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Anedjti

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style="background:#Vorlage:Ägyptologie Farbe; color:inherit; padding: 0 .5em;" | Altes Reich
<hiero>D36:N35-I10-R15-U33-M17</hiero>
Anedjti / Andjeti
ˁnḏtj
Der Gott von Busiris

Anedjti (auch Andjeti) ist eine altägyptische Gottheit, die bereits im Alten Reich in den Pyramidentexten belegt ist.

Belege

In den Pyramidentexten heißt es: „Der Verstorbene hat seinen Stab vor den Achs wie Anedjti“,<ref>Pyramidentext 220c.</ref> „Horus erhält den Verstorbenen im Namen des Verstorbenen (Anedjti) am Leben“<ref>Pyramidentext 614a.</ref> und Er ist Vorsteher der östlichen Gaue.<ref>Pyramidentext 1833d.</ref> Nach der Theorie von Kurt Sethe handelt es sich bei ihm um einen vergötterten König aus der ägyptischen Frühzeit.

Er wurde hauptsächlich im neunten unterägyptischen Gau und dessen Hauptstadt Busiris (Djedu) verehrt. Vermutlich stellt ihn das Logogramm des neunten unterägyptischen Gaues, auf dem er mit Krummstab und Geißel erscheint, dar. Schon sehr bald verschmolz er allerdings mit Osiris, der dabei vermutlich Krummstab und Geißel als Herrscherinsignien übernahm. Ebenso findet sich die nach oben verjüngende konische, mit zwei Federn geschmückte Krone Anedjtis bei Osiris als Atef-Krone wieder. Auch wird Osiris in späteren Texten als „Herr von Busiris“ bezeichnet.

Im Mittleren Reich trat Anedjti gemäß einem Sargtext im Bezirk Nebet-taui des Opfergefildes Sechet-hetpu als „Osiris auf, der die Bassins überflutet“.<ref>Coffin Texts (= Sarkophagtexte) CT V.</ref> In der griechisch-römischen Zeit wurde Anedjti in den Stundenwachen der zehnten Stunde ebenfalls mit Osiris verglichen.

Siehe auch

Literatur

  • Hans Bonnet: Lexikon der ägyptischen Religionsgeschichte. De Gruyter, Berlin 2000; Lizenzausgabe: Nikol, Hamburg 2000, ISBN 3-937872-08-6, S. 38.
  • Christian Leitz u. a.: Lexikon der ägyptischen Götter und Götterbezeichnungen. Band 2 (= Orientalia Lovaniensia analecta. [OLA] Band 111). Peeters, Leuven 2002, ISBN 90-429-1147-6, S. 175–176.
  • Eberhard Otto: Anedjti. In: Wolfgang Helck (Hrsg.): Lexikon der Ägyptologie (LÄ). Band I, Harrassowitz, Wiesbaden 1975, ISBN 3-447-01670-1, Sp. 269–270.
  • Sandra Sandri: Har-Pa-Chered (Harpokrates). Die Genese eines ägyptischen Götterkindes (= Orientalia Lovaniensia analecta. Band 151). Peeters, Leuven u. a. 2006, ISBN 90-429-1761-X (Zugleich: Mainz, Universität, Dissertation, 2004).

Einzelnachweise

<references/>