Obidoximchlorid
| Strukturformel | ||||||||||||||||
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| Datei:Obidoxime skeletal.svg | ||||||||||||||||
| Kation (Chlorid-Gegenionen nicht abgebildet) | ||||||||||||||||
| Allgemeines | ||||||||||||||||
| Freiname | Obidoximchlorid | |||||||||||||||
| Andere Namen |
1,1'-[Oxybis(methylen)]bis {4-[(E)-(hydroxyimino)methyl]pyridinium} dichlorid | |||||||||||||||
| Summenformel | C14H16Cl2N4O3 | |||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
weißer Feststoff<ref name="Sigma" /> | |||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||||||||
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| Arzneistoffangaben | ||||||||||||||||
| ATC-Code | ||||||||||||||||
| Wirkstoffklasse | ||||||||||||||||
| Eigenschaften | ||||||||||||||||
| Molare Masse | 359,21 g·mol−1(Dichlorid: C14H16Cl2N4O3) | |||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest | |||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
225 °C (Zersetzung)<ref name="MERCK_Index">The Merck Index: An Encyclopedia of Chemicals, Drugs, and Biologicals. 14. Auflage. Merck & Co., Whitehouse Station NJ 2006, ISBN 0-911910-00-X, S. 1166.</ref> | |||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||
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| Toxikologische Daten |
172 mg·kg−1 (LD50, Maus, i.m.)<ref>N. Engelhard, W. D. Erdmann: [The Interrelation of Chemical Structure and Cholinesterase Reactivating Effect in a Series of New Bis-Quaternary Pyridine-4-Aldoximes]. In: Arzneimittel-Forschung. Band 14, 1964, S. 870–875, PMID 14344127.</ref> | |||||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||||||||
Obidoximchlorid (Handelsname Toxogonin® von Merck KGaA) ist ein Antidot gegen Gifte vom Typ der Phosphor- und Phosphonsäureester. Dies können zum einen chemische Kampfstoffe wie Sarin sein oder als Pflanzenschutzmittel eingesetzte Stoffe wie Parathion (E 605). Obidoximchlorid wirkt als Acetylcholinesterase-Reaktivator, wenn dieses Enzym durch solche Acetylcholinesterase-Hemmstoffe blockiert wird.<ref>Acetylcholin-Esterase-Reaktivatoren. spektrum.de</ref>
Bei der Gabe von Obidoximchlorid kann es u. a. zu folgenden Nebenwirkungen kommen: Erkrankungen des Nervensystems (Geschmacksstörungen, Taubheitsgefühl), Herzerkrankungen (Erhöhung der Pulsfrequenz, Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen), Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts (Mundtrockenheit), Leber- und Gallenerkrankung insbesondere bei hohen Dosen, Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen (Muskelschwäche) sowie Hitzegefühl, Kälteempfinden. Klinische Studien zu den Nebenwirkungen gibt es aufgrund des Anwendungsgebietes nicht.<ref>Fachinformation zu Toxogonin. (PDF) Heyl Chemisch-pharmazeutische Fabrik GmbH & Co. KG, abgerufen am 9. März 2021.</ref>
Obidoximchlorid wird nach vorheriger oder während gleichzeitiger Gabe von Atropin verabreicht. Für Soldaten der NATO stehen beispielsweise Autoinjektoren zur Selbstinjektion in den Oberschenkel bereit, die 2 mg Atropin und 220 mg Obidoximchlorid enthalten sowie Autoinjektoren nur mit 2 mg Atropin.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Entwicklung eines zeitgemäßen ABC-Selbsthilfe-Sets für den Katastrophenschutz. ( vom 19. Januar 2017 im Internet Archive; PDF) Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.</ref> Diese Autoinjektoren stammen größtenteils von der Firma DIL Limited (vormals duphar-interfran Limited) mit Sitz in Thane (Indien).
Isomerie
Das Dichlorid mit der Summenformel C14H16Cl2N4O3 existiert in zwei ineinander umwandelbaren isomeren Formen (syn und anti) mit unterschiedlichen Schmelzpunkten:<ref name="MERCK_Index" />
- 235–236 °C (syn-Form) und
- 218–220 °C (anti-Form).<ref name="MERCK_Index" />
Einzelnachweise
<references />
- Seiten mit Skriptfehlern
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