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Shark Island (Namibia)

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Shark Island
Haifischinsel
Nationales Erbe in Namibia Datei:Flag of Namibia.svg
Lüderitzbucht aerial.jpg
Erbetyp Schlachtfeld
Lage Lüderitzbucht
Geographische Koordinaten: 26° 38′ 11,6″ S, 15° 9′ 7,9″ OKoordinaten: 26° 38′ 11,6″ S, 15° 9′ 7,9″ O
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Haifischinsel
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Shark Island (Namibia) (Namibia)
Shark Island (Namibia) (Namibia)
Entstehung
Anerkennung
durch den Rat für Nationales Erbe
15. Februar 2019
Trägerschaft
Website NHC Namibia

Shark Island ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)), in der postkolonialen Literatur auch selten Todesinsel,<ref>Casper W. Erichsen, David A. Olusoga: The Kaiser's Holocaust – Germany's Forgotten Genocide and the Colonial Roots of Nazism. Faber and Faber, 2011. S. 220</ref> war eine Insel und ist heute eine Halbinsel im äußersten Südwesten Namibias im Südatlantik in der Lüderitzbucht.

Die Haifischinsel wurde im April 2018 zur Aufnahme in die Liste des Nationalen Erbes Namibias vorgeschlagen<ref name="nhc">Proposed Recommendation of Shark Island as a National Heritage Place. National Heritage Council, In: The Namibian, 20. April 2018.</ref> und ist seit 15. Februar 2019 ein nationaler Gedenkort.<ref>Government Gazette. Republic of Namibia, 15. Februar 2013, S. 13.</ref>

Geographie

Durch eine künstliche Landbrücke im Süden zum afrikanischen Festland bei der Stadt Lüderitz wurde die frühere Insel ‚Angra Pequena‘ 1906 zur Halbinsel. Der Name dieses Gebietes lautet in Khoekhoegowab {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)Vorlage:Hinweis Klicklaute.<ref>Shark Island - An Architectural Reconstruction of a Death Camp. Forensis and Forensic Architecture, 12. April 2024, S. 8.</ref>

Den nördlichen Abschluss der Halbinsel bildet das so genannte Haifischriff (Riff). Einen Kilometer nördlich davon befindet sich Penguin Island, die, wie früher die ehemalige Insel, zu den Penguin Islands gezählt wird.

Die Haifischinsel ist etwa 1,7 × 0,33 Kilometer groß und hat eine Fläche von knapp 32 Hektar.<ref name="nhc" />

Geschichte

Datei:Robert Harbour, Redford Bay and Isles of Lüderitz (Namibia).jpg
Luftaufnahme der Haifischinsel mit Lüderitz

Shark Island beherbergte von 1904 bis 1912 ein Lazarett sowie ein Konzentrations- und Internierungslager, in dem während des Völkermords an den Herero und Nama rund 2000 gefangen genommene Orlam und Nama mit ihren Familien inhaftiert waren. Zwischen 1032 und 3000 Menschen kamen durch die hier herrschenden schlechten Hygiene- und Witterungsverhältnisse und systematische Unterernährung (Skorbut) sowie durch Erschöpfung aufgrund der schweren körperlichen Arbeit beim Bau der Eisenbahnschienen und des Hafens oder als Bedienstete der weißen Siedler um.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Völkermord in Deutsch-Südwestafrika: Der Kolonialkrieg 1904 – 1908. Hrsg.: Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name. Links, Berlin Vorlage:Cite book/Date, ISBN 978-3-86153-303-0, [ ], S. 80 (Vorlage:Cite book/URL [abgerufen am -06-]).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref><ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: In der Hand des Feindes: Kriegsgefangenschaft von der Antike bis zum Zweiten Weltkrieg. Hrsg.: Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name. Böhlau, Köln Vorlage:Cite book/Date, ISBN 978-3-412-14998-7, [ ], S. 291 (Vorlage:Cite book/URL [abgerufen am -06-]): „Die Verhältnisse in Swakopmund, zu denen sich Tecklenburg äußerte, stellten keine Ausnahme dar. Noch schlimmer lagen die Verhältnisse im Konzentrationslager auf der Haifischinsel vor Lüderitzbucht, dem größten Gefangenenlager. Dort wurden sowohl Herero wie Nama interniert und ihrem Schicksal überlassen. Die Inhaftierung auf de." reprinted in Jürgen Zimmerer Deutsche Herrschaft über Afrikaner: Staatlicher Machtanspruch und ... (2004). Page 46."“Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref><ref>Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Zu den besonders brutalen Einschüchterungsstrategien im Konzentrationslager gehörten Vergewaltigungen und verschiedene Formen der Folter, Vergiftungen, medizinische Experimente und öffentliche Hinrichtungen. Gefangene Frauen wurden gezwungen, die Köpfe der getöteten Häftlinge zu kochen und abzuschaben, die dann zu pseudowissenschaftlichen Forschungszwecken nach Berlin verschifft wurden. Zu den Insassen des Konzentrationslagers, die auf der Haifischinsel umkamen, gehörte der Widerstandskämpfer und Anführer des Volkes der Nama ǃAman Cornelius Fredericks, der am 16. Februar 1907 hier enthauptet und dessen Schädel nach Deutschland geschickt wurde.<ref>Shark Island - An Architectural Reconstruction of a Death Camp. Forensis and Forensic Architecture, 12. April 2024, S. 9.</ref>

