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Carnivore (Band)

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Carnivore
Datei:Carnivore at WOA 2006 3.jpg
Carnivore auf dem Wacken Open Air 2006

Carnivore auf dem Wacken Open Air 2006

Allgemeine Informationen
Herkunft New York City, Vereinigte Staaten
Genre(s) Thrash Metal, Hardcore<ref>Holger Stratmann: Carnivore. Retaliation. In: Rock Hard. Nr. 22 (rockhard.de [abgerufen am 26. September 2014]).</ref>
Aktive Jahre
Gründung 1982
Auflösung 1989
Website
Gründungsmitglieder
Peter Steele † 2010
Stan Pillis
Louie Beato
Weitere Mitglieder
Keith Alexander † 2005
E-Gitarre
Marc Piovanetti

Carnivore war eine Thrash-Metal-Band aus Brooklyn, New York City, USA.

Geschichte

Nach dem Ende des gemeinsamen Bandprojektes Fallout gründeten Bassist und Sänger Peter Ratajczik sowie Schlagzeuger Louis Beato Anfang 1982 die Band Disciple.<ref Name="af#1">Carnivore Biography. angelfire.com, abgerufen am 17. August 2021.</ref> Der erste Gitarrist Larry wurde kurz nach Bandgründung durch Stan Pillis ersetzt.<ref>Jeff Wagner: Soul On Fire. S. 36f.</ref> Nach mehreren Monaten gemeinsamen Probens änderte die Band Mitte 1982 ihren Namen in Carnivore.<ref>Jeff Wagner: Soul On Fire. S. 41.</ref> Im Laufe des Jahres 1983 komponierte Peter Ratajczik erste Songs, darunter Predator und World War III & IV, die auf einem Konzert am 6. Juni 1983 erstmals live präsentiert wurden. Die dabei getragenen Kostüme haben sich als Markenzeichen der Band etabliert.<ref>Jeff Wagner: Soul On Fire. S. 44.</ref>

Mitte 1985 wurde das Debütalbum Carnivore aufgenommen. Obwohl die teils mehrdeutigen Texte zu Kontroversen führten, bot Roadrunner Records der Band 1984 einen Vertrag an.<ref name="rhenz">RockHard-Enzyklopädie: 700 der interessantesten Rockbands aus den letzten 30 Jahren, RockHard-Verlag, Dortmund 1998, S. 60, ISBN 3-9805171-0-1</ref> Gitarrist Keith Alexander, welcher am 11. Juli 2005 aufgrund eines Fahrradunfalls verstarb, stieg nach der Veröffentlichung des Albums 1986 aus der Band aus und wurde durch Marc Piovanetti ersetzt. Nach der Veröffentlichung des zweiten Albums, Retaliation (1987), welches sich als der vorläufige Bekanntheits-Höhepunkt der Band herausstellte, stieg Marc Piovanetti im Februar 1988 aus, um bei der Band Crumbsuckers mitzuspielen. Carnivore löste sich in der Folge auf. Knapp ein Jahr später gründete Peter Steele die Band Type O Negative, die bis zu ihrem zweiten Album stilistisch und inhaltlich noch deutlich durch Carnivore geprägt waren.<ref Name="mde#1">Type O Negative - Slow, Deep And Hard-Review. metal.de, abgerufen am 17. August 2021.</ref><ref Name="mde#2">Type O Negative - The Origin Of The Feces-Review. metal.de, abgerufen am 17. August 2021.</ref>

Von 1994 bis 1996 absolvierte die Band eine Reihe von Reunion-Minitourneen an der Ostküste der USA, die überwiegend im Bundesstaat New York stattfanden.<ref Name="sk#1">Carnivore Gigographie. songkick.com, abgerufen am 17. August 2021.</ref> Bei diesen Auftritten war die gesamte Bühnenshow durch den Gebrauch sowjetischer Ästhetik und Symbole und die Verteilung von Informationsbroschüren der Kommunistischen Partei der USA gekennzeichnet.

2006 spielten Carnivore zwei Konzerte in Deutschland darunter ein Auftritt beim Wacken Open Air und ein weiteres Konzert in Hamburg, das als Ersatztermin für ein ausgefallenes Konzert bei dem bulgarischem Monsters of Rock-Festival<ref Name="bm#1">CARNIVORE Rumored For Germany's WACKEN OPEN AIR, Bulgaria's MONSTERS OF ROCK. blabbermouth.net, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 17. August 2021; abgerufen am 17. August 2021.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/search.blabbermouth.net</ref><ref Name="w#1">SENSATION: CARNIVORE : "WE ARE COMING!" staticcdn.wacken.com, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 17. August 2021; abgerufen am 17. August 2021.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/staticcdn.wacken.com</ref>, auf dem die Band in veränderter Besetzung in Erscheinung trat: Außer Peter Steele spielten Steve Tobin (ehemals Dust to Dust) als Schlagzeuger, Joey Zampela (Life of Agony) als Gitarrist und Paul Bento (Sitar- und Tamburinspieler auf mehreren Type-O-Negative-Alben) als Gitarrist. Dieselbe Besetzung war auch für sieben weitere Konzerte an der Ostküste der USA eingeplant. Für die ersten zwei Auftritte dieser Mini-Tournee trat die Heavy-Metal-Band Seventh Void (bestehend aus den Type-O-Negative-Mitgliedern Kenny Hickey und Johnny Kelly sowie Matt Brown von Trespassers William und Ryan Juhrs von Flaw) als Vorgruppe auf.<ref Name="bm#2">CARNIVORE Announces One-Off New York Show. archive.blabbermouth.net, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 17. August 2021; abgerufen am 17. August 2021.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/archive.blabbermouth.net</ref>

2007 spielten Carnivore auf einer Tournee, die sie auch nach Europa führte.<ref Name="sk#1"/>

Carnivore A.D.

Seit 2017 treten Marc Piovanetti und Louie Beato mit Baron Misuraca und Joe Branciforte unter abgeändertem Namen auf.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento des Vorlage:IconExternal vom 1. Juli 2018 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.rockhard.de</ref> (Siehe auch: A.D.)

Auftreten

Datei:Carnivore at WOA 2006 2.jpg
Carnivore auf dem Wacken Open Air 2006 mit weiblicher Unterstützung, die Kunstblut ins Publikum feuert

Carnivore war berüchtigt für ihre Auftritte, bei denen die Bandmitglieder in martialischen, an Mad-Max-Szenarien erinnernden Kostümen auftraten und regelmäßig Tierblut und -kadaverteile in das Publikum warfen.<ref name="af#1"/><ref Name="mr#1">CARNIVORE - JESUS, HITLER, SCHWEINHUND-Interview. metalrage.com, abgerufen am 17. August 2021.</ref> Ebenso provozierend waren die Liedtexte, in denen in extremer und misanthropischer Weise Geschlechterrollen, Antitheismus, Homophobie und radikaler und teilweise apokalyptische Züge tragender Kulturpessimismus in Hinblick auf den technologischen Fortschritt und Rassentheorien thematisiert wurden. Besonders großen Ärger brachte der Band ihr Song Jesus Hitler ein, in dessen Intro ein Ausschnitt aus einer Hitler-Rede vom Reichsparteitag 1934 („Das Ziel aber muss sein, alle anständigen Deutschen werden Nationalsozialisten. Nur die besten Nationalsozialisten sind Parteigenossen.“; auch verwendet in Triumph des Willens) und Choralgesänge übereinandergespielt wurden. Der Text behandelt auf äußerst zynische Weise den inneren Konflikt des Sohnes einer Nonne, die im Zweiten Weltkrieg von einem Soldaten der Wehrmacht vergewaltigt wurde.<ref Name="g#1">Lyrics Jesus Hitler-Carnivore. genius.com, abgerufen am 17. August 2021.</ref>

Einige Kritiker werfen der Band aufgrund ihrer provokativen Liedtexte, die unverhohlene Propagierung von Rassismus, Misogynie<ref>Joachim Prein: Carnivore. Carnivore. In: Rock Hard. Nr. 16 (rockhard.de [abgerufen am 26. September 2014]).</ref>/Sexismus und Nationalismus vor.<ref name="af#1"/>

Diskografie

  • 1985: Carnivore
  • 1987: Retaliation
  • 1991: Retaliation/Carnivore (Wiederveröffentlichung)

Einzelnachweise

<references />

Literatur

  • Jeff Wagner: Soul On Fire. Leben und Musik von Peter Steele. Verlag Nicole Schmenk, Oberhausen 2016, ISBN 978-3-943022-34-6.

Weblinks

Commons: Carnivore – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien