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Canthaxanthin

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Strukturformel
Strukturformel von Canthaxanthin
Allgemeines
Name Canthaxanthin
Andere Namen
Summenformel C40H52O2
Kurzbeschreibung

violettes bis rotes Pulver<ref name="Sigma">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 208-187-2
ECHA-InfoCard 100.007.444
PubChem 5281227
ChemSpider 4447582
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 564,84 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

205–207 °C<ref name="GESTIS" />

Löslichkeit
  • praktisch unlöslich in Wasser<ref name="GESTIS" />
  • löslich in Fetten und organischen Lösemitteln<ref>Robert Ebermann, Ibrahim Elmadfa: Lehrbuch Lebensmittelchemie und Ernährung. Springer, Wien 2011, ISBN 978-3-7091-0211-4, S. 681.</ref>
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>
keine GHS-Piktogramme

H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze<ref name="GESTIS" />
Toxikologische Daten

10.000 mg·kg−1 (LD50Mausoral)<ref name="Sigma" />

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Canthaxanthin (E 161g) ist ein roter Farbstoff aus der Gruppe der Xanthophylle (Carotinoide), der in Krabben, Flamingofedern und Pfifferlingen sichtbar wird und heute technisch hergestellt wird.

Datei:Cantharellus cibarius 20090717-02.jpg
Pfifferling (Cantharellus cibarius)

Canthaxanthin ist eines der Hauptcarotinoide in der menschlichen Ernährung sowie im Humanplasma.<ref>F. U. Daubrawa: Effekte von Astaxanthin und Canthaxanthin auf die Zell-Zell-Kommunikation über gap junctions. Düsseldorf 2005, DNB 979445736, S. 13, urn:nbn:de:hbz:061-20060323-001358-2 (Dissertation, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf).</ref>

Physiologie

Canthaxanthin wird im Gegensatz zu einigen anderen Carotinoiden im Körper nicht in Vitamin A umgewandelt und setzt sich im Körper in den Augen ab.

Verwendung

Er wird beispielsweise zur Färbung von Lachsforellen an diese verfüttert, ist aber vielfach auch Futtermitteln für Geflügel beigesetzt, um Haut und Eidotter eine rötlichere Farbe zu geben.<ref>Lachs: Augenschmaus auf Kosten des Augenlichts? EU-Kommission beschließt neue Vorschriften für Farbstoff als Futtermittelzusatz. Pressemitteilung IP/03/123 der Europäischen Union, Brüssel, 27. Januar 2003.</ref>

Hautbräunungspillen, die Canthaxanthin als Wirkstoff enthalten, wurden von den Pharmaunternehmen zurückgerufen, da laut dem Bundesgesundheitsamt Ablagerungen in der Netzhaut befürchtet wurden.<ref>Gefährliche Bräunungspillen werden zurückgezogen. In: Hamburger Abendblatt. Nr. 153, 5. Juli 1985, S. 28 (abendblatt.de [abgerufen am 15. Februar 2017]).</ref> Inzwischen zeigte eine Langzeitstudie, dass der Konsum von Canthaxanthin keine funktionelle Langzeitschädigung verursacht.<ref>Klinische Studie (Phase -): Canthaxanthin Retinopathy: A Long-term Observation bei {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value).</ref><ref>A. Hueber, A. Rosentreter, M. Severin: Canthaxanthin Retinopathy: Long-Term Observations. In: Ophthalmic Research. Band 46, Nr. 2, 2011, S. 103–106, doi:10.1159/000323813.</ref>

Einzelnachweise

<references />