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(1202) Marina

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Asteroid
(1202) Marina
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Eigenschaften des Orbits Vorlage:Infobox Asteroid/Database
Epoche: Vorlage:JD (JD 2.461.000,5)
Orbittyp Hauptgürtelasteroid
Asteroidenfamilie
Große Halbachse 3.99264 AE
Exzentrizität 0.167016
Perihel – Aphel Vorlage:Str round AE – Vorlage:Str round AE
Perihel – Aphel  AE –  AE
Neigung der Bahnebene 3.33331 °
Länge des aufsteigenden Knotens Vorlage:Str round°
Argument der Periapsis Vorlage:Str round°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs Vorlage:Infobox Asteroid/GetDate
Siderische Umlaufperiode Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Infobox Asteroid“ ist nicht vorhanden.
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit Vorlage:Str round km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 54,9 km ± 2,6 km
Abmessungen
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo 0,03
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Infobox Asteroid“ ist nicht vorhanden.
Absolute Helligkeit Vorlage:Str round mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
Spektralklasse
(nach SMASSII)
Geschichte
Entdecker Grigori N. Neuimin
Datum der Entdeckung Vorlage:Infobox Asteroid/GetDate
Andere Bezeichnung 1924 WG, 1924 YA, 1931 RL, 1931 TH, 1980 BL3
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom Vorlage:Infobox Asteroid/Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.

Vorlage:Infobox Asteroid/Kategorien

(1202) Marina ist ein Asteroid jenseits des äußeren Hauptgürtels, der am 13. September 1931 vom sowjetischen Astronomen Grigori Nikolajewitsch Neuimin am Krim-Observatorium in Simejis bei einer Helligkeit von 13,5 mag entdeckt wurde. Zwei Tage später erfolgte noch eine unabhängige Entdeckung durch Karl Wilhelm Reinmuth an der Landessternwarte Heidelberg-Königstuhl. Nachträglich konnte festgestellt werden, dass das Objekt bereits vom 29. November 1924 bis 18. Februar 1925 mehrfach in Heidelberg fotografiert worden war.

Der Asteroid ist benannt zu Ehren von Marina Davydowna Lawrowa-Berg (1897–1942), wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Pulkowo-Sternwarte.

(1202) Marina wird zwar zu den Hauptgürtelasteroiden gezählt, bewegt sich aber weit außerhalb der Hecuba-Lücke und ist ein Mitglied der Hilda-Gruppe. Diese bewegt sich in einer 3:2-Bahnresonanz mit dem Planeten Jupiter um die Sonne.<ref>C. E. Spratt: The Hilda group of minor planets. In: Journal of the Royal Astronomical Society of Canada. Band 83, 1989, S. 393–404, bibcode:1989JRASC..83..393S (PDF; 173 kB).</ref> Obwohl der gegenseitige Bahnabstand (Minimum orbit intersection distance, MOID) von Jupiter und (1202) Marina immer wieder zwischen 0,69 und 0,83 AE schwankte, sind sich die beiden Himmelskörper durch die Bahnresonanz in den vergangenen 10.000 Jahren nie näher gekommen als bis auf etwa 1,53 AE (229 Mio. km).<ref>A. Vitagliano: SOLEX 12.1. Abgerufen am 9. Juli 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Wissenschaftliche Auswertung

Aus Ergebnissen der IRAS Minor Planet Survey (IMPS) wurden 1992 erstmals Angaben zu Durchmesser und Albedo für zahlreiche Asteroiden abgeleitet, darunter auch (1202) Marina, für die damals Werte von 54,9 km bzw. 0,03 erhalten wurden.<ref>E. F. Tedesco, P. V. Noah, M. Noah, S. D. Price: The Supplemental IRAS Minor Planet Survey. In: The Astronomical Journal. Band 123, Nr. 2, 2002, S. 1056–1085, doi:10.1086/338320 (PDF; 398 kB).</ref>

Eine spektroskopische Untersuchung von acht Hilda-Asteroiden im Juli 1993 am La-Silla-Observatorium in Chile ergab für (1202) Marina eine taxonomische Klassifizierung als DP-Typ.<ref>M. Dahlgren, C.-I. Lagerkvist: A study of Hilda asteroids. I. CCD spectroscopy of Hilda asteroids. In: Astronomy & Astrophysics. Band 302, 1995, S. 907–914, bibcode:1995A&A...302..907D (PDF; 175 kB).</ref>

