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Ostuni

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Ostuni
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Staat Italien
Region Apulien
Provinz Brindisi (BR)
Koordinaten 40° 44′ N, 17° 35′ OKoordinaten: 40° 44′ 0″ N, 17° 35′ 0″ O
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Höhe 207 m s.l.m.
Fläche 223 km²
Einwohner 29.872 (31. Dez. 2024)<ref>Bilancio demografico e popolazione residente per sesso al 31 dicembre 2024. ISTAT. (Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2024).</ref>
Postleitzahl 72017
Vorwahl 0831
ISTAT-Nummer 074012
Bezeichnung der Bewohner Ostunesi
Schutzpatron Sant’Oronzo
Website Ostuni
Datei:Ostuni col drone.jpg
Gesamtansicht von Ostuni
Datei:Ostuni - Gasse.JPG
Ostuni – schmale Gasse
Datei:"Ostuni beeindruckt mit einer malerischen Altstadt." 06.jpg
Tourismus gehört zu den Haupteinnahmequellen Ostunis.
Datei:Ostuni in Puglia.jpg
Blick auf Ostuni

Ostuni ist eine italienische Gemeinde mit 29.872 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2024) in der Provinz Brindisi der Region Apulien. Die Gemeinde erstreckt sich über rund 223 Quadratkilometer, was einer Bevölkerungsdichte von 144 Einwohnern pro Quadratkilometer entspricht.

Lage

Ostuni liegt etwa acht Kilometer landeinwärts von der Küste der Adria. Der Ortskern liegt auf drei Hügeln mit Blick auf die Olivenhaine vor der Adriaküste auf einer durchschnittlichen Höhe von 223 Metern.

Geschichte

Die Gegend um Ostuni wurde seit der Altsteinzeit von Menschen bewohnt, wie Funde in der Grotta di Agnano innerhalb des Parco archeologico e naturalistico di Santa Maria D’Agnano belegen, die bis zu 30.000 Jahre alte Kulthandlungen bezeugen.<ref>Informationen zum Parco Archeologico bei ostunimuseo.it</ref> Eine Siedlung wurde durch die Messapier gegründet und durch Hannibal zerstört. Von den Griechen wurde die Stadt wieder aufgebaut. Ihr Name rührt vom griechischen Wort Astu néon her (Neue Stadt). Nach dem Niedergang des römischen Reiches fiel die Stadt unter die Herrschaft des von Normannen beherrschten Lecce. In dieser Zeit begann die Entwicklung einer mittelalterlichen Stadt um den 229 Meter hohen Gipfel. Auf dem Gipfel wurde eine Burg gebaut, von der nur noch Teile erhalten sind. Zudem entstanden die Stadtmauern mit 4 Toren. Von 1300 bis 1463 gehörte Ostuni zum Fürstentum Tarent und ab 1507 ging es in den Besitz von Isabella, Herzogin von Bari, über, der Frau von Gian Galeazzo Sforza, Herzog von Mailand.

Unter dem Einfluss von Isabella erlebte Ostuni einen Aufschwung im Zuge der italienischen Renaissance. Isabella hat in dieser Zeit Humanisten, Künstlern und Schriftstellern und auch Bischof Giovanni Bovio Schutz geboten. Isabella starb 1524 und Ostuni ging als Mitgift an ihre Tochter Bona Sforza, die zukünftige Frau von Sigismund I., König von Polen. Während der Regentschaft von Bona Sforza erlebte Ostuni eine freie und großherzige Führung. Bis 1539 errichtete sie Türme entlang der Küste als Schutz gegen die zu erwartenden Angriffe der Türken, die den Balkan kontrollierten. Die noch existierenden Türme waren stets besetzt und durch Leuchtfeuer miteinander verbunden.

Sehenswürdigkeiten

Datei:"Ostuni beeindruckt mit einer malerischen Altstadt." 11.jpg
Die Kathedrale von Ostuni.

Die wichtigste Attraktion von Ostuni ist die hervorragend erhaltene Altstadt mit ihrem Gewirr von Gassen und Stiegen zwischen den typischen weiß gekalkten Häusern. Das Zentrum der Altstadt bildet die Piazza della Libertà an der Grenze von Alt- und Neustadt. Dort befindet sich in einem ehemaligen Kloster das Rathaus der Stadt und die barocke Oronzo-Säule. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Kathedrale der Stadt und die Barockkirche Santa Maria Maddalena. Sehenswert ist auch das Museo Civiltà Preclassica della Murgia Meridionale, welches mit einem Einblick in die präantike Landwirtschaft des westlichen Mittelmeeres aufwartet.

Wirtschaft, Verkehr

Wirtschaft

Die Haupteinnahmequellen des Ortes sind Tourismus, Weinbau und Oliven.

Straßen

Die Kreisstadt wird von der Staatsstraße Strada Statale 16 Adriatica bedient. Die Badeorte werden von der Staatsstraße Strada Statale 379 Egnazia e delle Terme di Torre Canne gestreift, einer Schnellstraße, die als Umgehungsstraße zur SS16 zwischen Fasano und Brindisi dient. Zahlreiche Provinzstraßen verbinden die Gemeindehauptstadt mit den Ortsteilen und den benachbarten Zentren: die SP17 nach Cisternino, die SP19 nach Rosa Marina, die SP20 nach Villanova, die SP21 nach Costa Merlata, die SP22 nach Ceglie Messapica, die SP28 nach Francavilla Fontana, die SP29 nach San Michele Salentino und die SP14 nach Martina Franca.

Bahn

Der Bahnhof von Ostuni liegt an der Bahnstrecke Ancona–Lecce, genannt Adriabahn (Ferrovia Adriatica). Der Bahnhof liegt 4 km vom Stadtzentrum entfernt.

Flughafen

Ostuni hat keinen eigenen Flughafen; die nächstgelegenen Flughäfen sind der Flughafen Brindisi (BDS), der etwa 32 km entfernt ist, und der Flughafen Bari (BRI), der etwa 82 km entfernt ist.

Kultur

Wegen der vorherrschenden Farbe der Häuser in der Altstadt trägt Ostuni den Beinamen Città bianca (Weiße Stadt). Der Patron von Ostuni ist der Heilige Orontius von Lecce, dessen Fest, die Cavalcata di Sant’Oronzo in jedem Jahr vom 25. bis 27. August gefeiert wird.

Sehenswürdigkeiten

  • Historisches Zentrum Ostuni (Centro storico)
  • Oberes historisches Zentrum Ostuni
  • Piazza della Libertà
  • Kirche San Francesco d’Assisi
  • Kathedrale Santa Maria Assunta (Concattedrale di Santa Maria Assunta)
  • Arco Scoppa
  • Botanische Garten von Ostuni
  • Diözesanmuseum von Ostuni
  • Rektorenkirche San Vito Märtyrer (Chiesa di San Vito Martire)
  • Porta San Demetrio und Porta Nova
  • Heiligtum der Madonna della Grata (Chiesa della Madonna della Grata)
  • Tanzarella-Palast
  • Museum der vorklassischen Zivilisationen der südlichen Murgia
  • Spiaggia di Torre Pozzelle
  • Spiaggia Costa Merlata
  • Spiaggia di Cala di Rosamarina
  • Spiaggia Pilone
  • Lido Morelli
  • Parco Dune Costiere

Persönlichkeiten

Entwicklung der Einwohnerzahl

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Weblinks

Commons: Ostuni – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Ostuni – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

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