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Nahkampf (Band)

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Datei:Kolovrat - Nahkampf.jpg
Cover des Splitalbums mit Kolovrat, die beiden „A“ sind an das Symbol der SA angelehnt.

Nahkampf ist eine 1988 in Bremen gegründete Rechtsrock-Band, die dem in Deutschland verbotenen Neonazi-Netzwerk Blood & Honour nahesteht.<ref name="NgN">Artikel über „Nahkampf“ im Lexikon Rechtsextremismus von Belltower.News, abgefragt am 22. August 2013.</ref>

Bandgeschichte

Das Debütalbum Schutt & Asche erschien 1994 über Rebelles Européens.<ref>Arvid Dittmann: Die Bands und ihre Veröffentlichungen. In: Archiv der Jugendkulturen (Hrsg.): Reaktionäre Rebellen. Rechtsextreme Musik in Deutschland. Tilsner, Berlin 2001, ISBN 3-936068-04-6, S. 198.</ref> Eine Nachpressung über das Blood-&-Honour-Label ISD Records erreichte eine Auflage von 5.000 Stück.<ref>Nick Lowles: Goldesel des White Power. Searchlight, Antifaschistisches Infoblatt, Enough is Enough, rat (Hrsg.): White Noise. Rechts-Rock, Skinhead-Musik, Blood & Honour - Einblicke in die internationale Neonazi-Musik-Szene. Rechts-Rock, Skinhead-Musik, Blood & Honour – Einblicke in die internationale Neonazi-Musik-Szene. reihe antifaschistischer texte (rat) / Unrast Verlag, Hamburg / Münster 2000, ISBN 3-89771-807-3. Erste Auflage. S. 50.</ref> Von den bisher fünf veröffentlichten CDs wurden Schutt und Asche (veröffentlicht 1994) und Alarm (veröffentlicht 1999) indiziert. 2002 wurden beide Alben in entschärfter Version auf der CD Legion Condor wiederveröffentlicht.<ref>Apabiz e.V.: Verzeichnis der Rechtsrock-Bands. In: Christian Dornbusch, Jan Raabe (Hrsg.): RechtsRock. Bestandsaufnahme und Gegenstrategien. Unrast Verlag, Münster 2002, ISBN 3-89771-808-1, S. 448.</ref> Die Band veröffentlichte 2001 jeweils eine Split-CD mit der russischen Band Kolovrat (russ.: Hakenkreuz) und Schwarzer Orden, die beide bei dem Chemnitzer Label PC-Records erschienen sind. Das Lied Ein Krieger befindet sich auf der von der NPD verteilten Schulhof-CD von 2005.<ref name="NgN" /> Weitere Beteiligungen finden sich mit Taten Statt Worte auf dem Sampler Blood & Honour Volume 3 und mit Angriff ist die beste Verteidigung auf Die Deutschen kommen II (1999) sowie auf dem internationalen Sampler des Bielefelder Fanzines Unsere Welt, auf dem auch Der Stürmer und Konkwista 88 vertreten sind.<ref>Nick Lowles: Die Internationale des Hasses. In: Christian Dornbusch, Jan Raabe (Hrsg.): RechtsRock. Bestandsaufnahmen und Gegenstrategien. Unrast Verlag, Münster 2002, ISBN 3-89771-808-1, S. 241.</ref>

Der Sänger Hannes Ostendorf, der sich 1991 an einem Brandanschlag auf ein Bremer Flüchtlingsheim beteiligt hat, ist der Frontmann der Band Kategorie C – Hungrige Wölfe.<ref name="NgN" /><ref>Schriftliche Kleine Anfrage der Abgeordneten Christiane Schneider (DIE LINKE) vom 24.03.10. In: Bürgerschaft der freien und Hansestadt Hamburg, 19. Wahlperiode (Hrsg.): Drucksache 19/5756. 30. März 2010 (juramagazin.de).</ref>

Die beiden „A“ des Band-Schriftzuges sind sehr eng an das SA-Emblem angelehnt.<ref>Das sieht verboten aus. (PDF; 2,3 MB) Werder Bremen, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 22. August 2013.@1@2Vorlage:Toter Link/www.werder.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref> Am 19. September 2000 ließ der rechtsextreme Verleger Jens Pühse (Pühses Liste) das Nahkampf-Logo als Wort- und Bildmarke eintragen. Dennoch wurde das „A“ der Split-CD mit Kolovrat in verschiedenen Versandkatalogen der rechtsextremen Szene geschwärzt.<ref>Argumente e. V.: Kürzel, Codes und Klamotten. In: Christian Dornbusch, Jan Raabe (Hrsg.): RechtsRock. Bestandsaufnahmen und Gegenstrategien. Unrast Verlag, Münster 2002, ISBN 3-89771-808-1, S. 407.</ref>

Diskografie

  • 1989: Kämpfen wir wie sie (Demo, indiziert<ref>BAnz. Nr. 81 vom 28. August 2009.</ref>)
  • 1994: Schutt und Asche (indiziert<ref>BAnz. Nr. 164 vom 31. August 1995.</ref><ref>Folgeindizierung: BAnz AT 28.07.2020 B4</ref>)
  • 1999: Alarm (indiziert<ref>BAnz. Nr. 81 vom 28. April 2001.</ref>)
  • 2001: Nahkampf/Kolovrat (Split-CD mit Kolovrat, indiziert)
  • 2001: Ehre Freiheit Vaterland (Split-CD mit Schwarzer Orden)
  • 2002: Legion Condor
  • 2016: Kein schöner Land (indiziert<ref>BAnz AT 30.08.2019 B6</ref>)
  • 2016: Angriff (Split-LP mit Volkszorn, indiziert<ref>BAnz AT 30.12.2016 B8</ref>)
  • 2018: Totgesagte leben länger
  • 2021: 33 (Indiziert)

Einzelnachweise

<references />

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