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Dimona

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Dimona
Wappen von Dimona [[Datei:{{#property:P41}}|120px|rand|zentriert|Flagge von Dimona]]
Dimona
Basisdaten
hebräisch: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)
arabisch: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)
Staat: IsraelDatei:Flag of Israel.svg Israel
Bezirk: Süd
Koordinaten: 31° 4′ N, 35° 2′ OKoordinaten: 31° 4′ 5″ N, 35° 1′ 59″ O
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Höhe: 550 m
Fläche: 29,877 km²
 
Einwohner: 37.213 (Stand: 2022)<ref>2022 {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value). (XLSX; 119 kB) [Population and households by locality - 2022 Cens​us estimate]. Israelisches Zentralbüro für Statistik, 2025, abgerufen am 31. Januar 2026. </ref>
Bevölkerungsdichte: 1.246 Einwohner je km²
 
Gemeindecode: 2200
Zeitzone: UTC+2
Postleitzahl: 86100–86130
 
Gemeindeart: Stadtverwaltung
Bürgermeister: Benny Bitton
Website:
Karte von Israel, Position von Dimona hervorgehoben

Dimona ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) [di'mɔna], arabisch ديمونة, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) ist eine israelische Stadt mit 37.213 Einwohnern (2022) im Südbezirk Israels. Sie befindet sich im nördlichen Teil der Wüste Negev. Sie wurde nach einer gleichnamigen biblischen Stadt im Stammesgebiet Juda benannt (Josua 15,22).

Geschichte

Die Stadt wurde am 19. September 1955<ref>Mordecai Naor: Eretz Israel. Könemann, Köln 1998, ISBN 3-89508-594-4, S. 323.</ref> als Entwicklungsstadt für die Aufnahme von jüdischen Neueinwanderern in einem flachen und vegetationslosen Gelände gegründet. Vorgesehen war sie wegen ihrer Höhenlage von etwa 600 m über NN und der dadurch vergleichsweise niedrigen Temperaturen vor allem für Arbeiter der Kaliwerke am Toten Meer.

Von großer Bedeutung war die Textilindustrie. Nachdem dieser Erwerbszweig in den 1980er und 1990er Jahren einbrach, litt die Stadt zunehmend an Arbeitslosigkeit. Bis heute versucht die Stadt, sich von diesem schweren Schlag zu erholen. Am 8. März 1988 starben bei der Geiselnahme<ref>Charles Enderlin: Le grand aveuglement : Israël face à l’islam radical. 2. Auflage. Éditions Albin Michel, Paris 2024, ISBN 978-2-226-49661-4, S. 149.</ref> eines Personaltransports des Atomreaktors Dimona, ausgeführt durch drei aus Ägypten infiltrierte Mitglieder der Fatah, fünf Israelis.

Am 4. Februar 2008 war ein Einkaufszentrum in Dimona Ziel eines palästinensischen Selbstmordanschlags, bei dem drei Personen getötet und mindestens elf weitere verletzt wurden.<ref>Amos Harel, Mijal Grinberg: “Hamas claims Dimona attack, says bombers came from Hebron”. Haʾaretz, 4. Februar 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 17. Mai 2008; abgerufen am 17. Mai 2008.</ref>

Am 9. Juli 2014 schlugen drei M75-Raketen in der Nähe von Dimona ein. Sie wurden von den Essedin-al-Kassam-Brigaden der islamistischen palästinensischen Terrororganisation Hamas abgefeuert. Ziel war das Kernforschungszentrum Negev.<ref name="SPON-980214">Agenturen: Israel: Raketen schlagen bei Atomanlage von Dimona ein. In: Spiegel Online. 9. Juli 2014, abgerufen am 15. Februar 2017.</ref>

Während des Irankrieges kam es am 21. März 2026 zum Einschlag einer ballistischen Rakete in Dimona, wobei mehrere Gebäude zerstört oder beschädigt und 60 Menschen verletzt wurden. Laut iranischen Angaben zielte der Angriff auf das Kernforschungszentrum Negev.<ref>After a night of destruction, residents of Arad and Dimona begin picking up the pieces</ref>

Verkehr

Die Stadt liegt an der Nationalstraße 25 ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) von Beʾer Scheva Richtung Eilat. Alle Autobusse vom Landeszentrum nach Eilat machen Halt in Dimona.

Die Stadt ist an das Bahnnetz der Israel Railways angeschlossen. Seit dem 17. Dezember 2005 besteht wieder eine Verbindung im Personenverkehr nach Beʾer Scheva und dort Anschluss nach Norden und zum Landeszentrum. Bis Ende 2005 verkehrten nur Güterzüge. Diese erschließen drei Industriegebiete und Phosphatminen östlich und südöstlich der Stadt über zwei Zweigstrecken. Außerdem werden hier Mineralien des Toten Meeres abgefahren. Eine Strecke verläuft östlich von Dimona nach Rotem. Die zweite Strecke verläuft südöstlich von Dimona zu den Minen und Industriegebieten von Oron und Zin. Von Zin aus könnte in Zukunft eine Strecke nach Eilat und zum Toten Meer weitergebaut werden.


Bauwerke

Datei:PikiWiki Israel 4562 Dimona renewal.JPG
Blick über die Dächer älterer Wohnhäuser in Dimona

Die 400 Meter hohen Türme der Radaranlage Dimona sind die höchsten Bauwerke Israels.

Städtepartnerschaften

Söhne und Töchter der Stadt

Atomreaktor bei Dimona

Bekannt ist Dimona in erster Linie wegen seines Atomreaktors im Negev Nuclear Research Center, der 13 Kilometer südöstlich entfernt mit französischer Hilfe erbaut wurde. Israel nannte das Nuclear Research Center jahrelang eine Textilfabrik und hielt den wahren Zweck geheim. Die Forschungsstätte gilt auch als Entwicklungslabor für israelische Atomwaffen. Am 29. August 2018 wurde die Forschungsstätte in Schimon-Peres-Kernforschungszentrum im Negev umbenannt.<ref>Netanjahu: Israel muss stark sein. Israelnetz.de, 30. August 2018, abgerufen am 15. November 2019.</ref>

Schwarze Hebräer

In einem Stadtteil von Dimona leben heute Anhänger der afroamerikanischen Gemeinschaft der African Hebrew Israelites of Jerusalem. Die African Hebrew Israelites of Jerusalem (auch Black Hebrews genannt) sehen sich als Nachkommen der verlorenen Stämme Israels an. Die religiöse Gruppe siedelte Ende der 1960er Jahre von den Vereinigten Staaten über Liberia nach Israel. Die meisten von ihnen leben in Städten in der Negev-Wüste, hauptsächlich in Dimona, aber auch in Arad und Mitzpe Ramon. Die Mitglieder der Gemeinschaft (zu denen auch Mitglieder der Band The Soul Messengers gehören) besitzen nicht die israelische Staatsbürgerschaft, jedoch ein ständiges Aufenthaltsrecht. Im Jahr 2003 gab es zwischen 1500 und 2000 schwarze Hebräer in Israel. Entsprechend ihrer Auslegung der Tora und entgegen der rabbinischen Ordnung praktizieren die Männer hier Polygamie.

Weblinks

Commons: Dimona – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Dimona – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

<references />