Zum Inhalt springen

KD Avia

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 16. April 2026 um 21:33 Uhr durch imported>TaxonBot (Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
KD Avia
Das Logo der KD Avia
Eine Boeing 737-300 der KD Avia
IATA-Code: KD
ICAO-Code: KNI
Rufzeichen: KALININGRAD AIR
Gründung: 1992
Betrieb eingestellt: 2009
Sitz: Kaliningrad, RusslandDatei:Flag of Russia.svg Russland
Drehkreuz: Kaliningrad-Chrabrowo
Heimatflughafen: Kaliningrad-Chrabrowo
Unternehmensform: Aktiengesellschaft
Flottenstärke: 18 (+ 3 Bestellungen)
Ziele: national und international
KD Avia hat den Betrieb 2009 eingestellt. Die kursiv gesetzten Angaben beziehen sich auf den letzten Stand vor Einstellung des Betriebes.

KD Avia ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) war eine private russische Fluggesellschaft mit Sitz in Kaliningrad und Basis am von ihr betriebenen Flughafen Kaliningrad-Chrabrowo. Zum 14. September 2009 wurde der überschuldeten Fluggesellschaft ihre Betriebslizenz entzogen.

Geschichte

Die Aktiengesellschaft ging 2002 aus dem Staatsunternehmen Kaliningrad Avia hervor. Im Juni 2005 erhielt sie ihren heutigen Namen. Der russische Staat hielt an dem Unternehmen eine Aktienmehrheit von 60 %, die restlichen Anteile hielten die eigenen Mitarbeiter.<ref>http://www.duesseldorf-international.de/dus/news_detail5/, 5. Juni 2007</ref>

Im Juni 2005 wurde die letzte russische Maschine stillgelegt, bis dahin bestand die Flotte aus bis zu zehn Tu-134 und zwei Tu-154.

2006 geriet die Gesellschaft in die Schlagzeilen wegen einer Überprüfung der russischen Staatsanwaltschaft bezüglich der Preispolitik und Flugsicherheit der Airline.

KD Avia gab zur ILA 2008 bekannt, dass sie eine Absichtserklärung für 25 Airbus A319 unterzeichnet hat.<ref>derstandard.at: Russische KD Avia mit Großauftrag für Airbus 29. Mai 2008</ref> Im selben Jahr geriet die Fluggesellschaft in finanzielle Schwierigkeiten. Ein Teil der Aktien ging in das Eigentum einer Petersburger Gläubigerbank über<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Königsberger Express vom 29. Januar 2009 (Memento des Vorlage:IconExternal vom 13. Januar 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.koenigsberger-express.com</ref>. Die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise in der zweiten Jahreshälfte 2008 hat die Probleme noch verschärft: Passagier- und Frachtaufkommen sind deutlich geschrumpft.

Am 11. März 2009 stelle die Fluggesellschaft zum ersten Mal den Linienbetrieb ein. Mehrfach habe sich das Unternehmen wegen seiner finanziellen Probleme an die Behörden gewandt. „Aber faktisch haben wir keinerlei reale Unterstützung bekommen. Die Airline hat ihre Möglichkeiten, die operative Tätigkeit zu finanzieren ausgeschöpft“, so die Pressesprecherin Jelena Penkowa.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.kaliningrad.aktuell.ruKaliningrad Avia macht wegen Schulden dicht, Artikel auf kaliningrad.aktuell.ru vom 11. März 2009 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im September 2025. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot, abgerufen am 11. März 2009</ref> Nach Angaben der russischen Website der Fluggesellschaft selbst lief der Flugbetrieb seit dem 13. März 2009 nach Bereitstellung von Hilfe durch die Regierung jedoch weiter.<ref>Pressemitteilung der KDAvia vom 13. März 2009</ref> Das dauerhafte Überleben der Fluggesellschaft war trotz dieser Hilfe aufgrund der Überschuldung jedoch nicht gesichert.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Königsberger Express vom 31. März 2009 (Memento des Vorlage:IconExternal vom 4. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.koenigsberger-express.com</ref>

Am 1. September 2009 stellte KD Avia erneut wegen Überschuldung den Ticketverkauf ein und die russische Luftfahrtbehörde entzog die Betriebslizenz zum 14. September 2009. Seit diesem Datum darf KD Avia keine kommerziellen Flüge mehr durchführen.<ref>aktuell.ru: Kaliningrad: KD Avia büßt seine Fluglizenz ein 4. September 2009</ref> Zuvor hatte KD Avia seit dem 4. September alle Flüge bis auf einzelne nach Moskau und Kiew eingestellt.<ref>kdavia.ru: offizielle Erklärung der Fluggesellschaft (russisch) 9. September 2009</ref>

Es bestand die Absicht einer Neugründung, der Linienbetrieb sollte im Juni 2011 aufgenommen werden, was jedoch nicht geschehen ist. Derzeit ist man auf der Suche nach Aktionären, die das nötige Kapital zur Verfügung stellen. Kaliningrad soll in ähnlicher Weise, wie das bei KD Avia der Fall war, zum Drehkreuz zwischen Russland und den anderen europäischen Staaten werden. Geplant ist der Einsatz von Flugzeugen der Airbus-A320- oder Boeing-737-Familie.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Website der neuen Narod Avia (Memento des Vorlage:IconExternal vom 7. Oktober 2010 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.narodavia.ru</ref>

Ziele

Im Liniendienst verband KD Avia Kaliningrad mit Moskau und Sankt Petersburg. Im Dezember 2005 wurde der Liniendienst von Kaliningrad nach Berlin-Tegel aufgenommen. Seit dem 15. Juni 2007 wurden mehrfach wöchentlich, zu einigen der Ziele täglich, Direktflüge nach Amsterdam, Berlin, Hamburg, Hannover, Düsseldorf, Wien und München von Kaliningrad angeboten. Die Gesellschaft verfolgte dabei das Konzept, den Flughafen Kaliningrad in Chrabrowo zum Drehkreuz für Flugziele in Europa auf der einen Seite und Flugziele in den GUS-Staaten auf der anderen Seite zu machen. Für Flugreisende aus Westeuropa war das attraktiv, weil zu der Zeit zahlreiche russische Flugziele der KD Avia nur von wenigen europäischen Flughäfen aus im Linienverkehr direkt angeflogen wurden und das Umsteigen in Moskau oftmals sehr unbequem und aufwändig war.

Flotte

Datei:Kd-avia-boeing.jpg
Eine Boeing 737-300 der KD Avia

(Stand: Oktober 2007, vor Einstellung des Flugbetriebs)<ref name="aerotransport KD">aerotransport.org: KD Avia Flotte 16. Oktober 2007</ref>

Bestellungen<ref name="aerotransport KD"/>
  • 03 Boeing 737-300

Zwischenfälle

Am Morgen des 2. Oktober 2008 ließen sich bei der aus Barcelona kommenden Boeing 737-300 mit dem Kennzeichen EI-DON die Hauptfahrwerke vor der Landung in Kaliningrad nicht mehr ausfahren. Der Besatzung gelang eine Bruchlandung, bei der nur wenige der 144 Passagiere leicht verletzt wurden. Das Flugzeug wurde irreparabel beschädigt.<ref>vgl. Aero 12/2008, S. 60</ref>

Siehe auch

Weblinks

Commons: KD Avia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />