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Schrampe

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Schrampe
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(150)&title=Schrampe 52° 54′ N, 11° 27′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(150) 52° 53′ 33″ N, 11° 26′ 31″ O
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Höhe: 23 m ü. NHN
Fläche: 13,17 km²
Einwohner: 150 (31. Dez. 2023)<ref name="EW-2023" />
Bevölkerungsdichte: 11 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2010
Postleitzahl: 39619
Vorwahl: 039384
Lage von Schrampe in Sachsen-Anhalt
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Schrampe ist eine Ortschaft und ein Ortsteil der Stadt Arendsee (Altmark) im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt.<ref name="Hauptsatzung" />

Geographie

<mapframe latitude="52.892" longitude="11.445" zoom="14" width="300" height="150" align="right" />

Lage

Schrampe, ein Straßendorf, liegt am Nord- und Westufer des Arendsee im Norden der Altmark.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>

Durch die Gemarkung fließt der Landgraben Schrampe in nördliche Richtung zur Jeetze. Er ist heute der einzige Abfluss aus dem Arendsee.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref> <ref name="Gewässerstrukturkarte" />

Ortschaftsgliederung

Zur Ortschaft Schrampe gehören die beiden Ortsteile Schrampe und Zießau mit dem Wohnplatz Friedrichsmilde.<ref name="Hauptsatzung" /><ref name="OT-LSA-2013" />

Geologie

Im Südosten des Dorfes liegt Bültenberg (40 m), daneben der Pfenningsberg (39 m) mit einem Braunkohlevorkommen, im Südwesten der Fuchsberg (30 m) mit einer Sandgrube. 1½ Kilometer südlich des Dorfes beginnt ein Vorranggebiet zur Rohstoffgewinnung von Quarzsand.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref><ref name="MTB-1611" /><ref name="Top50" />

Klima

In Schrampe herrscht gemäßigtes Klima. Dieses wird von Osten vom Kontinentalklima und vom Westen vom atlantischen Seeklima beeinflusst. Der durchschnittliche Niederschlag liegt im Jahresmittel 1991–2021 für Schrampe bei 700 mm. Trockenster Monat ist der Februar mit einer Niederschlagsmenge von 45 mm, wohingegen der meiste Niederschlag im Juli mit durchschnittlich 79 mm fällt. Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei 10,3 °C. Der statistisch wärmste Monat ist der Juli mit durchschnittlichen 19,4 °C. Der Monat Januar, als kältester Monat im Jahr, weist eine Durchschnittstemperatur von 1,5 °C auf.

Schrampe 1991–2021
Klimadiagramm
JFMAMJJASOND
 
 
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22
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24
15
 
 
73
 
23
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60
 
19
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53
 
14
8
 
 
52
 
8
4
 
 
57
 
5
1
Vorlage:Farbe Temperatur (°C)   Vorlage:Farbe Niederschlag (mm)
Quelle: <ref name="climate-data.org" />
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Schrampe 1991–2021
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Mittl. Temperatur (°C) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format 10,3
Mittl. Tagesmax. (°C) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format 13,6
Mittl. Tagesmin. (°C) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format 6,9
Niederschlag (mm) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Σ Vorlage:Klimatabelle/Format
Sonnenstunden (h/d) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format
Regentage (d) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Σ Vorlage:Klimatabelle/Format
Luftfeuchtigkeit (%) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format 74,3
Quelle: <ref name="climate-data.org" />

Geschichte

Mittelalter bis 19. Jahrhundert

Im Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 wird die Mühle in Schrampe als Molendinum in Scrampe aufgeführt,<ref name="Landbuch" /> die dem Kloster Arendsee gehörte. Im Jahre 1457 wird das Dorf als Schrampe in einer Urkunde genannt, in der Markgraf Friedrich der Jüngere dem Kloster Arendsee seine Besitzungen bestätigt.<ref name="Riedel-22, S. 77" /> Weitere Nennungen sind 1541 Schram, 1687 Schrampe<ref name="HOB-12" /> und 1804 Schrampe, ein Dorf mit Wassermühle.<ref name="Bratring-1" />

Das Dorf war ursprünglich ein Sackgassendorf, das 1853 zum Straßendorf erweitert wurde.<ref name="HOB-12" /> Im 19. Jahrhundert gab es im Dorf auch eine Windmühle.

Aus der Melioration des Schrampeschen Moors entstand 1782 die Holländerei Friedrichsmilde.<ref name="Enders-2008" />

Am 26./27. Mai 1853 wurde ein Teil des Dorfes durch einen Brand zerstört. Der Brandstifter konnte ermittelt werden.<ref name="Magdeburgische Zeitung 16.06.1853" />

20. Jahrhundert bis heute

Datei:Schrampe Preussischer Rundsockelstein 2308.jpg
Gedenkstein zur Grenzöffnung 1990 an der Landesgrenze
Datei:Arendsee (Altmark) - Ruine.jpg
Ruine eines Industriebetriebes in Schrampe

Noch 1938 war ein Langdielenhaus erhalten, das als Scheune benutzt wurde. Über der Eingangstür eines Bauernhauses (Besitzer Thiede) war ein Bauernwappen der Familie Genthe gemalt.<ref name="Kunstdenkmale-Osterburg" />

Zu Anfang des 20. Jahrhunderts entstand die Bungalowsiedlung am Arendsee.

Bei der Bodenreform wurden 1945 ermittelt: 37 Besitzungen unter 100 Hektar hatten zusammen 523 Hektar, eine Gemeindebesitzung umfasste 0,4 Hektar Land. Im Jahre 1952 entstand die erste Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft, die LPG Typ III „Ernst Thälmann“.<ref name="HOB-12" />

Ab 1952 gehörte die Gemeinde zur Fünf-Kilometer-Sperrzone an der innerdeutschenen Grenze. Der Aufenthalt in der Sperrzone war genehmigungspflichtig. Die Grenze zur Bundesrepublik wurde am 9. November 1989 praktisch geöffnet. Die Sperrzone im Grenzgebiet der DDR wurde allerdings offiziell erst mit Wirkung vom 13. November 1989 vom DDR-Verteidigungsministerium aufgehoben. An diese Zeit erinnern zwei Gedenksteine.<ref name="Gleinig 2016" />

Wassermühle

Früher lag direkt im Dorf ein Mühlenteich und eine unterschlächtige Wassermühle. Aus dem Jahre 1508 ist ein Vertrag zwischen Kurfürst Joachim und dem Herzog zu Braunschweig und Lüneburg überliefert, in dem über die Wassermühle Schrampe vereinbart wurde, dass der Müller alle Jahr auf Walpurgis oder längstens zwei Tage danach bis auf Bartholomäi mit dem Mahlen aufhören und das Mühleisen den Bürgermeistern und dem Rat von Arendsee zur Verwahrung geben müsse.<ref name="Riedel B, 6, S. 216" /> Grund waren die niedrigliegenden Amts- und Privatwiesen, die durch den Wasserstau der Mühle überschwemmt wurden. Der Abfluss des Wassers aus dem Arendsee durch die Mühle führte damals durch den Mühlengraben im Dorf ins Lüneburgische bis nach Wustrow (Wendland) in die Jeetze.<ref name="MTB-1611" /><ref name="Enders-2008" />

Johann Ernst Fabri beschrieb hingegen im Jahr 1797 die Situation umgekehrt. Die Mühle wurde von einem kleinen Fluss getrieben, der sich in den Arendsee ergoss.<ref name="Fabri-1797" />

Braunkohlenabbau

Im Jahre 1866 wurde ein Antrag zur Erweiterung des Braunkohlenabbaus in Schrampe genehmigt.<ref name="AB-RB-Magdeburg-1866" /> 1889 hieß es: Im südlichsten Teile der Feldmark war in neuerer Zeit eine Braunkohlengrube, die leider hat wieder eingestellt werden müssen, weil das Wasser aus dem See zu bedeutend hineindrang.<ref name="Lemme 1889" /> Noch im 20. Jahrhundert wurde am östlichen Pfennigsberg noch Braunkohle abgebaut.

