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(1256) Normannia

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Asteroid
(1256) Normannia
001256-asteroid shape model (1256) Normannia.png
Berechnetes 3D-Modell von (1256) Normannia
{{{Bild2}}}
{{{Bildtext2}}}
Eigenschaften des Orbits Vorlage:Infobox Asteroid/Database
Epoche: Vorlage:JD (JD 2.461.000,5)
Orbittyp Hauptgürtelasteroid
Asteroidenfamilie
Große Halbachse 3.88823 AE
Exzentrizität 0.078524
Perihel – Aphel Vorlage:Str round AE – Vorlage:Str round AE
Perihel – Aphel  AE –  AE
Neigung der Bahnebene 4.17649 °
Länge des aufsteigenden Knotens Vorlage:Str round°
Argument der Periapsis Vorlage:Str round°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs Vorlage:Infobox Asteroid/GetDate
Siderische Umlaufperiode Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Infobox Asteroid“ ist nicht vorhanden.
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit Vorlage:Str round km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 68,2 km ± 0,5 km
Abmessungen
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo 0,05
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Infobox Asteroid“ ist nicht vorhanden.
Absolute Helligkeit Vorlage:Str round mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
D
Spektralklasse
(nach SMASSII)
Geschichte
Entdecker Karl Wilhelm Reinmuth
Datum der Entdeckung Vorlage:Infobox Asteroid/GetDate
Andere Bezeichnung 1930 KO, 1932 PD
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom Vorlage:Infobox Asteroid/Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.

Vorlage:Infobox Asteroid/Kategorien

(1256) Normannia ist ein Asteroid jenseits des äußeren Hauptgürtels, der am 8. August 1932 vom deutschen Astronomen Karl Wilhelm Reinmuth an der Landessternwarte Heidelberg-Königstuhl bei einer Helligkeit von 14,5 mag entdeckt wurde. Nachträglich konnte festgestellt werden, dass er bereits vom 25. bis 31. Mai 1930 mehrfach am Lowell-Observatorium in Arizona fotografiert worden war.

Der Asteroid ist wahrscheinlich nach den Bewohnern des Herzogtums Normandie benannt.

(1256) Normannia wird zwar zu den Hauptgürtelasteroiden gezählt, bewegt sich aber weit außerhalb der Hecuba-Lücke und ist ein Mitglied der Hilda-Gruppe. Diese bewegt sich in einer 3:2-Bahnresonanz mit dem Planeten Jupiter um die Sonne.<ref>C. E. Spratt: The Hilda group of minor planets. In: Journal of the Royal Astronomical Society of Canada. Band 83, 1989, S. 393–404, bibcode:1989JRASC..83..393S (PDF; 173 kB).</ref> Der Asteroid führt keine Libration um die Resonanzzone durch, aber bewegt sich auf einer Umlaufbahn mit geringer Exzentrizität geringfügig innerhalb derselben. Obwohl der gegenseitige Bahnabstand (Minimum orbit intersection distance, MOID) von Jupiter und (1256) Normannia immer wieder zwischen 1,1 und 1,3 AE schwankte, sind sich die beiden Himmelskörper durch die Nähe zur Bahnresonanz in den vergangenen 10.000 Jahren nie näher gekommen als bis auf etwa 1,25 AE (187 Mio. km).<ref>A. Vitagliano: SOLEX 12.1. Abgerufen am 9. Juli 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Wissenschaftliche Auswertung

Aus Ergebnissen der IRAS Minor Planet Survey (IMPS) wurden 1992 erstmals Angaben zu Durchmesser und Albedo für zahlreiche Asteroiden abgeleitet, darunter auch (1256) Normannia, für die damals Werte von 69,2 km bzw. 0,05 erhalten wurden.<ref>E. F. Tedesco, P. V. Noah, M. Noah, S. D. Price: The Supplemental IRAS Minor Planet Survey. In: The Astronomical Journal. Band 123, Nr. 2, 2002, S. 1056–1085, doi:10.1086/338320 (PDF; 398 kB).</ref> Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot speziell für Mitglieder der Hilda-Gruppe führte 2012 zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 68,3 km bzw. 0,05.<ref>T. Grav, A. K. Mainzer, J. Bauer, J. Masiero, T. Spahr, R. S. McMillan, R. Walker, R. Cutri, E. Wright, P. R. Eisenhardt, E. Blauvelt, E. DeBaun, D. Elsbury, T. Gautier IV, S. Gomillion, E. Hand, A. Wilkins: WISE/NEOWISE Observations of the Hilda Population: Preliminary Results. In: The Astrophysical Journal. Band 744, Nr. 2, 2012, S. 1–15, doi:10.1088/0004-637X/744/2/197 (PDF; 3,45 MB).</ref>

Photometrische Messungen des Asteroiden fanden erstmals statt vom 16. bis 18. Oktober 1987 am Kitt-Peak-Nationalobservatorium in Arizona. Aus der aufgezeichneten Lichtkurve mit sehr geringer Amplitude konnte nur auf eine vermutete Rotationsperiode von etwa 6,8 h geschlossen werden.<ref>R. P. Binzel, L. M. Sauter: Trojan, Hilda, and Cybele asteroids: New lightcurve observations and analysis. In: Icarus. Band 95, Nr. 2, 1992, S. 222–238, doi:10.1016/0019-1035(92)90039-A.</ref> Weitere Beobachtungen erfolgten vom 22. bis 27. September 1994 am Calar-Alto-Observatorium in Spanien. Erneut wurde nur eine Lichtkurve mit geringer Amplitude erfasst, als eine mögliche Rotationsperiode wurde daraus ein minimaler Wert von 18,8 h abgeleitet, aber auch verschiedene längere Perioden erschienen möglich.<ref>M. Dahlgren, J. F. Lahulla, C.-I. Lagerkvist, J. Lagerros, S. Mottola, A. Erikson, M. Gonano-Beurer, M. Di Martino: A Study of Hilda Asteroids. V. Lightcurves of 47 Hilda Asteroids. In: Icarus. Band 133, Nr. 2, 1998, S. 247–285, doi:10.1006/icar.1998.5919.</ref> Neue Messungen vom 20. September bis 2. November 2010 während zehn Nächten am Observatorium der University of North Dakota und am Badlands Observatory in South Dakota konnten zu einer ähnlichen, aber etwas kürzeren Rotationsperiode von 18,13 h ausgewertet werden.<ref>G. M. Gartrelle: Lightcurve Results for Eleven Asteroids. In: The Minor Planet Bulletin. Bulletin of the Minor Planets Section of the Association of Lunar and Planetary Observers, Band 39, Nr. 2, 2012, S. 40–46, bibcode:2012MPBu...39...40G (PDF; 996 kB).</ref>

Dies waren aber möglicherweise wegen der kurzen Beobachtungsdauern und der geringen registrierten Amplituden alles Fehlauswertung, denn im Jahr 2019 wurde mit einer Auswertung von Daten des Lowell-Observatoriums und von Gaia DR2 erstmals ein dreidimensionales Gestaltmodell des Asteroiden für eine Rotationsachse mit retrograder Rotation und einer Periode von 489,79 h berechnet.<ref>J. Ďurech, J. Hanuš, R. Vančo: Inversion of asteroid photometry from Gaia DR2 and the Lowell Observatory photometric database. In: Astronomy & Astrophysics. Band 631, A2, 2019, S. 1–4, doi:10.1051/0004-6361/201936341 (PDF; 146 kB).</ref> (1256) Normannia wäre damit ein extrem langsamer Rotator.

Zwischen 2012 und 2018 wurden mit der All-Sky Automated Survey for Supernovae (ASAS-SN) auch photometrische Daten von 20.000 Asteroiden aufgezeichnet. Auf mehr als 5000 davon konnte erfolgreich die Methode der konvexen Inversion angewendet werden, darunter auch (1256) Normannia, für die in einer Untersuchung von 2021 ein verbessertes dreidimensionales Gestaltmodell für zwei alternative Rotationsachsen mit retrograder Rotation und einer Periode von 489,7 h berechnet wurde.<ref>J. Hanuš, O. Pejcha, B. J. Shappee, C. S. Kochanek, K. Z. Stanek, T. W.-S. Holoien: V-band photometry of asteroids from ASAS-SN. Finding asteroids with slow spin. In: Astronomy & Astrophysics. Band 654, A48, 2021, S. 1–11, doi:10.1051/0004-6361/202140759 (PDF; 1,16 MB).</ref>

Siehe auch

Weblinks

Commons: (1256) Normannia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />