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Vesser (Suhl)

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Vesser
Stadt Suhl
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(161)&title=Vesser 50° 36′ N, 10° 47′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(161) 50° 35′ 46″ N, 10° 47′ 27″ O
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Höhe: 628 (620–660) m ü. NN
Einwohner: 161 (31. Dez. 2021)<ref>Stadt Suhl: Jahresstatistik 2021. (PDF; 1 MB) Stadt Suhl, Amt für Prozessmanagement, S. 2, abgerufen am 5. November 2022.</ref>
Eingemeindung: 1. April 1994
Postleitzahl: 98528
Vorwahl: 036782
Datei:Suhl-Vesser.svg
Karte
Lage von Vesser in Suhl
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Der Ort Vesser ist ein Ortsteil von Suhl in Thüringen und liegt im Biosphärenreservat Vessertal-Thüringer Wald.

Datei:Vesser 02.jpg
Die Vesser in Vesser

Lage

Vesser liegt im Tal der Vesser mitten im Thüringer Wald südwestlich von Schmiedefeld und südöstlich der Kernstadt Suhl in einem Landschaftsschutzgebiet.

Geschichte

Der Ort wurde 900 n. Chr. das erste Mal erwähnt. Schon im Mittelalter wurde von einem Hammerwerk berichtet, das mit der Wasserkraft des Flüsschens Vesser betrieben wurde. In den folgenden Jahrhunderten ist der Bau weiterer Anlagen überliefert:

Vesser war in den Jahren 1662 und 1663 von der Hexenverfolgung betroffen. Zwei Frauen gerieten in Hexenprozesse und wurden enthauptet.<ref>Kai Lehmann: Ausstellung „Luther und die Hexen“. Bereich Vesser, Bibliothek Museum Schloss Wilhelmsburg Schmalkalden, 2012; Manfred Wilde: Die Zauberei- und Hexenprozesse in Kursachsen. Böhlau, Köln u. a. 2003, ISBN 3-412-10602-X, S. 568–592, (Zugleich: Chemnitz, Technische Universität, Habilitations-Schrift); Ronald Füssel: Die Hexenverfolgungen im Thüringer Raum (= Veröffentlichungen des Arbeitskreises für historische Hexen- und Kriminalitätsforschung in Norddeutschland. Bd. 2). DOBU-Verlag, Hamburg 2003, ISBN 3-934632-03-3, S. 240–244, S. 244 f. und 253 f., (Zugleich: Marburg, Universität, Dissertation, 2000).</ref>

Vesser war bis 1758 gemeinsam mit Schmiedefeld nach Frauenwald eingepfarrt. Als sich Schmiedefeld von der Mutterkirche in Frauenwald trennte, entfiel für die Einwohner von Vesser der Weg zur Kirche in das über eine Stunde entfernt gelegene Frauenwald. Ab nun predigte der Pfarrer von Schmiedefeld dreimal jährlich in der Kirche in Vesser und hielt dort auch die Predigt zum Kirchweihfest.

Bis 1815 gehörte der Ort zum hennebergischen bzw. kursächsischen Amt Schleusingen und gelangte dann an den Kreis Schleusingen der neugebildeten preußischen Provinz Sachsen, bei dem er bis 1945 verblieb. Am 1. April 1994 schloss sich Vesser auf mehrheitlichen Wunsch der Bevölkerung der kreisfreien Stadt Suhl an. 1999 konnte der Titel „Staatlich anerkannter Erholungsort“ erfolgreich nach den neuen Kriterien des Landes Thüringen verteidigt werden, jedoch spätestens seit 2015 war der Ort kein eigenständiger Erholungsort mehr,<ref>2015 kein Erholungsort mehr, siehe: Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft: Kur- und Erholungsorte in Thüringen. Drucksache 6/3368, Antwort auf Kleine Anfrage von Knut Korschewsky (DIE LINKE) vom 09.12.16. In: Thüringer Landtag, Parlamentsdatenbank. 27. Januar 2017, S. 15, abgerufen am 24. November 2025.</ref> während die Stadt Suhl diesen bereits seit 2013 besaß.

Wintersport

Datei:Loipengarten Vesser.jpg
Loipengarten in Vesser
Datei:Vesser 03.jpg
Natur-Sprungschanze

Durch seine reizvolle Lage inmitten von Wäldern und Bergwiesen im Biosphärenreservat Vessertal-Thüringer Wald und seine gute touristische Infrastruktur konnte sich Vesser zu einem beliebten Touristenort entwickeln. Vor allem im Winter wird jährlich ein ca. 3 Kilometer langer Loipengarten für Skilanglauf angelegt und viele Loipen im Skigebiet um den Ort werden präpariert.

Weiterhin gibt es im Ort einen kleinen Skilift sowie einen Rodelhang.

Am Waldrand befindet sich die 1950/51 erbaute Vessertalschanze (früher Walter-Ulbricht-Schanze). Sie ist die größte Natur-Sprungschanze in Deutschland, der Schanzenrekord aus dem Jahr 2002 liegt bei 99 Metern. Die Anlage ist außer Betrieb.

Sehenswürdigkeiten

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: Vesser – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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