Ab 26. September 1906 ließ das Hafenamt von den Kriegsgefangenen Sprengungen und Aufschüttungen an der Südostseite der Insel vornehmen, durch die die Insel zur Halbinsel wurde.<ref>Jürgen Zimmerer, Joachim Zeller: Völkermord in Deutsch-Südwestafrika: der Kolonialkrieg (1904-1908) in Namibia und seine Folgen. Ch. Links Verlag, 2003, ISBN 978-3-86153-303-0, S. 81 (google.de [abgerufen am 3. März 2023]).</ref>

Auf der Halbinsel befinden sich der Leuchtturm Shark Island, der historische Friedhof sowie ein Campingplatz von Namibia Wildlife Resorts (NWR).

Aufarbeitung der Kolonialzeit

Das Forschungsprojekt „German Colonial Genocide in Namibia“ untersuchte und rekonstruierte in einer multidisziplinären Recherche die Verbrechen auf der Todesinsel. Die Künstlergruppe Forensis gemeinsam mit Forensic Architecture, dem European Center for Constitutional and Human Rights, dem Juristen John Nakuta der Universität Namibia und Kambanda Veii, Gründungsmitglied der Ovaherero Genocide Foundation, dokumentierten die bis heute andauernde Unrechtserfahrung der Bevölkerung im Zusammenhang mit den Kolonialverbrechen. Die Karte und der Bericht, die auf digitaler Recherche und Feldforschung sowie auf Archivmaterial und Aussagen von Nachfahren der Opfer der Haifischinsel beruhen, sind Teil einer größeren Untersuchung.<ref>Shark Island - An Architectural Reconstruction of a Death Camp. Forensis and Forensic Architecture, 12. April 2024.</ref>

Pläne im April 2024 zur Erweiterung des Hafen Lüderitz stoßen bei Vertretern der Herero und Nama auf Ablehnung, da sie die Halbinsel als historischen Gedenkort in Gefahr sehen.<ref>New Lüderitz Port will erase parts of Shark Island. Namibian Sun, 23. April 2024.</ref>

Ende Juli 2025 gab NWR bekannt, dass die touristische Nutzung des Gebietes zu Ende 2025 eingestellt wird und das Gebiet dem namibischen Denkmalrat zur weiteren Nutzung übergeben wird. Damit soll dem historischen Wert der Haifischinsel Genüge getan werden.<ref>Shark Island handed over to Heritage Council. Desert FM, 30. Juli 2025.</ref>

Galerie

Siehe auch

Literatur

  • Casper W. Erichsen: Zwangsarbeit im Konzentrationslager auf der Haifischinsel. In: Jürgen Zimmerer, Joachim Zeller (Hrsg.): Völkermord in Deutsch-Südwestafrika: der Kolonialkrieg (1904–1908) in Namibia und seine Folgen. Verlag Ch. Links, Berlin 2004, ISBN 3-86153-303-0, S. 80–85.

Dokumentarfilm

Weblinks

Commons: Shark Island – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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Vorlage:Klappleiste/Anfang Albatross Rock | Black Rock | Black Sophie Rock | Boat Bay Rocks | Dumfudgeon Rocks | Flamingo Island | Gallovidea Reef | Halifax Island | Hollamsbird Island | Ichaboe Island | Little Roastbeef Islets | Marshall Rocks | Mercury Island | Neglectus Islet | North Long Island | Penguin Island | Plumpudding Island | Pomona Island | Possession Island | Seal Island | Shark Island | Sinclair Island | South Long Island | Staple Rocks Vorlage:Klappleiste/Ende