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Nagusta goedelii

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Nagusta goedelii
Datei:Nagusta goedelii graz 03.jpg

Nagusta goedelii

Systematik
Unterordnung: Wanzen (Heteroptera)
Familie: Raubwanzen (Reduviidae)
Unterfamilie: Harpactorinae
Tribus: Harpactorini
Gattung: Nagusta
Art: Nagusta goedelii
Wissenschaftlicher Name
Nagusta goedelii
(Kolenati, 1857)
Datei:Nagusta goedelii2.JPG
Kopf der Wanze
Datei:2023 07 11 Nagusta goedelii nymph1b.jpg
Nymphe im Juli 2023 in der Schwetzinger Hardt
Datei:2023 07 11 Nagusta goedelii nymph1a.jpg
Nymphe, Seitenansicht

Nagusta goedelii, auch Goedels Raubwanze genannt,<ref name="RLO">Rote Liste der Wanzen – (Hemiptera, Heteroptera) Österreichs. (PDF; 6219 kB) In: umweltbundesamt.at. Umweltbundesamt Österreich, S. 20–60, abgerufen am 14. April 2025 (alternativ als Link in der XLSX-Datei „Wanzen (2024)“).</ref> ist eine in Mitteleuropa ursprünglich seltene Wanzenart aus der Familie der Raubwanzen (Reduviidae), die jedoch in letzter Zeit immer häufiger entlang des Oberrheins und an anderen Stellen im Südwesten Deutschlands beobachtet wird.<ref name="gbif" />

Verbreitung und Lebensräume

Das Insekt ist in Innerasien, Kleinasien, dem Nahen Osten und in Südeuropa verbreitet. Die Tiere erschließen offenbar immer nördlichere Gebiete. Das Verbreitungsgebiet reichte in der Vergangenheit in Mitteleuropa bis nach Österreich mit ersten Sichtungen im Raum Wien<ref>Userin: DiDoDa: Naturkalender Niederösterreich | eine andere Art. In: SPOTTERON Citizen Science. SPOTTERON Gmbh, 29. September 2018, abgerufen am 6. Januar 2019.</ref>. Mittlerweile breitet sich die Art entlang des Oberrheins nach Norden aus. Beobachtungen reichen in den Rhein-Neckar-Raum (spätestens seit 2023) und weiter nördlich bis in den Rhein-Main-Raum.<ref name="gbif" /> In warmen, sonnigen Regionen leben die Tiere auf Laubbäumen, vor allem auf Eichen, (Quercus), seltener auf Sträuchern, beispielsweise Brennnesseln.

Merkmale und Lebensweise

Nagusta goedelii erreicht Körperlängen zwischen 12,5 und 16,2 Millimetern. Der schlanke Körper ist gelb bis zimtbraun gefärbt und fein und hell behaart. Der Halsschild (Pronotum) ist sechseckig. Kennzeichnendes Merkmal dieser Wanze sind hornartige Dornen hinter den Fühlerhöckern. Das erste Fühlerglied ist länger als das zweite.

Diese Wanze ernährt sich ausschließlich räuberisch von anderen Insekten und möglicherweise Spinnentieren. Paarung und Eiablage erfolgen im Frühjahr. Die Larven erreichen im August und September das Erwachsenenstadium. Die Imagines überwintern beispielsweise unter loser Borke. Auf der Suche nach Überwinterungsquartieren können die Tiere auch in Wohnhäuser eindringen.

Literatur

  • E. Wachmann, A. Melber, J. Deckert: Wanzen Band 2: Cimicomorpha: Microphysidae (Flechtenwanzen), Miridae (Weichwanzen). Neubearbeitung der Wanzen Deutschlands, Österreichs und der deutschsprachigen Schweiz, Goecke & Evers, Keltern 2004, ISBN 3-931374-57-2.
  • E. Wagner: Heteroptera Hemiptera. In: P. Brohmer, P. Ehrmann, G. Ulmer (Hrsg.): Die Tierwelt Mitteleuropas. IV, 3 (Xa). Leipzig 1959, 173 S.

Einzelnachweise

<references> <ref name="gbif">Vorlage:Gbif.org</ref> </references>

Weblinks

Commons: Nagusta goedelii – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien