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Bauerfeind AG

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Bauerfeind AG

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Bauerfeind logo.svg
Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1929
Sitz Zeulenroda-Triebes, DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland
Leitung
  • Rainer Berthan (Vors.)
  • Annamaria Dietrich
  • Rainer Kirchdörfer (AR-Vors.)
Mitarbeiterzahl 2.272 (2021)
Umsatz 262,0 Mio. Euro (2021)
Branche Medizinische Hilfsmittel
Website www.bauerfeind.com
Stand: 31. Dezember 2021

Die Bauerfeind AG ist ein deutscher Hersteller medizinischer Hilfsmittel wie Bandagen, Orthesen, Kompressionsstrümpfe und orthopädische Einlagen.

Datei:Zeulenroda-Bauerfeind-AG-30092004.jpg
Verwaltungsgebäude der Bauerfeind AG in Zeulenroda-Triebes

Geschichte

Im ostthüringischen Zeulenroda gründete 1929 Bruno Bauerfeind (1882–1944) eine Gummistrickerei,<ref name=":0">Hans Bauerfeind hat einen Familienfremden zu seinem Nachfolger auserkoren. In: Handelsblatt. Abgerufen am 7. März 2024.</ref> deren Leitung 1945 sein Sohn Rudolf (1909–1998) übernahm. 1949 wanderte die Familie Bauerfeind wegen der unternehmerfeindlichen Politik in der Sowjetischen Besatzungszone nach Westdeutschland aus.<ref name=":1">Wie Bauerfeind den Aufschwung in die thüringische Provinz bringt. In: Handelsblatt. Abgerufen am 7. März 2024.</ref> Rudolf Bauerfeind begann in Darmstadt-Eberstadt mit dem Neuaufbau des Betriebes. 1972 übernahm sein Sohn Hans B. Bauerfeind in Kempen die Firma Diedrich Grote Nachfolger, einem Hersteller orthopädischer Bandagen, und machte sie 1978 zur Zentrale der Bauerfeind GmbH. Ab 1984 wurden eigene Vertriebsgesellschaften in Europa und Übersee gegründet.<ref name=":3">Preis Soziale Marktwirtschaft 2005. In: Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. Abgerufen am 21. März 2024.</ref>

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands kehrte das Unternehmen nach Zeulenroda zurück und errichtete dort eine neue Produktionsstätte. 1996 wurde die Firma Globus K. Kremendahl (Remscheid) erworben.<ref name=":3" /> 1997 wurde die Bauerfeind Holding GmbH und 2002 die Bauerfeind AG gegründet. Im Jahr 2004 wurde das neue Verwaltungsgebäude, der Bauerfeind Tower, in Zeulenroda eingeweiht. 2008 kündigte das Unternehmen an, sein Kempener Werk bis Jahresende zu schließen und die Produktion der Bandagen in Zeulenroda-Triebes zu konzentrieren.<ref name=":1" /> Seit 2009 produziert Bauerfeind außer am Stammsitz in Zeulenroda weiterhin am zweiten Standort Remscheid (Nordrhein-Westfalen). Die medizinischen Hilfsmittel sind somit „Made in Germany“ und werden zum Teil in Handarbeit hergestellt. Seit Januar 2016 ist Dirk Nowitzki weltweiter Markenbotschafter des Unternehmens.<ref>OTZ: Bauerfeind würdigt einmalige Karriere von Dirk Nowitzki. In: otz.de. 13. April 2019, abgerufen am 2. März 2024.</ref> 2018 wurde eine weitere Produktionshalle auf dem Betriebsgelände in Zeulenroda-Triebes eröffnet und seit Anfang 2019 wird in Gera eine weitere Betriebsstätte vorbereitet, um die Produktionskapazitäten weiter auszubauen.<ref name=":0" />

Wirtschaftsdaten

Zum Konzern gehören das InnovationsCentrum und ein Hotel an der Talsperre Zeulenroda sowie 20 Auslandsgesellschaften unter anderem in Russland, Österreich, Kroatien, Frankreich, Großbritannien, der Schweiz und den USA. Vorstandsvorsitzender ist – als Nachfolger Hans B. Bauerfeinds – seit Jahresbeginn 2020 Rainer Berthan.<ref name=":2">Süddeutsche Zeitung: Wechsel an der Spitze der Bauerfeind AG: Berthan übernimmt. 18. November 2019, abgerufen am 7. März 2024.</ref><ref>Hans Bauerfeind hat einen Familienfremden zu seinem Nachfolger auserkoren. In: Handelsblatt. Abgerufen am 21. März 2024.</ref> Hans B. Bauerfeind legte 2022 sein Amt als Aufsichtsratsvorsitzender nieder.<ref>Unternehmer Hans B. Bauerfeind im Alter von 82 Jahren gestorben. In: MDR. Abgerufen am 21. März 2024.</ref> Weltweit werden rund 2.100 Mitarbeiter beschäftigt, etwa 1100 davon am Standort Zeulenroda-Triebes.<ref name=":1" />

2015 erzielte der Bauerfeind-Konzern einen Umsatz von 204 Millionen Euro. 2019 waren es 250 Millionen Euro<ref name=":2" /> und 2020 rund 300 Millionen Euro.<ref name=":1" />

Seit 2014 gehört die Bauerfeind AG zur „Prof. Hans Bauerfeind Familienstiftung“.<ref name=":0" /><ref name=":1" />

2016 erwarb Bauerfeind 25 % der Anteile an der co.don AG.<ref>Bauerfeind übernimmt Anteile an Berliner Firma. In: Focus. Abgerufen am 7. März 2024.</ref>

Sport

Bauerfeind engagiert sich bei lokalen und regionalen Sportereignissen und war seit 2002 stets für die Athleten bei den Olympischen Sommer- und Winterspielen mit einem Serviceteam vor Ort – in Vancouver und London<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Firmeneigenes Techniker-Team unterstützt die Olympischen Spiele in London (Memento vom 28. September 2013 im Internet Archive)</ref> sogar für die Sportler aller teilnehmenden Nationen. Seit 2013 ist das Unternehmen Service-Partner der Deutschen Sporthilfe<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Bauerfeind AG wird Service-Partner der Deutschen Sporthilfe (Memento vom 28. September 2013 im Internet Archive)</ref> und unterstützt dabei alle 3.800 von der Sporthilfe geförderten Athleten im Verletzungsfall und präventiv mit Produkten.<ref>Bauerfeind bleibt Athleten treu - Hersteller von Medical- und Wellness-Produkten verlängert bis Peking 2008. In: Deutscher Olympischer Sportbund e.V. 15. Februar 2005, abgerufen am 28. Mai 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Erkenntnisse aus der Sportlerversorgung fließen in die Produktentwicklung und -optimierung ein. 2016 brachte das Unternehmen die Sportlinie Bauerfeind Sports auf den Markt.<ref>So unterstützt Bauerfeind Sportler*innen durch passgenaue medizinische Produkte. In: ISPO Sports Business Netzwerk. Abgerufen am 5. Juli 2024.</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 50° 39′ 51,8″ N, 11° 59′ 42,3″ O

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