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Martin XB-51

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Martin XB-51
Datei:Martin XB-51 46-585 in flight.jpg
Martin XB-51
Typ Bomber
Entwurfsland
Hersteller Glenn L. Martin Company
Erstflug 28. Oktober 1949
Indienststellung Wurde nie in Dienst gestellt
Produktionszeit

Wurde nie in Serie produziert

Stückzahl 2

Die Martin XB-51 (Werksbezeichnung: Model 234) war ein US-amerikanischer mittlerer Bomber mit Strahltriebwerken, von dem nur zwei Exemplare im Jahr 1949 gebaut wurden.

Geschichte

Im Jahre 1945 forderte die USAAF einen neuen Erdkampfbomber an, dieser erhielt die Bezeichnung XA-45. Im nachfolgenden Jahr wurde die „A“ (ground attack)-Klassifikation fallen gelassen und dafür ein mittlerer Strahlkampfbomber namens XB-51 gefordert.

Die XB-51 flog erstmals am 28. Oktober 1949 und war mit drei Strahltriebwerken vom Typ General Electric J47 ausgestattet, die sehr ungewöhnlich angebracht waren. Zwei der Triebwerke saßen dicht unter dem Vorderrumpf, das dritte war als Hecktriebwerk installiert. Die Maschine wies um 35° gepfeilte Tragflächen mit einer negativen V-Stellung von 6° auf. Die Anstellung der Tragflächen konnte verändert werden, an Stelle von Querrudern hatte die XB-51 Spoiler. Das Tandemfahrwerk war doppelbereift und wurde in den Rumpf eingezogen. Unter den Tragflächenspitzen befanden sich daher einziehbare Stützräder. Das Fahrwerk ähnelte damit dem der Boeing B-47. Innovativ war auch der drehbare Bombenschacht. Die maximale Bombenlast betrug 4700 kg, wobei ein Teil der Bomben unter den Tragflächen getragen werden konnte. Die Maschine konnte zur Startunterstützung mit JATO-Raketen ausgerüstet werden.

Datei:Martin XB-51 landing 061026-F-1234S-010.jpg
Martin XB-51 vor der Landung

Zu Beginn des Koreakrieges 1950 suchte die USAF einen Ersatz für die Nachtbomber vom Typ Douglas A-26 Invader. Die XB-51 trat in Konkurrenz zur Avro Canada CF-100 und English Electric Canberra. Die XB-51 und die Canberra kamen in die engere Wahl. Die XB-51 war für ihre Größe sehr wendig und wesentlich schneller als die Canberra. Ihre Lastgrenze lag allerdings mit 3,67g (36 m/s²) zu niedrig und erlaubte keine zu engen Kurvenflüge. Die Reichweite der XB-51 war wesentlich geringer als die der Canberra. Die beiden Außenfahrwerke unter den Tragflächen erwiesen sich bei Alarmstarts als Hindernis. Schließlich entschied sich die USAF am 23. März 1951 für die Canberra und beschaffte eine Lizenz für 250 Maschinen, die als B-57A bezeichnet wurden. Martin verlor zwar die Ausschreibung, durfte dann aber die B-57A bauen.

Nach dem Programmabbruch wurden trotzdem weitere Flugtests mit der XB-51 durchgeführt. Der zweite Prototyp stürzte am 9. Mai 1952 bei Tiefflugübungen ab. Der erste Prototyp wurde weiter getestet. Bekannt wurde die XB-51 im Spielfilm „Einst kommt die Stunde“ (engl. Towards the Unknown) von 1956 mit dem Schauspieler William Holden als Testpilot. Am 25. März 1956 wurde die Maschine bei einem Startabbruch in El Paso total zerstört.

Technische Daten

Kenngröße Daten
Besatzung 2
Länge 25,94 m
Spannweite 16,19 m
Höhe 5,26 m
Flügelfläche 50,91 m²
Flügelstreckung 5,1
Leermasse 13.419 kg
max. Startmasse 28.330 kg
Antrieb 3 × Strahltriebwerk General Electric J47-GE-13 mit je 2.300 kg (25,89 kN) Schub
Höchstgeschwindigkeit 1.038 km/h
Reichweite 1.730 km (Kampf), 2.596 km (Überführung), 958 km (Aktionsradius)
Startstrecke 1.818 m (bei max. Startmasse)
Landestrecke 718 m
Dienstgipfelhöhe 12.620 m
Bewaffnung 8 × 20-mm-Kanone, 8 × HVAR-Rakete,
4.700 kg Bomben, davon 2.899 kg im internen Waffenschacht

Literatur

Wolfgang Mühlbauer: Martin XB-51: Die fliegende Zigarre. In: Flugzeug Classic. Nr. 10. GeraMond, 2012, ISSN 1617-0725, S. 22–28.

Weblinks

Commons: Martin XB-51 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Bomberklassifizierungen bis 1930
Leichte Bomber

LB-1 • LB-2 • XLB-3 • XLB-4 • LB-5 • LB-6 • LB-7 • LB-8 • LB-9 • LB-10 • LB-11 • XLB-12 • LB-13 • LB-14

Mittlere Bomber

XB-1 • B-2

Schwere Bomber

XHB-1 • XHB-2 • XHB-3

Bomberklassifizierungen
von 1930 bis 1962

XB-1 • B-2 • B-3 • B-4 • B-5 • B-6 • XB-7 • XB-8 • YB-9 • B-10 • YB-11 • B-12 • XB-13 • XB-14 • XB-15 • XB-16 • B-17 • B-18 • XB-19 • Y1B-20 • XB-21 • XB-22 • B-23 • B-24 • B-25 • B-26 • XB-27 • XB-28 • B-29 • XB-30 • XB-31 • B-32 • XB-33 • B-34 • YB-35 • B-36 • B-37 • XB-38 • XB-39 • X/YB-40 • XB-41 • XB-42 • XB-43 • XB-44 • B-45 • XB-46 • B-47 • XB-48 • YB-49 • B-50 • XB-51 • B-52 • XB-53 • B-54 • XB-55 • B-56 • B-57 • B-58 • XB-59 • YB-60 • B-61 • B-62 • B-63 • B-64 • B-65 • B-66 • B-67 • XB-68 • RB-69 • XB-70

Langstrecken-Bomberklassifizierungen
von 1935 bis 1936

XBLR-1 • XBLR-2 • XBLR-3

Nicht sequentielle Bezeichnungen

ZB-20 (A-20) • B-26 (A-26) • FB-111

Bomberklassifizierungen seit 1962

F117 • B-1 • B-2 • B-21

Vorlage:Klappleiste/Ende<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

XA-2 • A-3 • A-4 • A-5 • A-6 • XA-7 • A-8 • XA-9 • YA-10 • A-11 • A-12 • YA-13 • XA-14 • XA-15 • XA-16 • A-17 • A-18 • A-19 • A-20 • XA-21 • A-22 • A-23 • A-24 • A-25 • A-26 • A-27 • A-28 • A-29 • A-30 • A-31 • XA-32 • A-33 • A-34 • A-35 • A-36 • XA-37 • XA-38 • XA-39 • XA-40 • XA-41 • XA-42 • XA-43 • XA-44 • XA-45

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Zivile Baureihen:

M-130 ClipperM-156 Russian Clipper2-0-23-0-34-0-4

Militärische Baureihen:

A-15A-22A-23A-30AMB-10B-12B-26B-57BMC-3MBMSMOM2OJRMPBMP4MP5MP6MT3MT4MT5MXT6M

Versuchsreihen und abgebrochene Projekte:

Model 146X-23X-24XB-13XB-14XB-16XB-27XB-33XB-48XB-51XB-68

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