Rik De Lisle
Richard „Rik“ De Lisle [<templatestyles src="IPA/styles.css" />] (* 25. Februar 1947 in Milwaukee, Wisconsin; † 30. März 2026 in Berlin) war ein in Deutschland tätiger US-amerikanischer Hörfunkmoderator.
Leben
Richard „Rik“ De Lisle<ref name="Kress" /> wurde am 25. Februar 1947<ref name="buch-kL8jAQAAIAAJ-">Zitty. Zitty Verlag, 2006, eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.</ref><ref>Die Radionauten: Radiogeschichten: Zeitreise und Exkursionen in die Berliner RadioWelten. ISBN 3-8334-2438-9, Seiten 38, 121, 138.</ref><ref>Rik De Lisle – Der erste Ami im deutschen Rundfunk. In: studio89.de. 26. Februar 1947, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 2. Januar 2015; abgerufen am 2. Januar 2015.</ref><ref>Heather De Lisle: AMILAND: Eine Streitschrift für die Weltmacht USA, Hamburg 2010, Seite 3.</ref> als Enkel<ref>Heather De Lisle: Ist der Ruf erst ruiniert. In: The European. Das Debatten-Magazin. 22. Mai 2011. Abgerufen am 5. Januar 2022.</ref> deutsch- und französischstämmiger Einwanderer in Milwaukee geboren.<ref name="der alte ami quittiert den dienst">Frank Junghänel: Der alte Ami quittiert den Dienst. In: Berliner Zeitung, 1. Juli 1997.</ref> Im Alter von 17 Jahren meldete er sich zur Armee. Dort wurde er Discjockey beim Soldatensender AFN für Asien, Portugal und die Bundesrepublik Deutschland.<ref name="Graeber" /> Seine erste Radiostation war KTFM in San Antonio, Texas.<ref name="ERA">European Radio Awards. In: european-radio-awards.com. 30. März 2009, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 9. Februar 2015; abgerufen am 2. Januar 2015.</ref> 1978 wurde er nach West-Berlin versetzt und moderierte dort das Radio-Frühprogramm beim AFN Berlin.<ref name="Graeber">Stephanie Graeber: Der amerikanische Einfluss auf die Rolle des Radios in Nachkriegsbayern. 2010, ISBN 978-3-640-59161-9, S. 27.</ref> Bekannt wurde er mit seinem Weckspruch „I’m Air Force Sergeant Rik de Lisle – reminding you that Rock’n Roll is just a state of mind“.
1985 wechselte er zum RIAS 2.<ref>Barbara Nolte: Interview mit Rik De Lisle: „Ich trank in besetzten Häusern Bier“. In: Der Tagesspiegel Online. ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 7. April 2026]).</ref><ref name="ERA" /> Unter seiner tätigen Mithilfe wurde dieser Sender ab 1985 zum Ganztags-Musiksender erweitert. De Lisle moderierte bei RIAS 2 auch das Frühprogramm. Dort waren sein starker amerikanischer Akzent und sein Wortwitz seine Markenzeichen. Morgens um 5 Uhr – die Sendung hieß Frühstart – weckte er seine Zuhörer mit dem Spruch „und jetzt kommt die Dr. Zimmermann mit die gelbe kleine Quietscheentchen. Es ist fuuunf Uhr“.<ref name="Graeber" /> Typische Ansage war „Hi, icke bin’s, alter Ami Rik De Lisle“.<ref>Rik De Lisle Moderator beim Berliner Rundfunk 91,4. In: Berliner Rundfunk 91,4. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 9. April 2018; abgerufen am 8. April 2018.</ref>
Als Rias 2 1992 in das Privatradio rs2 umgewandelt wurde, bekam De Lisle den Posten als Programmdirektor<ref name="Graeber" /> und half dabei, die Hörerzahl erheblich zu steigern.<ref name="ERA" /> Dort wurde er 2015 von Armin Braun abgelöst. 1991 zog De Lisle mit seiner Familie auf einen Bauernhof in Brandenburg, nach zehn Jahren kehrte er nach Berlin zurück. Einige Jahre lang war er Mitglied der Berliner CDU.<ref>Stefan Peter: „Der alte Ami“ von Berlin wird 75 - B.Z. – Die Stimme Berlins. 25. Februar 2022, abgerufen am 12. April 2026.</ref>
Von Juni 1997<ref name="Graeber" /><ref>Alexander Osang: Ankunft in der neuen Mitte: Reportagen und Porträts. Ch. Links Verlag, 1999, ISBN 3-86153-175-5, S. 72.</ref> bis Dezember 2007 war De Lisle Europachef bei der internationalen Rundfunkberatungsfirma Alan Burns & Associates.<ref name="Kress">Richard de Lisle. In: kress.de. Abgerufen am 2. Januar 2015.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Rik DeLisle ( vom 26. September 2008 im Internet Archive) In: initiative-amerika-haus-berlin.org.</ref>
Ab 26. Juni 2004 moderierte De Lisle für einige Zeit im rbb-Programm rbb 88.8 samstags von 20 bis 23 Uhr seine Sendung "Rock mit Rik".
Seit dem 5. August 2008 war De Lisle Aushängeschild des hessischen Senders Radio Bob. Zunächst moderierte er täglich ab 09:00 Uhr die Sendung Bob’s Vormittag per Voicetracking, später produzierte er dort Bob’s amerikanischen Nachmittag von 15:00 Uhr bis 18:00 Uhr. Ab März 2007 moderierte er bei R.SA das Nachmittagsprogramm von 14–18 Uhr.<ref>Interview mit Rik DeLisle: Senden mit 60. In: Radioszene. 19. März 2007, abgerufen am 9. April 2026.</ref>
Rik De Lisle wurde als Werbe- und Synchronsprecher gebucht.<ref>Rik De Lisle bei der Agentur speaker-search.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 28. Mai 2010; abgerufen am 18. Oktober 2009.</ref>
Von November 2011 bis März 2013 hatte er die Position des Programmverantwortlichen bei Radio PSR inne.<ref>Sendeschluss für PSR-Chef! bild.de, 4. April 2013.</ref> Im April 2014 wurde er Programmdirektor von 94,3 rs2.<ref>Rik De Lisle neuer Programmdirektor von 94,3 rs2. radioszene.de, 9. April 2014.</ref>
Ab Januar 2017 war Rik De Lisle samstags beim Berliner Rundfunk 91.4 zu hören. Seit 2018 moderierte er dort die Rik De Lisle Show wochentags zwei Stunden sowie ab Juni 2020 auch am Wochenende.<ref>„8 days a week“: Rik De Lisle ist ab sofort täglich beim Berliner Rundfunk 91.4 On Air. In: Radioszene. 19. Juni 2020, abgerufen am 11. Dezember 2025.</ref> Im Dezember 2025 endete dieses Arbeitsverhältnis.
Rik De Lisle verstarb am 30. März 2026 in Berlin.<ref>Märkische Oder Zeitung: Rik De Lisle ist tot: Bekannter Radiomoderator im Alter von 79 Jahren gestorben. Abgerufen am 7. April 2026.</ref>
De Lisles Sohn, Bill De Lisle, arbeitet für eine dänische Firma, die Tochter Heather De Lisle (* 1976) arbeitet als Journalistin.
Musik
Rik De Lisle arbeitete an der Rockoper Spliff Radio Show mit, die am 2. Mai 1980 im Kant-Kino live uraufgeführt wurde. Die LP erreichte eine Auflage von rund 100.000 Stück. De Lisle schrieb die Jingles und Pseudowerbungen (u. a. „wysocki college“). Im Jahr 1981 schrieb De Lisle die Texte für die Teens-Single Rock and Roll is Just a State of Mind. Ursprünglich wurde der Song als Zugabetitel für die Spliff Radio Show geschrieben.
Diskografie
LPs
- Disco Radio Action, 1978
- Network, Global DeeJays, 2006
Solo-Singles
- Space Survivor/Walk On the Wild Side, 1981 (Network feat. Rik DeLisle)
- Riks Rapp, 1982
- Radio Waves, 1984
Radiosendungen (Auswahl)
- 1976–1984: Old Gold Retold
- 1984–1991: Rias 2 Frühstart
- 1991–1992: Moderator bei 104.6 RTL
- 2009–2015: Rik De Lisle auf 94,3 rs2
- 2009–2010: Bobs Amerikanischer Feierabend auf Radio Bob
- seit 2010: BOBs Vormittag mit retired Airforce Sergeant Rik de Lisle auf Radio Bob
- 2011–2016: Rik De Lisle’s Rikipedia auf Radio NORA
- 2017–2025: Die Rik De Lisle Show auf dem Berliner Rundfunk 91.4
Fernsehen
- 1978: Musiksendung Rock Scene ’78
- 1979–1983: AFN Midday
- 1991: Elf 99/RTL
Literatur
- Bernd Oertwig: Rik DeLisle – Der Alte Ami erzählt seine Radiogeschichten. Holzinger-Verlag, Berlin 1997, ISBN 978-3-926396-42-6.
Weblinks
- Literatur von und über Rik De Lisle im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Rik De Lisle bei Discogs
- Nachruf des tip
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | De Lisle, Rik |
| ALTERNATIVNAMEN | De Lisle, Rick; De Lisle, Richard (wirklicher Name); Der alte Ami (Spitzname) |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Radiomoderator in Deutschland |
| GEBURTSDATUM | 25. Februar 1947 |
| GEBURTSORT | Milwaukee, Wisconsin |
| STERBEDATUM | 30. März 2026 |
| STERBEORT | Berlin |