Herkunft des Ortsnamens

Heinrich Sültmann deutet den Ortsnamen 1375 Scrampe, 1541 Stram als slawisch, abgeleitet aus dem Wort „strumen“ für „Bach“ oder „Fließ“.<ref name="Kunstdenkmale-Osterburg" /><ref name="Sültmann-1937" />

Andere Ersterwähnung

Wilhelm Zahn nennt eine Ersterwähnung als Schrampe im Jahre 1208,<ref name="Zahn-1928" /> die jedoch so nicht in der Riedelschen Abschrift der Urkunde des Klosters Arendsee zu finden ist.<ref name="Riedel-17, S. 2" />

Archäologie

Im Januar 1905 wurden bei Schrampe auf dem Schmidtschen Acker mehrere Urnen gefunden, die mit Steinen umgeben und mit einer Platte zugedeckt waren. In einer fand sich ein „Haarpfeil“, vermutlich eine Nadel.<ref name="Stendaler Beiträge II" />

Um 1934 wurden südlich von Schrampe an der Weggabelung Kläden–Arendsee beim Tiefpflügen vorgeschichtliche Urnen- und Brandschüttungsgräber zerstört. Zwei Urnen mit Inhalt aus der älteren Eisenzeit konnten sichergestellt werden.<ref name="Stendaler Beiträge VI" />

Eingemeindungen

Bis 1807 gehörte das Dorf zum Arendseeischen Kreis der Mark Brandenburg in der Altmark. Danach lag es ab 1807 bis 1813 im Kanton Arendsee auf dem Territorium des napoleonischen Königreichs Westphalen. Ab 1816 gehört die Gemeinde zum Kreis Osterburg, dem späteren Landkreis Osterburg in der preußischen Provinz Sachsen.<ref name="HOB-12" />

Am 25. Juli 1952 wurde die Gemeinde Schrampe in den Kreis Seehausen umgegliedert. Am 2. Juli 1965 erfolgte die Umgliederung in den Kreis Osterburg. Am 1. Januar 1974 wurde die Gemeinde Zießau aus dem Kreis Osterburg in die Gemeinde Schrampe eingemeindet.<ref name="Metzler-Poeschel" />

Durch einen Gebietsänderungsvertrag beschloss der Gemeinderat von Schrampe am 18. Mai 2009, dass die Gemeinde in die Stadt Arendsee (Altmark) eingemeindet wird. Dieser Vertrag wurde vom Landkreis als unterer Kommunalaufsichtsbehörde genehmigt und trat am 1. Januar 2010 in Kraft.<ref name="AB-SAW 2009-08" /><ref name="Destatis" />

Nach Eingemeindung der bisher selbständigen Gemeinde wurde diese ein Ortsteil der Stadt Arendsee (Altmark). Für die Gemeinde wurde die Ortsverfassung nach den §§ 86 ff. Gemeindeordnung Sachsen-Anhalt eingeführt. Aus der Gemeinde mit den Ortsteilen Schrampe und Zießau entstand eine Ortschaft der aufnehmenden Stadt Arendsee (Altmark). In der Ortschaft wurde ein Ortschaftsrat mit fünf Mitgliedern einschließlich Ortsbürgermeister gebildet.

Einwohnerentwicklung

Gemeinde

Jahr Einwohner
1734 113
1774 059
1789 088
1798 081
1801 088
1818 074
1840 135
1864 151
1871 139
1885 172
1892 [00]161<ref name="Zahn-1928" />
Jahr Einwohner
1895 148
1900 [00]160<ref name="Zahn-1928" />
1905 129
1910 [00]176<ref name="Zahn-1928" />
1925 206
1939 203
1946 287
1964 226
1971 243
1981 334
1985 [00]315<ref name="EW-1964-2007" />
Jahr Einwohner
1990 [00]304<ref name="EW-1964-2007" />
1993 309
1995 [00]300<ref name="EW-1964-2007" />
1998 [00]300<ref name="EW-1964-2007" />
2000 [00]320<ref name="EW-1964-2007" />
2002 [00]303<ref name="EW-1964-2007" />
2005 [00]300<ref name="EW-1964-2007" />
2006 [00]313<ref name="EW-1964-2007" />
2007 [00]308<ref name="EW-1964-2007" />
2008 [00]300<ref name="EW-LSA" />
2009 [00]307<ref name="EW-LSA" />

Quelle, wenn nicht angegeben, bis 1993<ref name="HOB-12" />

Ortsteil

Jahr Einwohner
2011 136
2012 130
2013 127
2014 132
2015 130
2016 129
Jahr Einwohner
2017 133
2020 [00]141<ref name="EW-2021" />
2021 [00]146<ref name="EW-2021" />
2022 [0]146<ref name="EW-2023" />
2023 [0]150<ref name="EW-2023" />

Quelle, wenn nicht angegeben, ab 2011 bis 2017<ref name="EW-2011-2017" />

Religion

Die evangelischen Christen aus Schrampe gehörten früher zur Pfarrei Arendsee<ref name="Almanach1903" /> und heute zum Kirchspiel „Am Arendsee“ im Pfarrbereich Arendsee im Kirchenkreis Stendal im Bischofssprengel Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.<ref name="Pfarrbereich" />

Politik

Ortsbürgermeister

Philipp Fölsch ist Ortsbürgermeister der Ortschaft Schrampe.<ref name="OR" /> Der letzte Bürgermeister der Gemeinde war Arno Ungefroren.<ref name="AB-SAW 2009-08" />

Ortschaftsrat

Die Ortschaftsratswahl am 9. Juni 2024 lieferte die folgende Sitzverteilung:<ref name="Wahl-2024" />

  • 4 Sitze Wählergemeinschaft Schrampe/Zießau
  • 1 Sitz Die Linke

Gewählt wurden nur Männer. Die Wahlbeteiligung betrug 78,99 Prozent.<ref name="Wahl-2024" />

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Datei:Schrampe Preussischer Rundsockelstein 2307.jpg
Gedenkstein zur Sperrzone am Ortseingang
  • Am Ortseingang von Schrampe steht ein Gedenkstein mit der Inschrift 5 km Sperrzone zur BRD, der daran erinnert, dass das Dorf von 1952 bis zum November 1989 zur 5-km-Sperrzone an der innerdeutschen Grenze gehörte.<ref name="Gleinig 2016" />
  • Der Ortsfriedhof liegt am südöstlichen Ortseingang.
  • Am Friedhof steht ein Denkmal für die Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkrieges, ein Steindenkmal mit einem Eisernen Kreuz.<ref name="Denkmalprojekt" />


Verkehr

Durch das Dorf führt der Iron Curtain Trail, der als EV13 zu den bedeutendsten Fernradwegen in Europa (EuroVelo) zählt, sowie die regionale Radroute Altmarkrundkurs und die Landesstraße L5 zur Bundesstraße 190 nach Süden.

Sagen aus Schrampe über den Mehlberg

Zwischen Schrampe und Kläden gibt es mehrere Stellen mit besonders feinem, weißen Sand. Eine dieser Sanddünen trug früher den Namen Mehlberg.

Beckmann berichtete 1751: Auf der westlichen Seite des Arendsees beim Dorf Schrampe liegt ein weißer Berg, der aus sehr feinem mit weißen Spatflinkern vermischtem Sand besteht und allgemein der Mehlberg genannt wird. Der Sage nach haben in teuren Zeiten arme Leute aus diesem Berg einst Mehl genommen und daraus Brot gebacken.<ref name="Beckmann-1" /> Albrecht Ritter schrieb dazu 1744, dass die armen Leute das Brot und ohne Schaden hätten essen können. Die Reichen hingegen konnten es weder essen noch verdauen, sie wäre dran gestorben.<ref name="Ritter 1744" /> So ähnlich schildert es auch die Sage „Der Mehlberg am Arendsee“, die Jodocus Temme 1839 veröffentlichte.<ref name="Temme 1839" /> Bei Johann Ernst Fabri ist der weiße Sand auch noch mit vielen versteinerten Holzstücken vermischt.<ref name="Fabri-1797" />

Hanns H. F. Schmidt überlieferte 1994 eine andere Version. Im Dreißigjährigen Krieg kam ein Söldnerhaufen nach Schrampe und verlangte zwei Dutzend Sack Mehl. Der Schulze bat um Aufschub für eine Nacht, um die Mehlvorräte zusammenzuholen. Mit einigen mutigen Männern füllte er unbemerkt beim Mehlberg die Säcke mit weißem Sand und streute etwas Mehl darüber. Am nächsten Morgen luden die Söldner die Säcke auf ihre Pferde und Wagen und zogen weiter. Die Schramper versteckten sich zur Sicherheit sofort im Wald, aber die Betrogenen kehrten nicht zurück.<ref name="Schmidt-Sagen-T2" />

Literatur

Weblinks

Commons: Schrampe – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

<references> <ref name="climate-data.org"> Daten des ECMWF, aufbereitet aus Wetterdaten des Copernicus Climate Change Service im Zeitraum 1991–2021 (Temperatur, Niederschlag) und 1999–2019 (Sonnenstunden) durch Alexander Merkel: Klima Schrampe. In: Climate-Data.org. Abgerufen am 24. Juli 2022. </ref>

<ref name="AB-RB-Magdeburg-1866"> Regierungsbezirk Magdeburg (Hrsg.): Amtsblatt der Regierung zu Magdeburg. 1866, ZDB-ID 3766-7, S. 373, 1114 Verleihungsurkunde (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D%7B%7B%7B1%7D%7D%7D~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A10014887~SZ%3D00435~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D). </ref>

<ref name="AB-SAW 2009-08"> Gebietsänderungsvertrag - Eingemeindung der Gemeinde Schrampe in die Stadt Arendsee (Altmark) mit Genehmigung des Altmarkkreises Salzwedel vom 12. August 2009. In: Altmarkkreis Salzwedel (Hrsg.): Amtsblatt Altmarkkreis Salzwedel. 15. Jahrgang, Nr. 9, 26. August 2009, S. 238–241 (altmarkkreis-salzwedel.de [PDF; 308 kB; abgerufen am 18. April 2022]). </ref>

<ref name="Almanach1903"> Vorlage:PfarrAlmanachProvinzSachsen1903 </ref>

<ref name="Beckmann-1"> Johann Christoph Becmann, Bernhard Ludwig Beckmann: Historische Beschreibung der Chur und Mark Brandenburg. Band 1. Berlin 1751, 3. Teil, III. Kapitel, Spalte 888 (uni-potsdam.de). </ref>

<ref name="Bratring-1"> Friedrich Wilhelm August Bratring: Statistisch-topographische Beschreibung der gesammten Mark Brandenburg. Für Statistiker, Geschäftsmänner, besonders für Kameralisten. Band 1. Berlin 1804, S. 348 (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D%7B%7B%7B1%7D%7D%7D~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A10000735~SZ%3D00370~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D). </ref>

<ref name="Destatis"> StBA: Gebietsänderungen vom 01. Januar bis 31. Dezember 2010 </ref>

<ref name="Denkmalprojekt"> Schrampe, Stadt Arendsee, Altmarkkreis Salzwedel. In: denkmalprojekt.org. Onlineprojekt Gefallenendenkmäler, 1. Juli 2014, abgerufen am 1. Oktober 2022. </ref>

<ref name="EW-1964-2007"> Bevölkerung und Erwerbstätigkeit. Bevölkerung der Gemeinden nach Kreisen 1964 – 2007 (= Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt [Hrsg.]: Statistische Berichte / A / I / 103). Halle (Saale) Februar 2009 (statistischebibliothek.de [PDF]). </ref>

<ref name="EW-2011-2017"> Einheitsgemeinde Stadt Arendsee (Altmark) (Hrsg.): Einwohnerdaten der Jahre 2011 bis 2017. 12. Januar 2018. </ref>

<ref name="EW-2021"> Christian Ziems: Arendsee im Aufwind. In: Salzwedeler Volksstimme, Jeetze-Kurier Salzwedel. 5. Januar 2022, DNB 954815971, S. 18. </ref>

<ref name="EW-2023"> Christian Ziems: Arendsee verliert über 100 Einwohner. In: Salzwedeler Volksstimme, Jeetze-Kurier Salzwedel. 25. Januar 2024, DNB 954815971, S. 16. </ref>

<ref name="EW-LSA"> Bevölkerung der Gemeinden (= Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt [Hrsg.]: Statistische Berichte / A / I / A / II / A / III / 102). Halle (Saale) – (statistischebibliothek.de). (Jahr anklicken) </ref>

<ref name="Enders-2008"> Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830515043 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an. </ref>

<ref name="Fabri-1797"> Johann Ernst Fabri: Beiträge zur Altmark, die Amtsstadt Arendsee (= Beyträge zur Geographie, Geschichte und Staatenkunde. Band 2). Raspesche Buchhandlung, Nürnberg 1797, S. 503–504, 11. Schrampe (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D%7B%7B%7B1%7D%7D%7D~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A10429204~SZ%3D00539~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D). </ref>

<ref name="Gewässerstrukturkarte"> Gewässerstrukturkarte Sachsen-Anhalt. Erweiterte Ausgabe 2004. Abgerufen am 19. Januar 2018. </ref>

<ref name="Gleinig 2016"> Ruth Gleinig: Orte des Erinnerns – Gedenkzeichen, Gedenkstätten und Museen zur Diktatur in SBZ und DDR. Hrsg.: Anna Kaminsky. Christoph Links, 2016, DNB 1071212931, S. 507. </ref>

<ref name="Hauptsatzung"> Hauptsatzung der Stadt Arendsee (Altmark). 21. Dezember 2022 (arendsee.info [PDF; abgerufen am 14. August 2024]). </ref>

<ref name="HOB-12"> Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an. </ref>

<ref name="Kunstdenkmale-Osterburg"> Ernst Haetge: Der Kreis Osterburg (= Die Kunstdenkmale der Provinz Sachsen. Band 4). Hopfer, Burg bei Magdeburg 1938, DNB 361451652, S. 288. </ref>

<ref name="Landbuch"> Johannes Schultze: Das Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 (= Brandenburgische Landbücher. Band 2). Kommissionsverlag von Gsellius, Berlin 1940, S. 391 (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />uni-potsdam.de (Memento vom 19. April 2019 im Internet Archive)). </ref>

<ref name="Lemme 1889"> C. Lemme: Der Kreis Osterburg, sonst und jetzt. Beitrag zur Belebung der Heimatskunde für Haus und Schule. Th. Schulz, Osterburg 1889, S. 54. </ref>

<ref name="Magdeburgische Zeitung 16.06.1853"> 3. Beilage zu Nr. 137. In: Magdeburgische Zeitung: Anhalter Anzeiger. 16. Juni 1853, ZDB-ID 89142-3, S. 14, Oeffentlicher Dank (Scan). </ref>

<ref name="MTB-1611"> Messtischblatt 1611: Arendsee, 1902 Arendsee. Reichsamt für Landesaufnahme, 1902, abgerufen am 7. August 2021. </ref>

<ref name="Metzler-Poeschel"> Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3824603217 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an. </ref>

<ref name="OR"> Politik – Stadt Arendsee, Ortschaftsräte. In: arendsee.info. Arendsee (Altmark), abgerufen am 15. August 2024. </ref>

<ref name="OT-LSA-2013"> Verzeichnis Gemeinden und Gemeindeteile. Gebietsstand: 1. April 2013 (= Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt [Hrsg.]: Verzeichnisse / 003. Nr. 2013). Halle (Saale) Mai 2013, S. 26–27 (destatis.de [PDF; 1,6 MB; abgerufen am 24. August 2019]). </ref>

<ref name="Pfarrbereich"> Pfarrbereich Arendsee. In: ekmd.de. Abgerufen am 27. Januar 2024. </ref>

<ref name="Ritter 1744"> Albrecht Ritter: Historisch-Physicalisches Send-Schreiben von dem in der Marck-Brandenburg belegenen merck- und wunderns-würdigen Arend-See. Sondershausen 1744, S. 11–12 (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D%7B%7B%7B1%7D%7D%7D~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A10051273~SZ%3D13~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D). </ref>

<ref name="Riedel B, 6, S. 216"> Vorlage:CodexDiplBrandenbgTeilB </ref>

<ref name="Riedel-17, S. 2"> Vorlage:CodexDiplBrandenbgTeilA </ref>

<ref name="Riedel-22, S. 77"> Vorlage:CodexDiplBrandenbgTeilA </ref>

<ref name="Schmidt-Sagen-T2"> Hanns H. F. Schmidt: Das große Sagenbuch der Altmark. Teil 2 von K wie Kleinau bis Z wie Zichtau. dr. ziethen verlag, Oschersleben 1994, ISBN 3-928703-42-0, S. 202. </ref>

<ref name="Stendaler Beiträge II"> Paul Kupka: Ein bronzezeitlicher Fund bei Demker. Hrsg.: Paul Kupka im Auftrag des Altmärkischen Museumsvereines zu Stendal (= Beiträge zur Geschichte, Landes- und Volkskunde der Altmark. Band II. Heft 2/3). 1906, ZDB-ID 212026-4, S. 79. Digitalisat</ref>

<ref name="Stendaler Beiträge VI"> Paul Kupka: Neue vorgeschichtliche Funde aus der Altmark. Hrsg.: Paul Kupka im Auftrag des Altmärkischen Museumsvereines zu Stendal (= Beiträge zur Geschichte, Landes- und Volkskunde der Altmark. Band VI., Heft 3). 1934, ZDB-ID 212026-4, S. 184. </ref>

<ref name="Sültmann-1937">nach Ernst Haetge: Heinrich Sültmann: Die Ortsnamen im Kreise Osterburg. Osterburg 1937, DNB 576599174. </ref>

<ref name="Temme 1839"> Jodocus Donatus Hubertus Temme: s:Der Mehlberg am Arendsee. In: Die Volkssagen der Altmark. Nicolaische Buchhandlung, Berlin 1839, S. 47 (Wikisource) </ref>

<ref name="Top50"> Top50-CD Sachsen-Anhalt, 1:50000, Landesamt für Landesvermessung und Geoinformation, Bundesamt für Kartographie und Geodäsie 2003 </ref>

<ref name="Wahl-2024"> Amtliches Endergebnis. Ortschaftsratswahl Schrampe vom 9. Juni 2024. In: votemanager.kdo.de. Einheitsgemeinde Stadt Arendsee (Altmark), 10. Juni 2024, abgerufen am 16. August 2024. </ref>

<ref name="Zahn-1928"> Vorlage:BibOCLC </ref> </references>

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