Virtua Cop
| Entwickler | Sega AM2 |
|---|---|
| Publisher | Sega |
| Leitende Entwickler | Yu Suzuki (Direktor) |
| Veröffentlichung | 1994 |
| Genre | Rail-Shooter |
| Spielmodus | Bis zu 2 Spieler gleichzeitig |
| Steuerung | Lichtpistole |
| Gehäuse | Standard |
| Arcade-System | Sega-Model-2-Hardware |
| Monitor | Standard |
| Information | Erster Arcade-Shooter mit 3D-Vektorgrafik |
Virtua Cop ist ein Arcade Game, welches von Sega AM2 entwickelt wurde. Das Projekt wurde von Yu Suzuki geleitet und das Original war ein Arcade-Game aus dem Jahr 1994, welches 1995 auf die Spielkonsole Sega Saturn portiert wurde. Eine PC-Version wurde 1997 veröffentlicht. Im Jahr 2004 wurde eine Portierung für den Handheld Nokia N-Gage entwickelt, dann aber eingestellt. Einige Testeinheiten wurden allerdings bereits produziert.
Zwei Fortsetzungen folgten Virtua Cop, die beiden Spiele Virtua Cop 2 und Virtua Cop 3.
Später wurden diese Spiele in Japan und Europa in der PlayStation-2-Portierung namens Virtua Cop 2 gebündelt. Das Spiel ist auch als Virtua Squad bekannt.
Spielprinzip
Spieler übernehmen die Rolle eines Polizeibeamten und benutzen eine Lichtpistole, um Kriminelle zu erschießen. Minuspunkte erhält der Spieler für das Erschießen von Zivilisten. Virtua Cop war seiner Zeit bei Polygongrafiken weit voraus und benutzte diese anstelle von 2D-Grafiken wie zum Beispiel Sprites. Der Name des Spiels kam von der Sega-Serie, die ähnliche Grafiken aufwies und in welcher beispielsweise Spiele wie Virtua Fighter, Virtua Striker und Virtua Racing erschienen sind.
Zensur
Virtua Cop wurde am 17. März 1997 in Deutschland für PC und wegen Inhaltsgleichheit auch für Sega Saturn in die Liste der jugendgefährdenden Medien aufgenommen.<ref>Entscheidung Nr. I 9/97 vom 16.5.1997 bekanntgemacht im Bundesanzeiger Nr. 97 vom 31.5.1977</ref> Nach 25 Jahren erfolgte die automatische Listenstreichung.<ref>Indizierungen / Listenstreichungen März 2022. In: Schnittberichte. 25. März 2022, abgerufen am 23. Februar 2026.</ref>
Rezeption
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Thomas Borovski wies auf die moralische Komponente des Gewaltgrades hin und bewertete lediglich die technische Umsetzung der Portierung für Windows. Es sei optisch bemerkenswert.<ref name="PC Games"/> Christian Müller von PC Action wies darauf hin, dass das Spiel im Vergleich zu anderen Automatenumsetzungen von Sega nicht langfristig motiviere.<ref name="PC Action"/> Monika Stoschek von PC Player bezeichnete das Spielprinzip als einfach gestrickt. Sie machte auf dem PC Probleme mit der Eingabeverzögerung aus.<ref name="PC Player"/> Sascha Gliss von Power Play bezeichnete das Arcade-Spiel zu seinen Favoriten in der Spielhalle. Die PC-Umsetzung besäße eine schlechte Audioqualität. Ohne die Lightgun spiele es sich wenig aufregend. Der Umfang sei zu gering.<ref name="Power Play"/>
Ulf Schneider von Mega Fun bezeichnete die Portierung auf den Sega Saturn als „vorzügliche Arcade-Umsetzung“, die technisch brilliere und einen rauen Charme besäße.<ref name="Mega Fun"/> Die Zeitschrift Video Games enthielt sich einer Spielspaßbewertung aufgrund des hohen Gewaltgrades.<ref name="Video Games">Wolfgang Schaedle: Polygon-Bohnen – Virtua Cop. In: Video Games. Februar 1996, S. 82 (Textarchiv – Internet Archive).</ref>
„Virtuelles Zielschießen in prächtigem Polygon-Ambiente: Trotz linearem Spielverlauf motivierend & voller Action.“
Weblinks
- Virtua Cop in der Killer List of Videogames (englisch)
- Vorlage:OGDB
Einzelnachweise
<references />