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Silbercyanid

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Strukturformel
Silberion   Cyanidion
Allgemeines
Name Silbercyanid
Summenformel AgCN
Kurzbeschreibung

weiße, geruch- und geschmacklose hexagonal-rhomboedrische Kristalle<ref name=Roempp>Eintrag zu Silbercyanid. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 208-048-6
ECHA-InfoCard 100.007.317
PubChem 10475
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 133,89 g·mol−1
Aggregatzustand

fest<ref name=Roempp />

Dichte

3,95 g·cm−3 (20 °C)<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>

Schmelzpunkt

320 °C (Zersetzung)<ref name="GESTIS" />

Löslichkeit

2,2·10−5 % (Wasser, 20 °C)<ref>D'Ans-Lax: Taschenbuch für Chemiker und Physiker. 4. Auflage. Band 3, Springer Verlag, 1998, ISBN 3-540-60035-3.</ref>

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),<ref name="CLP_100.240.759">Nicht explizit in Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP) gelistet, fällt aber mit der angegebenen Kennzeichnung unter den Gruppeneintrag Vorlage:Linktext-Check in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA)Vorlage:Abrufdatum Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.</ref> ggf. erweitert<ref name="GESTIS" />
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 300+310+330​‐​318​‐​410
EUH: 032
P: 262​‐​280​‐​301+310+330​‐​302+352​‐​310​‐​304+340+310​‐​305+351+338+310<ref name="GESTIS" />
MAK

2 mg·m−3<ref name="GESTIS" />

Thermodynamische Eigenschaften
ΔHf0

146,0 kJ/mol<ref name="CRC90_5_18">David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet-Version: 2010), CRC Press / Taylor and Francis, Boca Raton FL, Standard Thermodynamic Properties of Chemical Substances, S. 5-18.</ref>

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Silbercyanid ist das Cyanidsalz des Silbers. Es besitzt die Formel AgCN.

Darstellung

Silbercyanid kann durch Reaktion einer Silbernitratlösung mit einer Kaliumcyanidlösung gewonnen werden.<ref name="brauer">Georg Brauer (Hrsg.), unter Mitarbeit von Marianne Baudler u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band I, Ferdinand Enke, Stuttgart 1975, ISBN 3-432-02328-6, S. 629.</ref>

<math>\mathrm{AgNO_3 + KCN \longrightarrow AgCN + KNO_3}</math>

Eigenschaften

Silbercyanid ist ein farbloses, geruchloses Salz, das sich bei Erwärmung auf 320 °C zersetzt. Die Zersetzung von Silbercyanid an der Luft liefert Cyanwasserstoff und nitrose Gase als flüchtige Produkte. Kohlenstoffdioxid setzt in Gegenwart von Feuchtigkeit, wie für Cyanide typisch, aus ihnen Blausäure frei.<ref name="GESTIS" /> Wie viele Cyanide ist Silbercyanid hochgiftig.

Verwendung

Silbercyanid entsteht bei der Gewinnung von Silber aus Silbererzen. Das Erz wird dabei mit einer wässrigen Natriumcyanidlösung und Luftsauerstoff behandelt, wobei das Silber in Silbercyanid überführt wird, das sich mit weiterem Cyanid zum löslichen Komplex Dicyanoargentat [NC-Ag-CN] verbindet. Diesen Prozess nennt man Cyanidlaugerei.<ref name=Roempp /> Verwendet wird Silbercyanid unter anderem bei der Galvanisierung (Versilberung) sowie bei der Herstellung von Isonitrilen.

Einzelnachweise

<references />