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Shlomo Avineri

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Shlomo Avineri (2014)

Shlomo Avineri (geboren als Jerzy Wiener 30. August 1933 in Bielsko, Polen; gestorben 1. Dezember 2023<ref>ברוך דיין האמת: הפרופ' שלמה אבינרי הלך לעולמו In: srugim.co.il vom 1. Dezember 2023 (hebräisch)</ref> in Jerusalem) war ein israelischer Politologe, Historiker und Politiker (Awoda). Er war Professor an der Hebräischen Universität von Jerusalem. In seinen Schriften beschäftigte er sich mit Marx, Hegel, der Geschichte des Sozialismus und des Zionismus.

Leben

Shlomo Avineri emigrierte mit seinen Eltern 1939 kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs nach Palästina. Die übrigen Mitglieder seiner jüdischen Großfamilie, drei seiner Großeltern, die sieben Geschwister seiner Mutter und fünf seiner Cousins und Cousinen, blieben im besetzten Polen zurück und wurden von den Deutschen rassisch verfolgt und ermordet.<ref>Shlomo Avineri: Quo Vadis, Poland? In: Haaretz vom 3. September 2016, abgerufen am 21. September 2018 (englisch)</ref>

Nach dem zweijährigen Militärdienst studierte er ab 1953 Geschichte und Sozialwissenschaften an der Hebräischen Universität Jerusalem.<ref>Terence Smith: Chief of Israeli Foreign Office. In: New York Times vom 13. April 1976, abgerufen am 21. September 2018 (englisch)</ref> Zudem studierte er an der London School of Economics. Er wurde promoviert. Seine Übersetzungen von Marx ins Hebräische sowie seine Schriften zu Marx stießen schnell auf große Beachtung.<ref>Thomas Meyer: Tod von Shlomo Avineri: Historiker des Zionismus. In: FAZ.NET. 4. Dezember 2023, ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 8. Dezember 2023]).</ref>

1973 wurde er zum Professor der Politikwissenschaften an der Hebräischen Universität berufen. Von 1975 bis 1977 war er Generaldirektor des israelischen Außenministeriums. 1979 erarbeitete er als Mitglied der ägyptisch-israelischen Kommission das Kulturabkommen beider Länder. An der Universität Jerusalem diente er als Dekan der Sozialwissenschaftlichen Fakultät und war Direktor des Instituts für Europäische Studien.

Er hatte Gastprofessuren an den Universitäten Yale, Cornell, University of California, Oxford, Central European University (damals in Budapest) und 2003 auch am Geschwister-Scholl-Institut der LMU München. Er war auswärtiges Mitglied der Polnischen Akademie der Gelehrsamkeit in Krakau.<ref>Mitglieder der Fakultät für Geschichte und Philosophie. Polska Akademia Umiejętności, abgerufen am 8. Juni 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 2012 wurde er zum Mitglied der Israelischen Akademie der Wissenschaften gewählt.

Avineri starb am 1. Dezember 2023 im Alter von 90 Jahren. Avineri war verheiratet und hatte eine Tochter.<ref>Shlomo Avineri, Renowned Israeli Political Scientist and Eminent Zionist Scholar, Dies at 90. In: Haaretz. (haaretz.com [abgerufen am 8. Dezember 2023]).</ref><ref>Thomas Meyer: Tod von Shlomo Avineri: Historiker des Zionismus. In: FAZ.NET. 4. Dezember 2023, ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 21. Februar 2024]).</ref>

Ehrungen und Auszeichnungen

Schriften (Auswahl)

  • The Social and Political Thought of Karl Marx, Cambridge: Cambridge University Press, 1968
  • Karl Marx on Colonialism and Modernization, Garden City, NY: Anchor Books, 1969
  • Israel and the Palestinians
  • Hegel's Theory of the Modern State, Cambridge 1972.
    • Hegels Theorie des modernen Staates. Aus dem Englischen von R. und R. Wiggershaus (Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft. Band 146), Frankfurt am Main 1976.
  • Profile des Zionismus - Die geistigen Ursprünge des Staates Israel. 17 Porträts. Gütersloh 1998
  • Arlosorof – A Political Biography
  • The Making of Modern Zionism – The Intellectual Origins of the Jewish State, New York: Basic Books 1981 -Erweiterte Neuausgabe: New York: Basic Books 2017
  • Moses Hess. Prophet of Communism and Zionism
  • Europe's Century of Discontent, zusammen mit Zeev Sternhell
  • Theodor Herzl und die Gründung des jüdischen Staates. Jüdischer Verlag im Suhrkamp Verlag, Berlin 2016, ISBN 978-3-633-54275-8.

Weblinks

Commons: Shlomo Avineri – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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