Zum Inhalt springen

Abziehpresse

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 21. April 2026 um 12:13 Uhr durch imported>Invisigoth67 (typo, form).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Specimens of type, borders, ornaments, brass rules and cuts, etc. - catalogue of printing machinery and materials, wood goods, etc (1897) (14579018050).jpg
Oben Nudel, unten Abziehpresse (1897)

Als Abziehpresse oder Andruckpresse (englisch: proof press, proofing press, galley press<ref>Wolfgang J. Koschnick: Standard Wörterbuch für Werbung, Massenmedien und Marketing Deutsch-Englisch: Standard Dictionary of Advertising, Mass Media and Marketing German-English. Walter de Gruyter GmbH & Co KG, 2019, ISBN 978-3-11-085063-5, S. 13 (google.de [abgerufen am 16. April 2026]).</ref><ref name=":0">Ausstattung – The Fork and Broom Press. Abgerufen am 17. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>) bezeichnet man eine Druckpresse, die lediglich der Anfertigung von Korrekturfahnen oder Kleinstauflagen mit meist geringer Druckqualität dient.<ref>Grafix 2. Museum Digital Deutschland, abgerufen am 16. April 2026 (Vermutlich handelt es sich um eine "Grafix 4", obwohl irrtümlicherweise auf dem Typenschild neben "Grafix" eine "2" aufgeklebt ist.).</ref> Die Abziehpresse benutzt eine flache Form und einen runden Gegendruck, der anders als bei den Schnellpressen (Automaten) über die Druckform bewegt wird. Dabei gibt es einfache Varianten ohne Anlage und Farbwerk und kompliziertere Versionen mit Papieranlage und automatischem Nachfärbewerk. Es gibt Varianten mit fest geführtem Gegendruck, in einzelnen Fällen auch einstellbarem Gegendruck und Varianten, bei denen der Gegendruck nur lose mit seinem Eigengewicht auf der Form aufliegt.

Diese Pressen waren im Buchdruck (Hochdruck) wichtige Werkzeuge, die teilweise auch verwendet wurden um Vorlagen für andere Druckverfahren zu erstellen (spezielle Andruckpressen für Barytabzüge). Andruckpressen werden heute, ihres einfachen Aufbaus wegen, oft von Schulen und Künstlern und Kunsthochschulen<ref>Akademie der Bildenden Künste München – Hochdruck. Abgerufen am 19. April 2026.</ref><ref>Typografie und Layout. Abgerufen am 19. April 2026.</ref> benutzt.

Die einfachste Bauform einer Andruckpresse ist die oft „Nudel“<ref>drucken-und-lernen.de: Drucken mit der Nudel. Abgerufen am 17. April 2026.</ref> genannte Variante, bei der keine Getriebe verwendet werden. Hier wird der Zylinder entlang an Leisten, welche die Führung bieten, gezogen oder geschoben.<ref>Peter J. Biel: Das kleine Lexikon der Druckersprache: Alte und neue Fachbegriffe rund um Buchdruck, Satz & Co. John Wiley & Sons, 2014, ISBN 978-3-527-68571-4 (google.de [abgerufen am 17. April 2026]).</ref> Noch einfacher ist der in der Kunsterziehung verwendete Druck mit dem Nudelholz/Wellholz, was den vorgenannten Maschinen wohl den Namen eingebracht hat.

Für hochwertige Drucke wurden ab den späten 50er Jahren Pressen mit

  • Verstellbarem Fundament
  • Verstellbarem (Höhe zur Form) Druckzylinder

gebaut. Diese waren auch als Andruckpressen für Klischees im Einsatz.<ref name=":0" />

Einzelnachweise

<references responsive />