Zum Inhalt springen

Stubbenkammer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 13. April 2026 um 10:57 Uhr durch imported>Aka (Tippfehler entfernt, Kleinkram).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Vorlage:Hinweisbaustein Als Stubbenkammer wird die unmittelbare Umgebung des markanten Kreidefelsens Königsstuhl im Nationalpark Jasmund auf der Insel Rügen bezeichnet. Die wenigen Gebäude in diesem Gebiet, u. a. auch das Nationalpark-Zentrum Königsstuhl, bilden den Ortsteil Stubbenkammer der Stadt Sassnitz. Der Name Stubbenkammer leitet sich aus dem Slawischen ab: Stopin steht für Stufe und kamen für Fels.

Geographie

Insbesondere werden die hier gelegenen höchsten Kreidefels-Partien Rügens so genannt. Es wird zwischen der Großen und der Kleinen Stubbenkammer unterschieden. Die Große Stubbenkammer umfasst den 118 Meter hohen Königsstuhl und die nördlich direkt angrenzende Kreidefelsformation, einschließlich der dazwischen liegenden Schlucht. Die Kleine Stubbenkammer ist die vom Königsstuhl südlich gelegene Kreidewand mit dem Aussichtspunkt Viktoriasicht, der 1865 anlässlich eines Besuchs des damaligen Königs von Preußen Wilhelm I. mit der Kronprinzessin Victoria (seiner Schwiegertochter) so benannt wurde. Weiter südlich schließen sich das Kollicker Ufer und das Hohe Ufer an, die jedoch nicht mehr zur Stubbenkammer zählen.

Stubbenkammer ist vom drei Kilometer entfernten Groß-Parkplatz in Hagen – einem Ortsteil der Gemeinde Lohme – am besten mit dem Pendelbus oder über einen Wanderweg, der durch den Wald der Stubnitz auch am Herthasee vorbeiführt, zu erreichen. Der Hochuferweg Jasmund führt vom sieben Kilometer entfernten Sassnitz an den Wissower Klinken entlang über die Ernst-Moritz-Arndt-Sicht, den Kieler Bach, den Kollicker Ort und die Viktoriasicht nach Stubbenkammer und von dort aus weiter zum vier Kilometer entfernten, an der Nordküste Jasmunds gelegenen Lohme.

Sicherheitsbedenken

Nachdem im Mai 2016 ein Baum auf den unteren Teil der Treppe gefallen war, wurde der Abstieg über die 600 Stufen nahe der „Kleinen Stubbenkammer“ gesperrt und soll auch nicht wieder installiert werden.<ref>Den Königsstuhl von unten sehen – Rügen-Aktuell. Abgerufen am 22. März 2026.</ref>

Die Sicherheit der Stubbenkammer ist grundsätzlich aufgrund starker Abbruchgefahr der Kreidefelsen kritisch. Besucher müssen unbedingt auf den markierten Wegen bleiben, Absperrungen beachten und Abstand zur Kliffkante halten.<ref>Vorsicht an Rügens Steilküsten. Abgerufen am 22. März 2026.</ref>

Im Juli 2025 ist nahe des Königsstuhls ein Urlauber aus Bremen tödlich verunglückt.<ref>Redaktion OZ: Tod an Rügens Steilküste: Urlauber aus Bremen stirbt in der Nähe des Königsstuhls. In: OZ - Ostsee Zeitung. (ostsee-zeitung.de [abgerufen am 22. März 2026]).</ref> Obwohl eine Fremdeinwirkung ausgeschlossen wurde, betonte die Polizei, dass es an der Steilküste in der Vergangenheit wiederholt zu tödlichen Unfällen gekommen sei.<ref>ndr.de: 32-jähriger Mann stirbt an der Steilküste von Rügen - Wanderin entdeckt verwaisten Rucksack. Abgerufen am 22. März 2026.</ref>

Galerie

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 54° 34′ 18″ N, 13° 39′ 30″ O

 {{#coordinates:54,571666666667|13,658333333333|primary
   |dim=
   |globe=
   |name=
   |region=DE-MV
   |type=landmark
  }}

Vorlage:Hinweisbaustein