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Zeaxanthin

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Strukturformel
Struktur von Zeaxanthin
Allgemeines
Name Zeaxanthin
Andere Namen
Summenformel C40H56O2
Kurzbeschreibung

orangegelbe Kristalle von stahlblauem, metallischem Glanz<ref name=roempp>Eintrag zu Zeaxanthin. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 205-636-4
ECHA-InfoCard 100.005.125
PubChem 5280899
DrugBank DB11176
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 568,89 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

215 °C<ref name=roempp/>

Löslichkeit
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="Sigma">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>
keine GHS-Piktogramme

H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze<ref name="Sigma" />
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Zeaxanthin ist ein natürlicher, orangegelber Farbstoff, der in Pflanzen und Tieren bei Reaktionen auf Lichtstrahlung eine Rolle spielt. Chemisch ist Zeaxanthin ein Xanthophyll, ein sauerstoffhaltiges Carotinoid („oxidiertes β-Carotin“). Die Substanz ist als E 161h in der EU als Futtermittelzusatzstoff zugelassen.

Vorkommen

Datei:VegCorn.jpg
Maiskolben
Datei:Canary.jpg
Gelber Kanarienvogel

Natürlich kommt Zeaxanthin als gelber Farbstoff in Maiskörnern, Spinat, Eigelb und vielen Gemüsearten vor. Weiterhin findet man Zeaxanthin in den gelben Federn von Kanarienvögeln.<ref name="Buddrus">Joachim Buddrus, Bernd Schmidt: Grundlagen der Organischen Chemie, 5. Auflage, de Gruyter Verlag, Berlin, 2015, S. 843, ISBN 978-3-11-030559-3.</ref>

Gewinnung und Darstellung

Zeaxanthin kommt zwar in einigen Pflanzen vor, wird aber für medizinische Zwecke und als Lebensmittelfarbstoff auch synthetisch hergestellt.

Eigenschaften

Chemische Eigenschaften

Zeaxanthin gehört zur Gruppe der Xanthophylle, die eine Gruppe der Carotinoide sind. Die Verbindung ist schwer löslich in Petrolether und Wasser (< 1 mg/l bei 20 °C), jedoch löslich in Methanol, Essigsäureethylester und Chloroform. Zeaxanthin besitzt strukturelle Ähnlichkeit zu Carotinen wie Beta-Carotin.

Isomerie

Zeaxanthin besitzt zwei Chiralitätszentren und drei Isomere:

  • (3R,3′R)-Zeaxanthin
  • (3S,3′S)-Zeaxanthin und
  • meso-Zeaxanthin.

Das (3R,3′R)-Isomer kommt in der Natur am häufigsten vor. Das zweithäufigste Isomer ist meso-Zeaxanthin.

Verwendung

Zeaxanthin findet Verwendung als:

  • Inhaltsstoff in Präparaten zur diätetischen Behandlung der altersbedingten Makuladegeneration
  • für Tierfuttermittel (Vormischungen, Futtermischungen)

Biologische Bedeutung

Zeaxanthin kommt zusammen mit seinem Isomer Lutein als Pigment in der Retina vor, besonders im Gelben Fleck (Macula lutea), und schützt die Netzhaut als Filter vor zu hoher Lichteinstrahlung. In letzter Zeit gewinnt Zeaxanthin in der Medizin zunehmend an Interesse, da es möglicherweise bei bestimmten Formen von retinalen Degenerationen, insbesondere bei der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD), eine schützende Wirkung besitzen könnte, die auf der antioxidativen Wirkung der Verbindung beruht.

In Pflanzen spielt Zeaxanthin eine wichtige Rolle bei der Umwandlung von Licht in Wärme, damit die Pflanze bei hoher Strahlungsintensität keinen Schaden nimmt (Xanthophyllzyklus).

Fertigpräparate

z. B.: Avilut, Ocuvite, Augenfit Kapseln usw.

Weblinks

Einzelnachweise

<references> <ref name="Futtermittel">Register of Feed Additives pursuant to Regulation (EC) No 1831/2003. (pdf) Annex I: List of additives. In: Europäische Kommission. European Union, 2021, S. 107, abgerufen am 21. November 2021.</ref> </references>