Limski-Kanal
Der Limski-Kanal oder Lim-Kanal ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) für „Limbucht“ oder „Limski fjord“; {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) oder Canale di leme) ist ein schmaler Meeresarm an der Westküste der kroatischen Halbinsel Istrien. Die Fortsetzung in das Landesinnere bildet das Lim-Tal ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)), ein Trockental.
Lage
Das östliche Ende des Lim-Kanals liegt als schmaler Zipfel aus administrativer Sicht in den Dörfern Bubani und Jural. Von dort aus zieht sich das Gewässer knapp zehn Kilometer in westliche Richtung und erreicht eine Tiefe von 30 Meter, ehe es zwischen den Städten Vrsar und Rovinj in den Golf von Venedig, den nördlichen Teil des Adriatischen Meeres, mündet.<ref>Slobodan Hercigonja: Lim Fjord. auf www.inforovinj.com (deutsch, englisch, italienisch, kroatisch).</ref> Im Mündungsbereich erreicht er eine Breite von etwa 600 Metern.
Die Flanken der Bucht sind mit dichtem Gehölzbewuchs bedeckt.<ref name='Čulić, 96'>Dmitar Čulić: Istrien und Kvarner. Beograd 1963, S. 96.</ref>
In der Zeit des Römischen Kaiserreichs bildete der Lim-Kanal eine inneristrische Grenze zwischen den Agerterritorien von Parentium und Colonia Iulia Pollentia Herculanea.<ref>Štefan Mlakar: Die Römer in Istrien. 3. Auflage, Pula 1966, S. 48.</ref>
Geologie und Hydrographie
Nach geomorphologischen Gesichtspunkten handelt es sich beim Limski-Kanal um ein ertrunkenes Kerbtal (Rias) an einer Ingressionsküste. Ursprünglich stellte er als Ästuar die Mündung eines Flusses dar, der über den Kanal in den Golf von Venedig entwässerte. Dieser Fluss ist jedoch mittlerweile in seinem Unterlauf trockengefallen und versickert heutzutage bereits mehrere Kilometer „flussaufwärts“ im Talbereich. Im zurückgebliebenen, über Jahrmillionen in die Umgebung eingeschnittenen Lim-Tal (Limska draga), das sich an das östliche Ende des Kanals anschließt, kann man noch heute die mäandrierende Talweitung des Flusslaufs nachvollziehen.
Wirtschaft
An seinen Ufern haben sich wegen des geringen Salzgehalts und der hohen Sauerstoffkonzentration des Brackwassers mehrere Aquakulturen mit Plankton-, Fisch- und Muschelzuchten angesiedelt. Dort werden neben Austern auch Raue Venusmuscheln geerntet.<ref name='Čulić, 96' /><ref>Anonymus: Limski zaljev (Limski kanal). Eintrag in der Istarska enciklopedija auf www.istrapedia.hr (kroatisch).</ref>
Im Film
Aufgrund der optischen Ähnlichkeiten mit den skandinavischen Fjorden diente der Kanal wiederholt als Kulisse für Filme – beispielsweise für Die Wikinger (1958) und Raubzug der Wikinger (1964).<ref>Die Top 5 der tollsten Filmkulissen in Istrien. Tourismusverband Istrien, abgerufen am 13. Mai 2021.</ref>
Weblinks
- Anonymus: Limski zaljev (Limski kanal). Eintrag in der Istarska enciklopedija auf www.istrapedia.hr (kroatisch).
- Anonymus: Lim Bay – Canale di Leme: “St. Romualdo’s cavity”. auf www.smrikve.com (englisch)
Einzelnachweise
<references />
Koordinaten: 45° 7′ 59″ N, 13° 38′ 8″ O
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