die sehr kurz gestielten Blüten stehen selten nur zu zweit, meist zu sechst bis zehnt büschelig in den oberen Blattachseln zusammen. Die angenehm nach Vanille duftenden, zwittrigen Blüten sind vierzählig. Der Blütenbecher (Hypanthium) ist etwa 1 Zentimeter lang und behaart, Die vier weißen bis milchweißen,<ref name="InfoFlora" /> kronblattartigen Kelchblätter sind außen dicht anliegend behaart und zu einer etwa 1 Zentimeter langen, innen behaarten Kelchröhre verwachsen. Die Kelchzipfel, deren Länge in etwa der der Kelchröhre entspricht, enden in einer Spitze. Kronblätter sind keine zu erkennen.

Die bei einer Länge von 4 bis 7 Millimetern eiförmigen Steinfrüchte sind behaart; sie reifen ab August und färben sich rot-orange.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 18.<ref name="InfoFlora" />

Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet des Alpen-Seidelbast umfasst die europäischen Gebirge von den Pyrenäen bis ins Dinarische Gebirge. Es gibt Vorkommen in den Ländern Spanien, Frankreich, Italien, Schweiz, Liechtenstein, Österreich, Slowenien, Kroatien, Serbien und Kosovo.<ref name="Euro+Med" /> In den Alpen steigt der Alpen-Seidelbast im Binntal im Kanton Wallis bis auf Höhenlagen von 1850 Metern.<ref name="Hegi1965" /> Im Schweizer Jura erreicht er am Creux du Van 1300 Meter.<ref name="Hegi1965" />

Der Alpen-Seidelbast ist in Österreich selten, nur in Süd-Kärnten (Karawanken, Dobratsch) verbreitet. Er fehlt in Deutschland. In der Schweiz besitzt er kolline bis subalpine Standorte im Jura und in den Alpen; er fehlt im Engadin.<ref name="InfoFlora" /> In Liechtenstein kommt er bei Balzers vor.<ref name="Schmeil und Fitschen2019" />

Diese kalkstete Pflanzenart gedeiht am besten auf sonnigen Felsfluren, in lichten Föhrenwäldern und auch auf Felsschutthalden.

Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt & al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 1+ (trocken), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 5 (basisch), Temperaturzahl T = 3 (montan), Nährstoffzahl N = 2 (nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 4 (subkontinental).<ref name="InfoFlora" />

Taxonomie

Die Erstveröffentlichung von Daphne alpina erfolgte 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus I, Seite 356.

Giftigkeit

Der Alpen-Seidelbast ist wie alle Seidelbastarten durch Daphnetoxin stark giftig.<ref name="GiftpflanzenCom" />

Nutzung

Der Alpen-Seidelbast wird selten als Zierpflanze für Steingärten genutzt. Er ist seit spätestens 1759 in Kultur.<ref name="Rothmaler2008" />

Quellen

Literatur

  • Bruno P. Kremer Strauchgehölze. erkennen & bestimmen. Mosaik-Verlag, München 2002, ISBN 3-576-11478-5.

Einzelnachweise

<references> <ref name="InfoFlora"> Daphne alpina L. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Rothmaler2008"> Eckehart J. Jäger, Friedrich Ebel, Peter Hanelt, Gerd K. Müller (Hrsg.): Rothmaler Exkursionsflora von Deutschland. Band 5: Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Spektrum Akademischer Verlag, Berlin Heidelberg 2008, ISBN 978-3-8274-0918-8. </ref> <ref name="GiftpflanzenCom"> Zur Giftigkeit des Alpen-Seidelbast bei giftpflanzen.com. </ref> <ref name="Hegi1965">Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 1. Auflage, unveränderter Textnachdruck Band V, Teil 2. Verlag Carl Hanser, München 1965. S. 713–715.</ref> <ref name="Euro+Med"> J.Pedrol (2011+): Thymelaeaceae: Datenblatt Daphne alpina In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. </ref> <ref name="Schmeil und Fitschen2019">Birgit Nordt: Daphne. In: Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder. 97. Auflage. S. 557. Verlag Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2019. ISBN 978-3-494-01700-6</ref> </references>

Weblinks

Commons: Alpen-Seidelbast (Daphne alpina) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

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