Zum Inhalt springen

Der Wagen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 13. April 2026 um 08:47 Uhr durch imported>Jossi2 (Weblinks: Digitalisate hinzugefügt).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Vorlage:Hinweisbaustein

Der Wagen. Lübecker Beiträge zur Kultur und Gesellschaft

[[Datei:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|150px]]

Beschreibung Zeitschrift für lokale Kultur
Sprache Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)
Verlag Hansisches Verlagskontor, Lübeck (Schleswig-Holstein)
Hauptsitz Lübeck
Erstausgabe 28. November 1926
Gründer Paul Brockhaus
Erscheinungsweise zweijährlich
ISSN (Print)

Der Wagen. Lübecker Beiträge zur Kultur und Gesellschaft ist eine Sammelpublikation mit Originalbeiträgen, die alle zwei Jahre erscheint. Herausgegeben wird die Zeitschrift seit 2008 im Auftrag der Gesellschaft zur Beförderung gemeinnütziger Tätigkeit (kurz: „Die Gemeinnützige“) in Lübeck von Manfred Eickhölter.

Der Wagen publiziert Beiträge von Wissenschaftlern, Journalisten, Lehrern und er präsentiert Arbeiten von Lübecker Künstlern. 2024 erschien als bisher jüngste die 61. Ausgabe.

Geschichte

Hervorgegangen ist das Publikationsorgan aus einem Ausschuß gegen Schmutz und Schund, der 1908 in der Lübecker gemeinnützigen Gesellschaft gegründet wurde. Der Ausschuss firmierte 1918 um in einen Ausschuß zur Förderung von Volkskunst. Zunächst erschien ab 1918 für die Jahre 1919 bis 1923 ein Lübecker Heimatkalender. 1924 und 1925 erhielt der Kalender den Namen Ein Lübecker Jahrbuch. 1926 erschien erstmals Der Wagen. Ein Jahrbuch.<ref>Walter Schlodtmann: Der Wagen. Ein Jahrbuch für 1927, hrsg. von P. Brockhaus, in: Lübeckische Blätter, 28. November 1926, S. 765-766.</ref> Von 1936 bis 2000 trug die Zeitschrift den Untertitel Ein Lübeckisches Jahrbuch. Seit 2002 heißt die Sammelpublikation Der Wagen. Lübecker Beiträge zur Kultur und Gesellschaft. Die Erscheinungsweise wechselte 1970 von jährlich auf zweijährlich.

Das Publikationsorgan wurde von dem Lübecker Gymnasiallehrer Professor Paul Brockhaus (1879–1965) zusammen mit dem bildenden Künstler Asmus Jessen gegründet. Brockhaus war von 1919 bis 1965 Herausgeber in Verbindung mit der Gesellschaft zur Beförderung gemeinnütziger Tätigkeit.

In den frühen Jahren war das Jahrbuch der Lebensreformbewegung und dem Heimatschutzgedanken, insbesondere dem Denkmalschutz verpflichtet. Durch Publikation ihrer Werke förderte das Jahrbuch regionale Künstler, wobei es einen gemäßigten Expressionismus bevorzugte. In den 1930 und 1940er Jahren bekannte sich Der Wagen zu den Zielen des Nationalsozialismus, der Begriff Volkskunst wurde auf deutschnationale Volkskunst verengt und bot insbesondere Künstlern Raum, die sich zum NS-Staat bekannten. Paul Brockhaus, auch Lyriker, fühlte sich dem Eutiner Dichterkreis verbunden und veröffentlichte bis um 1960 Verstexte aus dieser Provenienz. Kennzeichnend für den Wagen ist eine personale Kontinuität zwischen 1933 und 1965.

In der graphischen Gestaltung war Der Wagen bis 1943/44 mit dem Lübecker Künstler Asmus Jessen verbunden, der, wie auch Paul Brockhaus, dem Reformkollegium der OzD unter ihrem Leiter Sebald Schwarz angehörte.

Nach dem Tod von Paul Brockhaus wurde Rolf Saltzwedel für mehr als 30 Jahre sein Nachfolger als Herausgeber.

Von 2002 bis 2006 gab Alken Bruns den Wagen heraus. Klaus Karstedt entwickelte für den Wagen eine durchgreifend neue Gestaltung. Seit 2008 ist Manfred Eickhölter Herausgeber. Ein erneuter Wechsel der Gestaltung erfolgte aus Anlass des 225. Geburtstages der „Gemeinnützigen“ im Jahr 2014.

Sämtliche Ausgaben der Zeitschrift und ihrer Vorläufer können im Archiv der Hansestadt Lübeck seit 2022 digital recherchiert werden.<ref>Wer die von Klaus Bailly digitalisierten und mit einem Schlagwortregister erschlossenen Ausgaben recherchieren möchte, kontaktiert das Archiv der Hansestadt unter der Rufnummer: 0451 122 41 56.</ref>

Literatur

  • Georg Behrens: 25 Jahre „Lübeckisches Jahrbuch“. In: Der Wagen. 1956, S. 5–9.
  • Rolf Saltzwedel: Paul Brockhaus. In: Der Wagen. 1967, S. 7–14.
  • Manfred Eickhölter: Vom Stadtstaat zur ausgestellten Stadt. Erinnerungskultur zwischen Marginalisierung und Transformation. In: Jan Lokers, Michael Hundt (Hrsg.): Das Ende des eigenständigen Lübecker Staates im Jahre 1937. Schmidt-Römhild, Lübeck 2014, ISBN 978-3-7905-0493-4, S. 147–161. [Lübecks Zukunft im nationalsozialistischen Reich: Das Konzept des Wagen von 1936].
  • Regine Ley: Der Stadtchronist. Als Herausgeber des Lübeck-Jahrbuchs Der Wagen dokumentiert Dr. Manfred Eickhölter das kulturelle Leben seiner Stadt. In: Lübecker Nachrichten, 29./30. Januar 2017, Lokales/Heimat.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />