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BMW R 63

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BMW
BMW R 63
BMW R 63
BMW R 63
R 63
Hersteller BMW
Bauzeit 1928 – 1929
Stückzahl 794
Vorgängermodell keines
Nachfolgemodell R 16
Technische Daten
Motor 2-Zylinder Otto 4-Takt-Boxermotor
Hubraum 735 cm³
Leistung 24 PS (18 kW) bei 4000 min−1
Getriebe Dreigang
Antrieb Wellenantrieb
Leergewicht 152 kg
Höchstgeschwindigkeit 120 km/h
Tankinhalt 12,5 l
Kraftstoffverbrauch
Datei:Quail Motorcycle Gathering 2015 (17133848324).jpg
Rückansicht der oberen Maschine
Datei:BMW R63 24PS 735ccm 1928.jpg
BMW R 63 (1928)

Im Jahr 1928 erschien von BMW als 750er Sportmotorrad die R 63.

Geschichte

Entwicklung

Ab Juli 1928 produzierte BMW die R 63 als sportliches Motorrad für die 750-cm³-Klasse; zusammen mit der ebenfalls neuen und weitgehend baugleichen R 57 für die 500-cm³-Klasse.<ref name="BMW_3609756_Produktionsbeginn" />

BMW führte mit diesem Motorrad das Baukastenprinzip weiter. Fahrwerk und Getriebe mit Grundmotor waren weitgehend baugleich; die Differenzierung für die Hubraumklassen mit 500 cm³ und 750 cm³ und nach Sport- und Tourenmodellen wurde durch zwei Kurbelwellen mit um 10 mm unterschiedlichen Hüben, dafür passenden Zylindern mit gleicher Bohrung und kopf- oder seitengesteuerte Zylinderköpfen und Zylindern umgesetzt.

Vermarktung

Die Produkteinführung – zunächst die beiden Tourenmotorräder R 52 und R 62 und kurz darauf die beiden Sportmodelle R 57 und R 63 – erfolgte im bescheidenen Rahmen, denn auf der Deutschen Automobil-Ausstellung im November 1928 in Berlin wurden bereits die neuen Modelle mit Pressstahlrahmen vorgestellt.<ref name="BMW_3609756_Produktionsbeginn" /> BMW stellte die Rohrrahmenmodelle nochmals im Oktober 1928 auf einem großen Stand des Salon de l’Automobile in Paris aus.<ref name="BMW_833147_Paris" />

Im September 1930 warb BMW mit einem Plakat, das den Kauf einer R 63 durch den Industriellen Henry Ford bekannt gab. Diese BMW ist Teil der Sammlung des Museums The Henry Ford in Dearborn, Michigan.<ref name= "thf"/>

„Henry Ford, der sich bekanntlich zurzeit in München aufhält, hat auf Grund des Weltrekords von Henne am Mittwoch durch seinen Sekretär Leibold [Ernest G. Liebold] bei dem Leiter der Verkaufsstelle der Bayerischen Motorenwerke in der Brienner Straße eine 750-ccm-Sportmaschine gekauft, die auf seinen Wunsch sofort nach seiner Fabrik in Dramborn (Michigan) versandt wurde.“

Münchner Zeitung<ref name="BMW_770342_Henry_Ford" />

Technik

Motor

Der Motor mit der Bezeichnung M 60 war als längs eingebauter Zweizylinder-Boxer-Viertaktmotor ausgelegt.<ref name="BMW_575311" />

Aufbau

Das Motorgehäuse war horizontal teilbar. Ein Zwischenzahnrad oberhalb der Kurbelwelle trieb die noch eine Ebene höher liegende Nockenwelle an, die wiederum die Zündanlage in der nächsten Ebene antrieb. Durch diese Zahnradkaskade baute der Motor für einen Boxermotor relativ hoch.

Zylinder

Die Zylinder aus Grauguss hatten abnehmbare Zylinderköpfe aus Leichtmetall und radial verlaufende Kühlrippen.<ref name="BMW_3298903_Handbuch" />

Vergaser

Der Vergaser, eine Eigenkonstruktion von BMW, saugte die Luft durch das Schwungradgehäuse an.

Die Gemischmenge („Gasschieber“) und Gemischzusammensetzung („Luftschieber“) wurde über zwei Hebel an der rechten Lenkerhälfte eingestellt.

Antrieb

Die R 63 hatte ein handgeschaltetes Getriebe mit Antriebswelle auf der rechten Seite des ungefederten Hinterrades.

BMW bezeichnete die Kraftübertragung vom Getriebe zum Hinterrad als „Kardanantrieb“, die Antriebswelle als „Kardanwelle“ und das Getriebegehäuse am Hinterrad als „Kardangehäuse“ – technisch richtig war es lediglich ein Wellenantrieb des Hinterrades, da es keine Kardangelenke gab.<ref name="BMW_3298903_Handbuch" />

Das horizontal teilbare Getriebegehäuse war direkt an das Motorgehäuse angeflanscht. Die Eingangswelle mit drei Gängen wurde direkt von der Einscheiben-Trockenkupplung im Schwungrad der Kurbelwelle angetrieben. Die Ausgangswelle trieb über eine Hardyscheibe in direkter Verlängerung die Antriebswelle an.

Das Gehäuse des Kegelradantriebs an der Hinterachse hatte eine Ölfüllung. Das Getriebe war erstmals mit Öl gefüllt – bei der R 42 wurde dort noch mit Fett geschmiert.<ref name="BMW_3298903_Handbuch" />

Der Kickstarter wurde rechtwinklig zur Fahrzeuglängsachse betätigt; die aufwändige Kegelradumlenkung im Getriebegehäuse war entfallen.<ref name="BMW_3083454_ET_Liste" />

Fahrwerk

Das Fahrwerk war ein Rohrrahmen ohne Hinterradfederung, die Vordergabel hatte eine gezogene Kurzschwinge mit Blattfederung.

Die Hinterradbremse war als „Kardanbremse“ ausgeführt, die auf den Außenring der Hardyscheibe wirkte.

Technische Daten

Vorlage:Tabellenstile

Kenngröße Daten der R 63<ref name="BMW_3859959" />
Bohrung 83 mm
Hub 68 mm
Hubraum 735 cm³
Verdichtungsverhältnis 6,2 : 1
Leistung 24 PS (18 kW) bei 4000 min−1
Höchstgeschwindigkeit 120 km/h
Leergewicht 152 kg
Tankinhalt 12,5 Liter

Siehe auch

Weblinks

Commons: BMW R 63 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • BMW R 63. In: BMW Geschichte. BMW AG, abgerufen am 13. Dezember 2015 (Dossier des BMW Group Archivs).

Einzelnachweise

<references> <ref name="BMW_575311"> BMW R 57 / BMW R 63 Motor. In: BMW Geschichte. BMW AG, 1928, abgerufen am 17. Dezember 2015 (Foto im BMW Group Archiv). </ref> <ref name="BMW_3609756_Produktionsbeginn"> Produktionsbeginn der Motorradmodelle R 52, R 62, R 57 und R 63. In: BMW Geschichte. BMW AG, Juli 1928, abgerufen am 13. Dezember 2015 (Dokument im BMW Group Archiv). </ref> <ref name="BMW_3859959"> BMW R 63. In: BMW Geschichte. BMW AG, abgerufen am 19. Dezember 2015 (Dossier des BMW Group Archivs). </ref> <ref name="BMW_770342_Henry_Ford"> Henry Ford kauft eine BMW-Sportmaschine. In: BMW Geschichte. BMW AG, 24. September 1930, abgerufen am 19. Dezember 2015 (Dokument im BMW Group Archiv). </ref> <ref name="BMW_833147_Paris"> Pariser Ausstellungsstand von BMW 1928. In: BMW Geschichte. BMW AG, 1928, abgerufen am 18. Dezember 2015 (Foto im BMW Group Archiv). </ref> <ref name="BMW_3298903_Handbuch"> Handbuch für BMW-Räder, Sportmodelle Typ R 57 und R 63. In: BMW Geschichte. BMW AG, November 1928, abgerufen am 17. Dezember 2015 (Handbuch mit Bildern, 30 Seiten). </ref> <ref name="BMW_3083454_ET_Liste"> Ersatzteil-Liste und Tafeln für die BMW Krafträder Sportmodelle Typ R 57 und R 63. In: BMW Geschichte. BMW AG, November 1928, abgerufen am 17. Dezember 2015 (Dokument im BMW Group Archiv). </ref>

