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Agonie

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Datei:Egon Schiele - Agonie (Der Todeskampf).jpg
Agonie (Der Todeskampf), Egon Schiele

Mit Agonie wird eine Reihe von Erscheinungen im Sterben bezeichnet, welche – das allmähliche Erlöschen der Nerventätigkeit anzeigend – dem Eintritt des Todes unmittelbar vorausgehen. Der Begriff wird im Sinne von „Todeskampf“ inzwischen als unwissenschaftlich und unpräzise betrachtet.<ref Name="bor">Gerhild Becker, Carola Xander: Zur Erkennbarkeit des Beginns des Sterbeprozesses. In: Franz-Josef Bormann, Gian Domenico Borasio (Hrsg.): Sterben. Dimensionen eines anthropologischen Grundphänomens. De Gruyter, Berlin 2012. S. 121.</ref>

Im weiteren Sinne wird der Begriff auch im Sinne von „Leid“ oder „qualvoller, auswegloser Zustand“ gebraucht.

Etymologie

Das Wort Agonie wurde aus dem kirchenlateinischen agonia („Angst, Todeskampf“) entlehnt, das auf {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) („Kampf, Wettkampf; Angst, Furcht, Beklemmung“) zurückzuführen ist. Dies leitet sich wiederum ab von {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) („Kampf, Wettkampf; Versammlung“), das mit {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) („führen, leiten“) zusammenhängt.<ref>Kluge. Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, 24. Auflage, S. 21.</ref>

Erscheinungen

Zu den möglichen Anzeichen des unmittelbar bevorstehenden Todes, die von Außenstehenden als qualvoll empfunden werden können, gehören: Unruhe, Beklemmung, Krämpfe, Kirchhofrosen, unverständliches Reden, Flockenlesen (Krozidismus), sodann schnarchende oder röchelnde Atmung bzw. „Schnappatmung“, kein fühlbarer Puls mehr, dem das Erkalten der Extremitäten folgt. Der Gesichtsausdruck von Patienten in einer Agonie wird mit dem klassischen Ausdruck der Facies hippocratica beschrieben.<ref>Willibald Pschyrembel: Klinisches Wörterbuch. Walter de Gruyter, Berlin 1959, ISBN 978-3-11-170608-5, S. 17 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Die Erscheinungen der Agonie gestalten sich unterschiedlich und können sich von wenigen Minuten bis hin zu mehreren Stunden erstrecken.<ref name="bor" /> Die möglichst genaue Abklärung und Einordnung der Todeszeichen und die Abgrenzung von z. B. vitalen gegenüber postmortalen Wunden kann in der Rechtsmedizin wichtige Hinweise auf die Dauer der sogenannten Agoniephase Verstorbener liefern.

Die Zeitphase vor dem Tod kann lethargisch-kraftlos oder – vermeintlich – aggressiv erscheinen.

Weblinks

Wiktionary: Agonie – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

<references />