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Oberleutnant

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Der Oberleutnant ist ein Dienstgrad der Bundeswehr, des Bundesheeres, der Schweizer Armee sowie früherer Streitkräfte. In Österreich ist Oberleutnant auch eine Bezeichnung für bestimmte Verwendungen in Bundespolizei und Justizwache. In vielen anderen Streitkräften gibt es vergleichbare, teils ähnlich lautende Dienstgrade.

Bundeswehr

Oberleutnant
Dienstgradabzeichen auf der Schulterklappe der Jacke des Dienstanzuges für Heeresuniformträger der Panzertruppe. Dienstgradabzeichen auf der Schulterklappe der Jacke des Dienstanzuges für Luftwaffenuniformträger.
Dienstgradabzeichen<ref name="ZDV2008">Hartmut Bagger, Führungsstab der Streitkräfte I 3, Bundesministerium der Verteidigung (Hrsg.): ZDv 37/10. Anzugordnung für die Soldaten der Bundeswehr. Bonn 16. Juli 2008, 4 Kennzeichnungen, S. 539 (dmb-lv-westfalen.de [PDF; 3,5 MB] Neudruck Oktober 2008 ersetzt Erstausgabe von Juli 1996).</ref><ref group="A">Links: Dienstgradabzeichen auf der Schulterklappe der Jacke des Dienstanzuges für Heeresuniformträger der Panzertruppe. Rechts: Dienstgradabzeichen auf der Schulterklappe der Jacke des Dienstanzuges für Luftwaffenuniformträger.</ref>
Dienstgradgruppe Leutnante<ref name="SG">Der Bundesminister der Verteidigung (Hrsg.): ZDv 14/5. Soldatengesetz. DSK AV110100174, Änderungsstand 17. Juli 2008. Bonn 21. August 1978, Dienstgradbezeichnungen in der Bundeswehr, S. B 185 (nicht zu verwechseln mit dem Gesetz über die Rechtsstellung der Soldaten (Soldatengesetz)).</ref>
NATO-Rangcode OF-1<ref name="STANAG"></ref>
Dienstgrad Heer/Luftwaffe Oberleutnant
Dienstgrad Marine Oberleutnant zur See<ref name="BPräsUnifAnO">Der Bundespräsident (Hrsg.): Anordnung des Bundespräsidenten über die Dienstgradbezeichnungen und die Uniform der Soldaten. BPräsUnifAnO. 14. Juli 1978 (gesetze-im-internet.de [PDF] Anordnung des Bundespräsidenten über die Dienstgradbezeichnungen und die Uniform der Soldaten vom 14. Juli 1978 (BGBl. I S. 1067), die zuletzt durch Artikel 1 der Anordnung vom 31. Mai 1996 (BGBl. I S. 746) geändert worden ist).</ref>
Abkürzung (in Listen) OLt (OL)<ref name="Abkrz">Bundesminister der Verteidigung; Führungsstab der Streitkräfte IV 1 (Hrsg.): Abkürzungen für den Gebrauch in der Bundeswehr – Deutsche Abkürzungen – ZDv 64/10. Bonn 19. Januar 1979 (pingwins.ucoz.de [PDF] Stand 17. September 1999).</ref>
Besoldungsgruppe A 10 nach BBesO<ref name="BBesO">Anlage I (zu § 20 Absatz 2 Satz 1) Bundesbesoldungsordnungen A und B. (gesetze-im-internet.de [abgerufen am 25. März 2014] Bundesbesoldungsordnungen (BBesO) gelten nur für Berufs- und Zeitsoldaten und sind Anlage zum Bundesbesoldungsgesetz (BBesG)).</ref>

Der Dienstgrad Oberleutnant wird mit der Anordnung des Bundespräsidenten über die Dienstgradbezeichnungen und die Uniform der Soldaten<ref name="BPräsUnifAnO" /> auf der Grundlage des Soldatengesetzes<ref>Der Bundesminister der Verteidigung (Hrsg.): Gesetz über die Rechtsstellung der Soldaten (Soldatengesetz – SG). Bonn 19. März 1956, § 4 Abs. 3 (2) – (gesetze-im-internet.de [PDF; abgerufen am 25. März 2014] Neugefasst durch Bek. v. 30. Mai 2005 I 1482. Zuletzt geändert durch Art. 1 G v. 8. April 2013 I 730).</ref> festgesetzt.

