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Najin-Klasse

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style="background:#B0C4DE; color:#Vorlage:Standardfarbe; border-color:#B9BEC4;; font-weight:bold;" | Najin-Klasse
Datei:North Korean Navy corvette.jpg
Die F 531 im Mai 1993 mit Gemüsebeeten an Deck
Die F 531 im Mai 1993 mit Gemüsebeeten an Deck
colspan="2" style="background:#B0C4DE; color:#Vorlage:Standardfarbe; border-color:#B9BEC4;" | Schiffsdaten
Land Korea NordDatei:Flag of North Korea.svg Nordkorea
Schiffsart Leichte Fregatte
Gebaute Einheiten 2
Dienstzeit seit 1973
colspan="2" style="background:#B0C4DE; color:#Vorlage:Standardfarbe; border-color:#B9BEC4;" summary="Schiffsmaße und Besatzungszahl" | Schiffsmaße und Besatzung
Länge 102 m (Lüa)
Breite 10 m
Tiefgang (max.) 2,7 m
Verdrängung 1500 t
 
Besatzung ca. 150 Mann
colspan="2" style="background:#B0C4DE; color:#Vorlage:Standardfarbe; border-color:#B9BEC4;" |Maschinenanlage
Maschine 2 Dieselmotoren
Maschinen­leistung 15.000 PS (11.032 kW)
Höchst­geschwindigkeit 24 kn (44 km/h)
Propeller 2
colspan="2" style="background:#B0C4DE; color:#Vorlage:Standardfarbe; border-color:#B9BEC4;" style="border-color: #FFFFFF;" summary="militärisch relevante Daten" |
colspan="2" style="background:#B0C4DE; color:#Vorlage:Standardfarbe; border-color:#B9BEC4;;" | Bewaffnung
  • 2 × 100-mm-Geschütze
  • 2 × 57-mm-Geschütze (AK-257) in Doppellafette (ab 2014 nur auf F 531)
  • 2 × 30-mm-CIWS (AK-630) in Doppellafette
  • 6 × 25-mm-CIWS (2M-3) in Doppellafette
  • 2 × Starter für Seezielflugkörper
  • 2 × Werferrohre (RBU-1200)
  • 2 × Wasserbombenwerfer
  • 2 × Wasserbombenablaufschienen
  • 8 × Maschinengewehre
  • 3 × 533-mm-Torpedorohre (bis 1980er)
  • max. 30 Seeminen
colspan="2" style="background:#B0C4DE; color:#Vorlage:Standardfarbe; border-color:#B9BEC4;;" | Sensoren
  • "Square Tie"-Radar
  • Reja "Pot Head"-Radar
  • MR-102 Baklan "Pot Drum"-Radar
  • MR-104 Rys "Drum Tilt"-Radar (bis 2014 auf F 591/631)
  • "Stag Horn"-Sonar

Die Najin-Klasse ist eine Klasse von Leichten Fregatten der Marine der Koreanischen Volksarmee.

Geschichte

Von der Schiffsklasse wurden zwei Einheiten in nordkoreanischer Eigenregie fertiggestellt. Die erste Fregatte unter der Bugnummer (531) 1973, die zweite unter der Bugnummer (591) oder (631)<ref name=":0">KPA Navy flag ship undergoing radical modernization | NK News - North Korea News. 15. Dezember 2014, abgerufen am 22. März 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 1975.<ref name=":1" /> Ihre genauen Namen sind nicht bekannt. Es wird vermutet, dass es überdies noch zwei weitere, mittlerweile ausgemusterte Einheiten derselben Klasse gab, allerdings fehlen dafür ausreichende Quellen.<ref name=":1">Najin Class Frigate | Military-Today.com. Abgerufen am 30. Januar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name=":2">Paul Pryce: North Korea’s Mystery Frigates. 14. Juni 2014, abgerufen am 30. Januar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die beiden Fregatten dienen als Flaggschiffe der beiden nordkoreanischen Flotten, wobei die F 531 der Ostmeer-Flotte und die F 591 bzw. F 631 der Westmeer-Flotte untergeordnet ist.<ref name=":1" /><ref name=":0" />