<ref name= "thf">1929 BMW Motorcycle. In: Digital Collections. The Henry Ford, abgerufen am 11. Januar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

</references>

Vorlage:BoxenVerschmelzen Vorlage:Klappleiste/Anfang

Klasse Typ 1920er 1930er 1940er
3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5
bis 250 cm³ Tourenmotorrad R 2 R 20
R 23
Sportmotorrad R 39
bis 500 cm³ Tourenmotorrad R 32 R 42 R 52 R 4
R 3 R 35
Sportmotorrad R 37 R 47 R 57 R 5 R 51
bis 750 cm³ Tourenmotorrad R 62 R 11 R 12 R 71
R 6 R 61
Sportmotorrad R 63 R 16 R 17 R 66

Prototypen, Rennmotorräder R 7 R 36
WR 750 WR 500
500 Kompressor
R 51 RS

Militärmotorräder R 12
R 75 Gespann

Vorlage:Klappleiste/Ende <templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorkriegszeit
Einzylinder

R 39R 2R 3R 4R 35R 20R 23R 36 (Prototyp)

Boxer

R 32R 37R 42R 47R 52R 57R 62R 63R 11R 16R 7 (Prototyp)R 12R 17R 5R 6R 51R 61R 66R 71WR 500 (Rekordmaschine)WR 750 (Rekordmaschine)RS 500 Kompressor (Rennmotorrad)

Zweiter Weltkrieg

R 75 Gespann (Wehrmachtsgespann)

Nachkriegszeit

R 10 (Prototyp)R 24R 25R 25/2R 25/3R 51/2R 51/3R 67/2R 68

Vollschwingen-BMW
1955–1969

R 26R 27R 50RS 54 (Rennmotorrad)R 60R 69R 50/2R 60/2R 50 SR 69 S

„Strich-Fünfer“
1969–1973

R 50/5R 60/5R 75/5

„Strich-Sechser“
1973–1976

R 60/6R 75/6R 90/6R 90 S

„Strich-Siebener“
1976–1985

R 60/7R 75/7R 80/7R 100/7R 100 SR 100 RSR 100 RTR 100 CS

„Kleine“ Zweiventil-Boxer
1978–1985

R 45R 65R 65 SR 65 GS

Zweiventil-Boxer
1980–1997
Vierventil-Boxer (1. Generation)
1993–2006

R 850 GSR 850 RTR 850 R / R ComfortR 850 CR 1100 RR 1100 RSR 1100 SR 1100 GSR 1100 RTR 1150 RTR 1150 RR 1150 R RocksterR 1150 RSR 1150 GSR 1150 GS AdventureR 1200 CR 1200 CL

Vierventil-Boxer (2. Generation)
2004–2013

R 1200 GSR 1200 GS AdventureR 1200 RR 1200 RTR 1200 SR 1200 ST

Vierventil-Boxer (R nineT)
2014-2023

R nineTR nineT PureR nineT ScramblerR nineT RacerR nineT Urban G/S

Wasser-Boxer (1. Generation)
2013–2019

R 1200 GSR 1200 GS AdventureR 1200 RR 1200 RSR 1200 RT

Wasser-Boxer (2. Generation)
seit 2018

R 1250 GS • R 1250 GS Adventure • R 1250 RR 1250 RSR 1250 RT

F- und G-Baureihe
seit 1993
K-Baureihe (Reihenmotor)
seit 1983
Dreizylinder

K 75K 75 CK 75 SK 75 RT

Vierzylinder

K 100K 100 RSK 100 RTK 100 LTK 1K 1100 LTK 1100 RSK 1200 GTK 1200 LTK 1200 RK 1200 R SportK 1200 RSK 1300 GTK 1300 SK 1300 R

HP-Baureihe

HP4HP2 EnduroHP2 SportHP2 Megamoto

Roller

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<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

Supersportler

G 310 RRS 1000 RRM 1000 RR

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F 900 XRR 1300 RSS 1000 XRM 1000 XR

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G 310 RF 900 RR 1300 RS 1000 RM 1000 RR 12R 12 G/SR 12 nineTR 12 S

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