Befehlsbefugnis und Dienststellungen

In der Bundeswehr ist der Oberleutnant ein Offiziersdienstgrad,<ref name="BPräsUnifAnO" /> der gemäß der Zentralen Dienstvorschrift (ZDv) A-1420/24 „Dienstgrade und Dienstgradgruppen“ zur Dienstgradgruppe der Leutnante zählt. Aufgrund der Zugehörigkeit zur Dienstgradgruppe der Leutnante können Oberleutnante auf Grundlage des § 4 („Vorgesetztenverhältnis auf Grund des Dienstgrades“) der Vorgesetztenverordnung innerhalb der dort gesetzten Grenzen Soldaten der Dienstgradgruppen Mannschaften und Unteroffizieren ohne und mit Portepee Befehle erteilen.<ref name="SGA12">Der Bundesminister der Verteidigung (Hrsg.): ZDv 14/5. Soldatengesetz. DSK AV110100174, Änderungsstand 17. Juli 2008. Bonn 21. August 1978, Die Vorgesetztenverordnung, S. A 12 1 (nicht zu verwechseln mit dem Verordnung über die Regelung des militärischen Vorgesetztenverhältnisses (Vorgesetztenverordnung – VorgV)).</ref><ref name="VorgV4">Bundesminister für Verteidigung (Hrsg.): Verordnung über die Regelung des militärischen Vorgesetztenverhältnisses (Vorgesetztenverordnung – VorgV). 4. Juni 1956, § 4 (gesetze-im-internet.de [abgerufen am 25. März 2014] Zuletzt geändert durch Art. 1 Nr. 2 V v. 7. Oktober 1981 I 1129).</ref>

Oberleutnante in den Laufbahnen des Truppendienstes haben die grundlegenden Lehrgänge ihrer Truppengattung (im Heer ist der Offizierlehrgang 3 zu nennen) bereits absolviert oder absolvieren sie in den ersten Monaten als Oberleutnant und dienen dann in der Truppe häufig als militärische Führer.<ref group="A">Leutnante und Hauptleute werden daher auch als Truppenoffiziere bezeichnet, solange sie keine für Stabsoffiziere vorgesehenen Posten in Stäben „fern der Truppe“ übernehmen.</ref> Typisch sind Verwendungen als Zugführer, Kompanieeinsatzoffizier, stellvertretender Kompaniechef oder Luftfahrzeugführer. Offiziere des militärfachlichen Dienstes werden dagegen selten in den vorgenannten Verwendungen eingesetzt, am ehesten noch im Flugdienst, sondern dienen meist in Fachabteilungen auf Fachgebieten, deren Grundzüge sie häufig bereits aus ihrer Zeit als Unteroffiziere kennen. Diese Oberleutnante beschäftigen sich dort beispielsweise mit Fachfragen der Rüstungs-, Logistik- und Personalplanung, der Materialerprobung, Verfahren der Materialerhaltung oder planen und Überwachen den Flugdienst. Aufgrund dieser und ähnlicher Dienststellungen können Oberleutnante in den in der Vorgesetztenverordnung aufgezählten Fällen allen dienstlich oder fachlich unterstellten Soldaten Befehle erteilen.<ref name="SGA12" /><ref name="VorgV">Bundesminister für Verteidigung (Hrsg.): Verordnung über die Regelung des militärischen Vorgesetztenverhältnisses (Vorgesetztenverordnung – VorgV). 4. Juni 1956 (gesetze-im-internet.de [abgerufen am 25. März 2014] Zuletzt geändert durch Art. 1 Nr. 2 V v. 7. Oktober 1981 I 1129).</ref> Selten rücken auch bereits Oberleutnante zum Kompaniechef auf. Sie sind dann als Einheitsführer Disziplinarvorgesetzter der ihnen truppendienstlich unterstellten Soldaten gemäß Wehrdisziplinarordnung.<ref>Wehrdisziplinarordnung (WDO). In: Gesetze im Internet. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, 16. August 2001, abgerufen am 5. November 2014 (vom 16. August 2001 (BGBl. I S. 2093), die zuletzt durch Artikel 7 des Gesetzes vom 28. August 2013 (BGBl. I S. 3386) geändert worden ist).</ref>

Beförderung und Besoldung

Maßgebliche Grundlagen für die Beförderung zum Oberleutnant enthält die Soldatenlaufbahnverordnung (SLV) und ergänzend die Zentrale Dienstvorschrift (ZDv) 20/7. Zum Dienstgrad Oberleutnant können Soldaten auf Zeit, Berufssoldaten und beorderte Reservisten ernannt werden. Voraussetzung ist die Zugehörigkeit zur Laufbahngruppe der Offiziere. Der Dienstgrad kann in der Regel frühestens zwei Jahre nach Ernennung zum Offizier erreicht werden;<ref group="A">Die Zweijahresfrist gilt für Fliegendes Personal, Offiziere im Kommando Spezialkräfte, die für besondere Einsätze verwendet werden sowie für Kampfschwimmer. Für alle anderen Offiziere sieht die ZDv 20/7 eine Frist von 2½ Jahren vor.</ref> eine Einstellung mit dem Dienstgrad Oberleutnant ist mit einer der Verwendung entsprechenden Qualifikation ebenfalls möglich. Sanitäts- und Militärmusikoffizieranwärter brauchen den Dienstgrad Oberleutnant gemäß SLV nicht zu durchlaufen. Sie rücken nach der Approbation<ref group="A">Voraussetzung der Beförderung zum Stabsapotheker ist neben der Approbation als Apotheker zusätzlich die bestandene staatliche Prüfung als Lebensmittelchemiker.</ref> bzw. nach dem Kapellmeisterexamen „direkt“ vom Leutnant (Marineuniformträger: Leutnant zur See) in die Dienstgradgruppe der Hauptleute vor.<ref name="SLV">Verordnung über die Laufbahnen der Soldatinnen und Soldaten (Soldatenlaufbahnverordnung – SLV). 19. März 2002 (gesetze-im-internet.de [abgerufen am 25. März 2014] Neugefasst durch Bek. v. 19. August 2011 I 1813. Zuletzt geändert durch Art. 2 Abs. 5 G v. 8. April 2013 I 730). <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />gesetze-im-internet.de (Memento des Vorlage:IconExternal vom 1. Februar 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.gesetze-im-internet.de</ref><ref name="Anlage">Beachte auch: Anlage (zu § 3). Zuordnung der Laufbahnen der Soldatinnen und Soldaten zu den Laufbahngruppen der Mannschaften, der Unteroffiziere und der Offiziere</ref><ref name="20/7">Der Bundesminister der Verteidigung; Abteilung Personal-, Sozial- und Zentralangelegenheiten (Hrsg.): ZDv 20/7. Bestimmungen für die Beförderung und für die Einstellung, Übernahme und Zulassung von Soldatinnen und Soldaten. Bonn 27. März 2002, Art. 635 (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />reservisten.bundeswehr.de (Memento vom 26. Oktober 2014 im Internet Archive) [abgerufen am 26. März 2014] DSK AP210100187, Neudruck Januar 2008).</ref><ref group="A">ZDv 20/7 auf Grundlage § 44 der Soldatenlaufbahnverordnung (Verordnung über die Laufbahnen der Soldatinnen und Soldaten (Soldatenlaufbahnverordnung – SLV). 19. März 2002, § 44 (gesetze-im-internet.de [abgerufen am 25. März 2014] Neugefasst durch Bek. v. 19. August 2011 I 1813. Zuletzt geändert durch Art. 2 Abs. 5 G v. 8. April 2013 I 730). <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />gesetze-im-internet.de (Memento des Vorlage:IconExternal vom 7. April 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.gesetze-im-internet.de)</ref>

Ein Oberleutnant wird nach der Bundesbesoldungsordnung (BBesO) mit A 10 besoldet.<ref name="BBesO" />

Dienstgradabzeichen

<templatestyles src="Mehrere Bilder/styles.css" />

Heer
Luftwaffe
Uniformträgerbereich<ref group="A" name="Verkürzt">Aus Platzgründen verkürzte Bilduntertitel. Gemeint sind jeweils Heeresuniformträger und Luftwaffenuniformträger. Die neben der Aufschiebeschlaufe für Heeresuniformträger abgebildete jägergrüne Flachlitze deutet auf einen Soldaten der Panzergrenadiertruppe, der Infanterie oder der Spezialkräfte hin. Neben den hier auf den Schulterklappen aufgeschoben abgebildeten Aufschiebeschlaufen für die Feldbluse im fünffarbigen Flecktarnmuster gibt es noch etliche weitere Dienstgradabzeichentypen, die im Artikel →„Dienstgradabzeichen der Bundeswehr“ ausführlicher dargestellt werden.</ref><ref name="ZDV2008" />


Das Dienstgradabzeichen für Oberleutnante zeigt zwei Sterne als Schulterabzeichen.<ref name="BPräsUnifAnO" /><ref name="ZDV2008" />

Äquivalente, nach- und übergeordnete Dienstgrade

Den Dienstgrad Oberleutnant führen nur Heeres- und Luftwaffenuniformträger. Marineuniformträger derselben Rangstufe führen den Dienstgrad Oberleutnant zur See.<ref name="BPräsUnifAnO" /> In den Streitkräften der NATO ist der Oberleutnant zu allen Dienstgraden mit dem NATO-Rangcode OF-1 äquivalent.<ref name="STANAG" />

Der Oberleutnant ist gemäß ZDv 20/7 eine Rangstufe über dem rangniedrigeren Leutnant bzw. Leutnant zur See eingeordnet (erste Dienstgradbezeichnung für Heeres- und Luftwaffenuniformträger; zweite Dienstgradbezeichnung für Marineuniformträger). Eine Rangstufe höher stehen der Hauptmann, Kapitänleutnant (erste Dienstgradbezeichnung für Heeres- und Luftwaffenuniformträger; zweite Dienstgradbezeichnung für Marineuniformträger) und die äquivalenten Sanitätsoffizierdienstgrade in den nach Approbations­richtung unterschiedlich lautenden Dienstgraden Stabsarzt, Stabsapotheker und Stabsveterinär.<ref name="20/7" />

Datei:Bundeswehr Kreuz Black.svg Offizierdienstgrad
Niedrigerer Dienstgrad<ref name="SGBOX">Die äquivalenten, ranghöheren und rangniedrigeren Dienstgrade sind im Sinne der ZDv 14/5 B 185 angegeben, vgl. Der Bundesminister der Verteidigung (Hrsg.): ZDv 14/5. Soldatengesetz. DSK AV110100174, Änderungsstand 17. Juli 2008. Bonn 21. August 1978, Dienstgradbezeichnungen in der Bundeswehr, S. B 185 (Nicht zu verwechseln mit dem Gesetz über die Rechtsstellung der Soldaten (Soldatengesetz). Die in der Infobox dargestellte Reihenfolge der Dienstgrade entspricht nicht notwendigerweise einer der in der Soldatenlaufbahnverordnung vorgesehenen regelmäßig durchlaufenen Dienstgradabfolgen und auch nicht notwendigerweise der in der Vorgesetztenverordnung beschriebenen Dienstgradhierarchie im Sinne eines Vorgesetztenverhältnisses).</ref>   Höherer Dienstgrad<ref name="SGBOX"/>
Leutnant
Leutnant zur See
Oberleutnant
Oberleutnant zur See
Hauptmann
Kapitänleutnant
Stabsarzt
Stabsapotheker
Stabsveterinär