1993 erregte die Fregatte 531 in Südkorea Aufsehen, nachdem auf, aus der Luft aufgenommenen, Aufnahmen ein Gemüsebeet in der mittleren Sektion des Schiffes entdeckt wurde. Da die Aufnahmen während der großen Hungersnot in Nordkorea entstanden, wird vermutet, dass der Gemüsegarten angelegt wurde, um der auch in der Marine herrschenden Nahrungsmittelknappheit entgegenzuwirken.<ref name=":1" /> Ende Mai desselben Jahres beteiligte sich eines der Schiffe – vermutlich ebenfalls die F 531 – an der Suche nach Wrackteilen einer zuvor über dem Ostmeer abgestürzten Rodong-1 Testrakete.<ref></ref>

Ab 2013 wurde mindestens eines der Schiffe, die F 591/631, zunächst in Namp’o und dann in der Marinebasis in Pipagot modernisiert.<ref name=":0" /> Im Dezember 2014 inspizierte dort Kim Jong-un die modernisierte Fregatte.<ref name=":0" />

Die beiden Schiffe sind seit Verschrottung der Fregatte Soho und bis zur Indienststellung des ersten Schiffs der Choe-Hyon-Klasse die größten Schiffe der nordkoreanischen Volksmarine.

Charakteristika

Über die Najin-Klasse ist wenig bekannt, es existieren außerdem kaum Bilder. Es wird angenommen, dass es sich um verbesserte Schiffe der sowjetischen Kola-Klasse handelt. Fest steht, dass es sich um schwach bewaffnete kleine Fregatten handelt, die dazu geeignet sind, die Küstengewässer bzw. die Häfen zu verteidigen. Die Hauptbewaffnung besteht aus zwei 100-mm Geschützen zur Bekämpfung von Überwasser- und Luftzielen, die auf der Bug- und Hecksektion angebracht sind. Die hauptsächliche Luftabwehrfunktion übernahmen ursprünglich zwei schwere ZIF-31 57-mm-Doppellafetten-Geschütze an den jeweiligen Enden der Schiffe, so wie sechs 25-mm-Geschütze des Typs 2-M3, jeweils als Doppellafette. Zur U-Boot-Abwehr sind zwei RBU-1200-Raketenwerfer, zwei Wasserbombenwerfer und zwei Wasserbomben-Ablaufschienen an Deck integriert. Anfänglich hatten die Schiffe zudem auch mehrere Torpedorohre für 533-mm-Torpedos.<ref name=":1" />

Die ursprüngliche Ausstattung war jedoch bereits bei Indienststellung teilweise überholt, weshalb mehrere Modernisierungen durchgeführt wurden. Anstelle der Torpedorohre wurden beiderseits zwei Startcontainer für Antischiffsraketen auf Basis der SS-N-2 Styx installiert, die von zuvor ausgemusterten Raketenschnellbooten stammten.<ref name=":1" /> Aufgrund des geringen Abstandes der Abschusscontainer zu den Decksaufbauten konnten die Antischiffsraketen jedoch bei einem missglückten Start zur Gefahr für die Fregatten selbst werden.<ref name=":1" /><ref name=":0" /><ref name=":2" /> Zudem wurde die Luftabwehr mit zwei 30-mm-Geschützen des Typs AK-630 verstärkt, die CIWS-Aufgaben übernehmen und die einzigen nicht handbetriebenen Flugabwehrgeschütze auf den Fregatten sind.<ref name=":0" />

Bei der Modernisierung der F 591/631 ab 2013 wurde die 57-mm-Flugabwehrkannone am Heck entfernt und durch die zwei 30-mm-Kanonen ersetzt. Zudem wurden auch das Feuerleitradar „Drum Tilt“ sowie ein weiteres Überwasserradar entfernt. Die beiden Startcontainer wurden vermutlich durch Abschussrampen für Antischiffsraketen auf Grundlage des Typs Kh-35 (NATO-Code: SS-N-25 Switchblade) platziert, wodurch die modernisierte Fregatte insgesamt Platz für acht Kh-35 oder deren nordkoreanische Weiterentwicklung Kumsong-3 bietet.<ref name=":0" /><ref name=":1" />

Literatur

  • Weyers Flotten Taschenbuch 2008/2010. ISBN 978-3-7637-4518-0.
  • Conway’s All the World’s Fighting Ships 1947–1995. ISBN 0-85177-605-1.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />