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Safrangilbtangare

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Safrangilbtangare
Datei:Saffron finch (Sicalis flaveola) male.JPG

Safrangilbtangare (Sicalis flaveola)

Systematik
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Tangaren (Thraupidae)
Unterfamilie: Diglossinae
Gattung: Sicalis
Art: Safrangilbtangare
Wissenschaftlicher Name
Sicalis flaveola
(Linnaeus, 1766)

Die Safrangilbtangare (Sicalis flaveola) oder Safranammer ist eine Vogelart aus der Familie der Tangaren (Thraupidae), die oft als Ziervogel gehalten wird.

Merkmale

Das Männchen besitzt ein gelbes Gefieder mit dunkleren Flügeln und Schwanzspitze und orangefarbener Stirn. Das Weibchen ist entweder oberseits graubraun gefärbt, unterseits weißlich mit gelbem Brustband oder es ist eine blassere Version des Männchens. Der Gesang der Safrangilbtangare ist melodisch.

Vorkommen

Datei:Sicalis flaveola map.svg
Verbreitungsgebiet der Safrangilbtangare (grün)

Die Safrangilbtangare lebt in Savanne und Buschlandschaften außerhalb des Amazonasbeckens in Kolumbien, Venezuela, Ecuador, Peru, Brasilien und Argentinien. In Teilen Mittelamerikas und der Karibik wurde sie eingeführt.

Verhalten

Die Safrangilbtangare ist ein geselliger Vogel, der kleine Scharen bildet und am Boden nach Samen sucht.

Fortpflanzung

Die Safrangilbtangare brütet in einer Baumhöhle, im Dachgebälk eines Hauses, oder sie übernimmt ein aufgegebenes Nest eines anderen Vogels. Drei bis fünf Eier werden vom Weibchen etwa zwei Wochen lang bebrütet. Mit 14 – 17 Tagen werden die Jungvögel flügge.

Unterarten

Es sind folgende Unterarten bekannt:<ref>IOC World bird list Tanagers and allies</ref>

  • Sicalis flaveola flaveola (<templatestyles src="Person/styles.css" />Linnaeus, 1766)<ref name="linne321">Carl von Linné (1766), S. 321.</ref> kommt auf Trinidad, in Kolumbien, in Venezuela, in Guyana, in Suriname und Französisch-Guayana vor.
  • Sicalis flaveola valida <templatestyles src="Person/styles.css" />Bangs & <templatestyles src="Person/styles.css" />Penard, TE, 1921<ref name="bangs29">Outram Bangs u. a. (1921), S. 396–397.</ref> ist im westlichen und zentralen Ecuador und dem nordwestlichen Peru verbreitet.
  • Sicalis flaveola brasiliensis (<templatestyles src="Person/styles.css" />Gmelin, JF, 1789)<ref name="gmelin629">Johann Friedrich Gmelin (1789), S. 872–873.</ref> kommt im östlichen Brasilien vor.
  • Sicalis flaveola pelzelni <templatestyles src="Person/styles.css" />Sclater, PL, 1872<ref name="sclater42">Philip Lutley Sclater (1872), S. 42–43.</ref> ist im östlichen Bolivien, in Paraguay, dem südöstlichen Brasilien, dem nördlichen Argentinien und in Uruguay verbreitet.
  • Sicalis flaveola koenigi <templatestyles src="Person/styles.css" />Hoy, G, 1978<ref name="hoy2">Gunnar Arthur Höy (1978), S. 2–3.</ref> kommt im nordwestlichen Argentinien vor.

Sicalis striata <templatestyles src="Person/styles.css" />Pereyra, 1937<ref name="pereyra446">José Antonio Pereyra (1937), S. 446.</ref> wird heute als Synonym zu S. f. pelzelni betrachtet, Sicalis flaveola holti <templatestyles src="Person/styles.css" />Miller, WD, 1925<ref name="miller2">Waldron DeWitt Miller (1925), S. 254–255.</ref> als Synonym zu S. f. brasiliensis.