Dienstgradgruppe: MannschaftenUnteroffiziere o.P.Unteroffiziere m.P.LeutnanteHauptleuteStabsoffiziereGenerale
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Österreich, Bundesheer und Bundespolizei

Datei:Flag of Austria (state).svg
Österreichisches Bundesheer
— Oberleutnant —
Schulterstück Schulterstück Tellerkappe
Anzug 75 / 03 | Rockkragen | Tellerkappe
Dienstgradgruppe Offiziere
NATO-Rangcode OF-1a
Dienstgrad Heer/Luftwaffe Oberleutnant
Dienstgrad Marine keiner
Abkürzung (in Listen) Olt
Besoldungsgruppe ...

Auch bei der österreichischen Bundespolizei (hier: Teil des Wachkörpers) und dem Bundesheer gibt es den Dienstgrad „Oberleutnant“, der hier zur Dienstgradgruppe der Offiziere zählt. Das Dienstgradabzeichen eines Oberleutnants im österreichischen Bundesheer setzt sich aus zwei goldenen Sternen mit goldenem Rahmen zusammen.

Außerdem wird die Verwendungsbezeichnung Oberleutnant für Leitende Beamte (E1) der Exekutive in Österreich, dazu gehören Bundespolizei und Justizwache, verwendet. Da es sich bei den genannten Wachkörpern um zivile Körperschaften handelt, die lediglich nach militärischem Muster organisiert sind, handelt es sich jedoch nicht um „Polizeioffiziere“, sondern sie führen lediglich Offiziersränge als Verwendungsbezeichnung. Im Übrigen ist ein direkter Vergleich mit den Dienstgraden des Bundesheeres nicht möglich, da in der Bundespolizei Aufgaben, die im militärischen Bereich einem niedrigrangigen Offizier zukommen, von dienstführenden Beamten (E 2a), also Angehörigen der mittleren Laufbahnebene, wahrzunehmen sind.

— Oberleutnant —
(Dienstgradabzeichen)
Datei:Austria-Hungaria transparency.png Österreich-Ungarn bis 1918
  Österreich Datei:Austria Bundesadler.png
Datei:K.k. Gebirgstruppe OF1a Oberleutnant 1918.png Datei:K.k. OF1a Oberleutnant 1918.png Datei:Austria-AirForce-OF-1a Oberleutnant.png Feldanzug Bundesheer Datei:Bundespolizei Österreich Aufschubdistinktionen 2015 E1 2.pngDatei:Bundespolizei Österreich Kragendistinktionen 2015 E1 2.png
k.k. Gebirgstruppe
(Paroli)
k.u.k. Armee
(Paroli)
Luftstreitkräfte
(Rockkragen)
Bundesheer
(Feldanzug)
Bundespolizei
(Aufziehschlaufe | Kragendistintion)

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Niedrigerer Dienstgrad
Leutnant
Dienstgrad
Datei:Flag of Austria (state).svg   Oberleutnant
Höherer Dienstgrad
Hauptmann
Einordnung: RekrutenChargenUnteroffiziereOffiziere
Alle Dienstgrade auf einen Blick: Bundesheer-Dienstgrade

Schweizer Armee

Datei:Logo of Swiss Armed Forces.svg
Schweizer Armee
— Oberleutnant —
Anzug 75/03
Dienstanzug Schulterklappe
Dienstgradgruppe Subalternoffiziere
NATO-Rangcode OF-1a
Dienstgrad Heer/Luftwaffe Oberleutnant
Dienstgrad Marine keiner
Abkürzung (in Listen) Oblt
Besoldungsgruppe Fr. 19.-/pro Tag<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Sold und Erwerbsersatz (EO) (Memento vom 14. März 2023 im Internet Archive): abgerufen am 27. April 2023.</ref>