Photometrische Messungen des Asteroiden fanden erstmals statt vom 13. bis 17. August 1993 am La-Silla-Observatorium. Aus der aufgezeichneten Lichtkurve wurde eine Rotationsperiode von 9,45 h abgeleitet.<ref>M. Dahlgren, J. F. Lahulla, C.-I. Lagerkvist, J. Lagerros, S. Mottola, A. Erikson, M. Gonano-Beurer, M. Di Martino: A Study of Hilda Asteroids. V. Lightcurves of 47 Hilda Asteroids. In: Icarus. Band 133, Nr. 2, 1998, S. 247–285, doi:10.1006/icar.1998.5919.</ref>

Eine photometrische Durchmusterung im Rahmen der Palomar Transient Factory (PTF) am Palomar-Observatorium in Kalifornien ab 2009 ergab in einer Untersuchung von 2015 für die Rotationsperiode von (1202) Marina einen Wert von 9,571 h. Aus thermischen Infrarot-Daten wurde außerdem ein Durchmesser von 63,8 ± 1,3 km abgeleitet.<ref>A. Waszczak, Ch. Chang, E. O. Ofek, R. Laher, F. Masci, D. Levitan, J. Surace, Y. Cheng, W. Ip, D. Kinoshita, G. Helou, T. A. Prince, Sh. Kulkarni: Asteroid Light Curves from the Palomar Transient Factory Survey: Rotation Periods and Phase Functions from Sparse Photometry. In: The Astronomical Journal. Band 150, Nr. 3, 2015, S. 1–35, doi:10.1088/0004-6256/150/3/75 (PDF; 4,63 MB).</ref>

Aus archivierten Daten des Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) aus dem Zeitraum 2015 bis 2018 wurde dann in einer Untersuchung von 2020 mit der Methode der konvexen Inversion erstmals ein dreidimensionales Gestaltmodell des Asteroiden für zwei alternative Rotationsachsen mit retrograder Rotation und einer Periode von 9,45833 h berechnet.<ref>J. Ďurech, J. Tonry, N. Erasmus, L. Denneau, A. N. Heinze, H. Flewelling, R. Vančo: Asteroid models reconstructed from ATLAS photometry. In: Astronomy & Astrophysics. Band 643, A59, 2020, S. 1–5, doi:10.1051/0004-6361/202037729 (PDF; 756 kB).</ref>

Am Center for Solar System Studies (CS3) in Colorado und Kalifornien gab es zwei Kampagnen zur photometrischen Beobachtung von (1202) Marina: Messungen vom 9. bis 13. Februar 2020 während vier Nächten wurden zu einer Periode von 9,558 h ausgewertet,<ref>B. D. Warner, R. D. Stephens: Lightcurve Analysis of Hilda Asteroids at the Center for Solar System Studies: 2019 December–2020 April. In: The Minor Planet Bulletin. Bulletin of the Minor Planets Section of the Association of Lunar and Planetary Observers, Band 47, Nr. 3, 2020, S. 196–199, bibcode:2020MPBu...47..196W (PDF; 555 kB).</ref> neue Messungen vom 19. bis 23. Februar 2021 ergaben jedoch einen verbesserten Wert von 9,461 h.<ref>B. D. Warner, R. D. Stephens, D. R. Coley: Lightcurve Analysis of Hilda Asteroids at the Center for Solar System Studies: 2021 January–March. In: The Minor Planet Bulletin. Bulletin of the Minor Planets Section of the Association of Lunar and Planetary Observers, Band 48, Nr. 3, 2021, S. 303–308, bibcode:2021MPBu...48..303W (PDF; 1,69 MB).</ref>

Zwischen 2012 und 2018 wurden mit der All-Sky Automated Survey for Supernovae (ASAS-SN) auch photometrische Daten von 20.000 Asteroiden aufgezeichnet. Auf mehr als 5000 davon konnte erfolgreich die Methode der konvexen Inversion angewendet werden, darunter auch (1202) Marina, für die in einer Untersuchung von 2021 ein verbessertes dreidimensionales Gestaltmodell für zwei alternative Rotationsachsen mit retrograder Rotation und einer Periode von 9,4580 h berechnet wurde.<ref>J. Hanuš, O. Pejcha, B. J. Shappee, C. S. Kochanek, K. Z. Stanek, T. W.-S. Holoien: V-band photometry of asteroids from ASAS-SN. Finding asteroids with slow spin. In: Astronomy & Astrophysics. Band 654, A48, 2021, S. 1–11, doi:10.1051/0004-6361/202140759 (PDF; 1,16 MB).</ref>

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

<references />