Etymologie und Forschungsgeschichte

Die Erstbeschreibung der Safrangilbtangare erfolgte 1766 durch Carl von Linné unter dem Namen Fringilla flaveola. Das Typusexemplar befand sich im Museum von Baron Carl De Geer (1720–1778). Das Verbreitungsgebiet kannte Linné nicht.<ref name="linne321"/> 1828 führte Friedrich Boie die neue Gattung Sicalis für S. f. brasiliensis ein.<ref name="boie324">Friedrich Boie (1828), S. 324</ref> Dieser Name leitet sich von {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) für „einen kleinen schwarzköpfigen Vogel“, ein Name der von Epicharmos, Aristoteles und andere Autoren verwendet wurde, ab.<ref>Sicalis The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling</ref> Der Artepitheton flaveola stammt von {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) ab.<ref>flaveola The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling</ref> Brasiliensis bezieht sich auf Brasilien.<ref name="gmelin629"/> Pelzelni ist August von Pelzeln<ref name="sclater42"/> gewidmet, koenigi Claus König<ref name="hoy2"/> und holti Ernest Golsan Holt (1889–1983).<ref name="miller2"/> Valida hat seinen Ursprung in {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)<ref>valida The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling</ref>, striata in {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value).<ref>striata The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling</ref> Alfred Laubmann hatte für sein Werk Die Vögel von Paraguay acht Bälge, gesammelt von Eugen Josef Robert Schuhmacher (1906–1973), Hans Krieg (1888–1970) und Michael Mathias Kiefer (1902–1980) in Puerto Casado sowie in in Puerto Sastre im Gran Chaco, zur Verfügung. Zusätzlich hatte er von Adolf Neunteufel (1909–1979) gesammelte Exemplare aus Bernalcue und der Colonie Cambychuelo erhalten. Für Paraguay nannte er die Unterart Sicalis flaveola pelzelni. In der Literatur betrachtete er in einem von Richard Otto Rohde (1855–1912) gesammelten Exemplar aus Lambaré, welches durch Hans Hermann Carl Ludwig von Berlepsch<ref name="berlepsch10">Hans Hermann Carl Ludwig von Berlepsch (1887), S. 10.</ref> beschrieben wurde, in einem von Alfredo Borelli (1858–1943) in gesammelten und von Tommaso Salvadori beschriebenes Exemplar<ref name="salvadori6">Tommaso Salvadori (1895), S. 6</ref> aus der Colonia von Pedro Risso und aus Bahía Negra, in Sapucai<ref name="oberholser146">Harry Church Oberholser (1902), S. 146.</ref> durch Harry Church Oberholser, in Puerto Bertoni<ref name="bertoni3">Arnaldo de Winkelried Bertoni (1907), S. 3.</ref>, im Departamento Alto Paraná<ref name="bertoni64">Arnaldo de Winkelried Bertoni (1914), S. 64.</ref> und in Monte Sociedad<ref name="bertoni255">Arnaldo de Winkelried Bertoni (1930), S. 255.</ref> durch Arnaldo de Winkelried Bertoni, in Ybytimi (Dorf nahe Paraguarí)<ref name="chubb636">Charles Chubb (1910), S. 636</ref> durch Charles Chubb<ref name="chubb279">Charles Chubb (1910), S. 279</ref>, in Villarica<ref name="dabbene364">Roberto Dabbene (1912), S. 364</ref> durch Roberto Dabbene, in Fort Wheeler im Chaco Boreal und Trinidad<ref name="naumburg138">Elsie Margaret Binger Naumburg (1930), S. 138</ref> durch Elsie Naumburg und in Puerto Pinasco<ref name="wetmore402">Alexander Wetmore (1926), S. 402.</ref> im Departamento Presidente Hayes durch Alexander Wetmore viele Nachweise für das Land. Zusätzlich erwähnte Laubmann Amarillo del chuý<ref name="azara151">Félix de Azara (1805), S. 479–483.</ref> von Félix de Azara als Nachweis für die Art.<ref name="laubmann138">Alfred Laubmann (1940), S. 138–139.</ref>

Literatur

Weblinks

Commons: Safrangilbtangare (Sicalis flaveola) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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