Nuuk Posse
| Nuuk Posse | |
|---|---|
| Allgemeine Informationen | |
| Herkunft | Nuuk, Grönland |
| Genre(s) | Hip-Hop |
| Gründung | 1984 |
| Aktuelle Besetzung | |
| John Olsen | |
| Peter Motzfeldt | |
| Lars Sørensen (seit 1991) | |
| Andreas „Anda“ Højgaard (seit 1991) | |
| Thomas Hansen (seit ca. 1994) | |
| Ehemalige Mitglieder | |
| Henrik Pedersen Broberg (bis 2014, †) | |
Nuuk Posse ist eine grönländische Hip-Hop-Gruppe.
Geschichte
Nuuk Posse wurde 1984/85 von Peter Motzfeldt, John Olsen und Henrik Broberg gegründet, die damals etwa 12 Jahre alt waren. Die drei beschäftigten sich anfangs mit Deejay und Breakdance. Anschließend begannen sie zu rappen, traten aber erst 1989 erstmals auf.<ref name="eya">Media Advisory. Messengers og Truth Project. eya.ca. S. 3f (archiviert).</ref>
1991 stiegen Lars Sørensen und Andreas Højgaard dazu und die Gruppe gab sich den Namen Nuuk Posse, woraufhin sie mehrere Konzerte gaben.<ref name="eya"/> 1992 spielten sie die Maxi-CD Sussa Appinnagu („Egal, nicht abspielen“) mit drei Liedern ein. Dabei erhielten sie musikalische Unterstützung von Peters Schwester Nukâka Motzfeldt als Sängerin, den beiden Rockmusikern Nuka Absalonsen und Jorsi Sørensen und zehn Rappern aus Sisimiut, die den Namen Sisimiut Posse erhielten.<ref>John Jakobsen: Grønlandsk RAP-Gruppe udgiver CD i Danmark. Atuagagdliutit (12. August 1993). S. 24.</ref>
1994/95 erschien das Album NP mit zehn Liedern, wo auch Thomas Hansen als sechstes Bandmitglied dazugestoßen war.<ref>Nuuk Posse – NP. atlanticmusicshop.gl.</ref> Die Texte von Nuuk Posse sind auf Grönländisch, Dänisch und Englisch verfasst.<ref name="koda">Nuuk Posse lever stadig. Koda.</ref> Die meisten Liedtexte stammen von John Olsen, während Peter Motzfeldt für die Komposition zuständig war. Die Texte sind häufig gesellschaftskritische und die Musik verbindet traditionellen Gesänge und modernen Hip-Hop, um die jungen Grönländer an ihre Identität als Inuit erinnern.<ref name="eya"/>
1995 erhielt die Gruppe den Grönländischen Kulturpreis. Einer weiteren Single, Indigenous Reality, folgte 1996 das Album Kaataq („Hammer“) auf dem belgischen Label Subrosa Records.<ref name="eya"/><ref name="koda"/>
Auf dem Weltstädteforum 2004 in Barcelona wurden sie vom UN-HABITAT als eine von 18 Hip-Hop-Gruppen und Einzelmusikern weltweit zu einem Teil des „Messengers of Truth“-Programms ernannt. Andere Mitglieder waren u. a. Carlinhos Brown, Bebo Valdés, Fernando Trueba, MV Bill, K’naan, Madcon und Rolf Stahlhofen.<ref>Messengers of Truth Programme. UN-HABITAT.</ref><ref name="eya"/><ref name="koda"/>
Gründungsmitglied Henrik Broberg erlag 2014 im Alter von 42 Jahren einem Hirntumor. Im selben Jahr gab Nuuk Posse anlässlich des 30. Jubiläums der Bandgründung bzw. des Einzugs des Hip-Hops in Grönland ein Konzert mit jüngeren grönländischen Hip-Hop-Musikern.<ref>One Love. Sermitsiaq.AG (10. November 2014).</ref> 2015 erhielt die Band den Ehrenpreis der Koda Awards. Nuuk Posse ist neben Grönland auch in Schweden, Deutschland, Spanien, Belgien und Kanada aufgetreten, aber nie in Dänemark.<ref name="koda"/>
Diskografie
- 1992: Sussa Appinnagu (Maxi-CD)
- 1994: NP (Album)
- Indigenous Reality (Single)
- 1996: Kaataq (Album)
- 2018: Nunarput (Single)
Weblinks
- Nuuk Posse bei Facebook
- Nuuk Posse bei Discogs
Einzelnachweise
<references/>