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Gerterode

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Gerterode
Gemeinde Niederorschel
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Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(340)&title=Gerterode 51° 23′ N, 10° 29′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(340) 51° 22′ 50″ N, 10° 29′ 24″ O
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Höhe: 295 m
Fläche: 6,3 km²<ref name="Gindex">Gemarkung Gerterode, Gemeinde Niederorschel. In: GEOindex. Abgerufen im Februar 2026.</ref>
Einwohner: ca. 340 (15. Mai 2022) HW<ref name="EZ2022">Gerterode: Ortsteil von Niederorschel. (Aus 100 Meter-Gitter sowie Geometrien für "Ortslagen" berechnet). In: www.citypopulation.de - Population Statistics. Online-Dienst für Statistiken, abgerufen im Februar 2026.</ref>
Bevölkerungsdichte: 54 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2019
Postleitzahl: 37355
Vorwahl: 036076
Datei:NO Gerte.png
Karte
Lage von Gerterode in Niederorschel

Vorlage:Hinweisbaustein

Gerterode ist ein Ortsteil der Gemeinde Niederorschel im thüringischen Landkreis Eichsfeld. Für den Ortsteil gibt es eine Ortsteilverfassung nach der Thüringer Kommunalordnung und damit einen Ortsteilrat und Ortsteilbürgermeister.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 266 kB) § 3 und 4. In: Webauftritt. Gemeinde Niederorschel, abgerufen im Februar 2026.</ref> Gerterode ist eines der wenigen Dörfer im Landkreis Eichsfeld, die nicht zum historischen Eichsfeld gehören.

Geographische Lage

Datei:Gerterode.JPG
Gerterode

Gerterode befindet sich und mit seiner Gemarkung im Eichsfelder Kessel am nördlichen Fuß des Dün. Dieser bildet zusammen mit der nach Osten anschließenden Hainleite den Nordrand des Thüringer Beckens. Im Gemeindegebiet entspringt die Aue, die bei der Schwarzburger Mühle in die Wipper mündet. Der Ort ist von zahlreichen Bergen umgeben, so dem Herrenberg (273 m ü. NN), Sandberg (350,8 m ü. NN) und Dachsberg (341,2 m ü. NN).

Nachbarorte sind Bernterode im Norden, Rehungen im Landkreis Nordhausen im Osten, Vollenborn im Südsüdosten, Deuna im Südsüdwesten und Niederorschel im Westen. Die Kreisstraße 211 erfasst den Ortsteil verkehrsmäßig und führt zu den Verkehrsverbindungen per Bahn und Straße. Die Bundesautobahn 38 führt mit der Anschlussstelle Breitenworbis nördlich vorüber.

Geschichte

Gerterode wird 1266 erstmals als „Gertarroth“ urkundlich erwähnt. Dieses Adelsgeschlecht ist bis 1397 nachgewiesen. Die Burg, die in der Niederung im Südwesten des Dorfes von einem Wassergraben geschützt war, verkaufte dann 1444 Eckhard von Guttern an den Grafen von Schwarzburg. Bauern stürmten am 4. Mai 1525 das als Schloss erwähnte Gebäude und zerstörten es. Später wurde es für Wohnzwecke wieder aufgebaut, wozu es heute noch genutzt wird.<ref>Thomas Bienert: Mittelalterliche Burgen in Thüringen. Wartberg Verlag 2000, ISBN 3-86134-631-1, S. 34 u. 35</ref><ref>Herrenhaus</ref> Die Gründung des Ortes dürfte zwischen 800 und 1200 gewesen sein. Gerterode gehörte bis 1802 zu Kurmainz. Die Gemeinde Gerterode lag ab Beginn des 19. Jahrhunderts im Landkreis Worbis und gehörte bis 1945 zur preußischen Provinz Sachsen. Nach dem Zweiten Weltkrieg lag die Gemeinde bis zur Wende am Rande des Grenzsperrgebiets der DDR und gehörte zum Bezirk Erfurt. Seit 1990 gehört die Gemeinde zum neu gegründeten Bundesland Thüringen.

Am 1. Januar 2019 wurde die zuvor selbständige Gemeinde Gerterode nach Niederorschel eingegliedert. Die Gemeinde Gerterode gehörte zur Verwaltungsgemeinschaft Eichsfelder Kessel.

Adelsgeschlecht von Gerterode

Vom 13. bis 15. Jahrhundert ist ein Adelsgeschlecht von Gerterode bekannt. Sie wohnten in einer Burg im Ort, von der heute nichts mehr erhalten ist. Folgende Mitglieder der Familie sind nachgewiesen:<ref>[1] Geschichtliche Informationen auf dirk-neufing.de</ref>

Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):

  • 1994: 452
  • 1995: 449
  • 1996: 456
  • 1997: 462
  • 1998: 444
  • 1999: 446
  • 2000: 456
  • 2001: 450
  • 2002: 427
  • 2003: 427
  • 2004: 424
  • 2005: 416
  • 2006: 415
  • 2007: 407
  • 2008: 398
  • 2009: 401
  • 2010: 390
  • 2011: 379
  • 2012: 373
  • 2013: 370
  • 2014: 358
  • 2015: 358
  • 2016: 357
  • 2017: 350
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Wappen

Das Wappen wurde am 9. Februar 1993 genehmigt.

Blasonierung: „Im Göpelschnitt geteilt von Rot, Silber und Blau; vorn ein silberner Eichenzweig, hinten ein blaues Kelchglas, unten ein silbernes Mühlrad.“

Der Eichenzweig weist auf die nahe dem Ort liegenden Eichenwaldungen der sogenannten Schiereiche hin. Das Kelchglas erinnert an eine in Dorfnähe gelegene Glashütte, die im 16. Jh. bestanden hat. Das Mühlrad deutet auf die drei zum Dorf gehörenden ehemaligen Mühlen hin.

Das Wappen wurde vom Heraldiker Karl-Heinz Fritze gestaltet.

Persönlichkeiten

  • Gustav Schäfer (1892–1965), SPD-Politiker, Abgeordneter des niedersächsischen Landtags

Literatur

  • Gottfried Kunkel: Eichsfelder mit Kisten und Kasten. Eichsfeldgeschichten. Teil 1. Mecke, Gerterode 1996, S. 143.
  • Gottfried Kunkel: Eichsfelder mit Kisten und Kasten. Eichsfeldgeschichten. Teil 2. Mecke, Gerterode 1997, S. 160.
  • Christophe Duhamelle: Gerterode (Eichsfeld) im Alten Reich. Unsichere Grenzen, selbstsichere Akteure. In: Jahrbuch für Regionalgeschichte Band 29, Stuttgart 2011, S. 63–74.
  • Gemeinde Gerterode (Hrsg.): 750 Jahre Gerterode. 1266–2016. Festschrift zur 750 Jahrfeier. Gerterode 2016, 66 Seiten, 107 meist farbige Fotos

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: Gerterode – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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