Die Beförderung zum Oberleutnant erfolgt in der Schweiz nach Armee XXI nach Absolvierung der gesamten Ausbildung zum Leutnant (inkl. des Praktischen Dienstes) und zwei Wiederholungskursen als Leutnant bzw. nach vier Gradjahren als Leutnant.<ref>Verordnung über die Militärdienstpflicht, S. 56. (PDF; 306 kB).</ref> Er hat anschließend die Funktion eines Zugführers, eines Stellvertreters des Kompaniekommandanten oder ist in einem Stab als Quartiermeister eingesetzt. In seltenen Fällen kann ein Oberleutnant auch eine Funktion als Dienstchef in einem Bataillonsstab einnehmen. Der Grad Oberleutnant ist Voraussetzung zur Weiterausbildung zum Kompaniekommandanten.

Das Dienstgradabzeichen zeigt bei der Schweizer Armee zwei 3 mm breite Streifen. In Auslandseinsätzen wird er als First Lieutenant bezeichnet (1Lt). NATO-Rangcode: OF-1a. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Niedrigerer Grad
Leutnant
Offiziersgrad
Datei:Flag of Switzerland.svg  Oberleutnant
Höherer Grad
Hauptmann
Einordnung: MannschaftenUnteroffiziereHöhere UnteroffiziereSubalternoffiziereHauptleuteStabsoffiziereHöhere StabsoffiziereOberbefehlshaber der Armee
Alle Grade auf einen Blick: Grade der Schweizer Armee

Rangäquivalent in weiteren Ländern

In der NATO hat der Oberleutnant den NATO-Rangcode OF-1. In den Streitkräften der nachstehend aufgeführten Staaten ist die Einordnung in das Ranggefüge als höchster OF1-Rang (unterhalb Hauptmann OF2) nahezu gleich oder zumindest sehr ähnlich:

Die US Army, die United States Air Force und das US Marine Corps kennen den Dienstgrad des First Lieutenant (US-Soldstufe O-2, NATO-Rangcode OF-1).

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden.Nationale Volksarmee

In Anlehnung an die sowjetischen Streitkräfte und die anderen Streitkräfte des Warschauer Pakts war in den Bewaffneten Organen der DDR der Oberleutnant der dem Leutnant folgende nächsthöhere Offiziersrang. Im Unterschied zu den NATO-Streitkräften wurden drei Offizierssterne im Dreieck angeordnet auf dem Schulterstück angebracht.

In der NVA Volksmarine hieß dieser Dienstgrad anfangs Oberleutnant zur See, der Name wurde aber später in Oberleutnant geändert.

Für Offiziere der NVA betrug die Regelstehzeit für die Beförderung vom Oberleutnant zum Hauptmann bzw. Kapitänleutnant drei Jahre. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Reichsheer, Reichswehr, Wehrmacht und Waffen-SS

Datei:Bundesarchiv Bild 101I-198-1394-22A, Russland, Oberleutnant.jpg
Oberleutnant, Russland, 1943.

In Reichsheer, Reichswehr und Wehrmacht waren Oberleutnant und Oberleutnant zur See der höchste Offiziersrang der Dienstgradgruppe der Leutnante. Im NS-Ranggefüge entsprach dieser Dienstgrad dem SS-Obersturmführer oder SA-Obersturmführer.

Dienstgrad
niedriger:
Leutnant

Deutsches ReichDatei:War ensign of Germany (1938-1945).svg
Oberleutnant
höher:
Hauptmann

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Weitere frühere deutsche Streitkräfte

Datei:Grenadier-Garde-Regiment Oberleutnant 1814.jpg
Bayrischer Oberleutnant, 1814

In einigen früheren deutschen Heeren des 19. Jahrhunderts existierte vor 1871 die Abstufung Oberleutnant (Premierlieutenant) (in der französischen Schweiz noch heute gültig) – Unterleutnant (Secondelieutenant) ohne den eigentlichen Grad „Leutnant“.

Anmerkungen

<references group="A" />

Weblinks

Wiktionary: Oberleutnant – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

<references responsive />

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