Flash (Drogenkonsum)
Als Flash (engl. Blitz, blitzartig) oder auch Kick bezeichnet man das plötzliche Eintreten der Drogenwirkung.<ref>Dagmar Reiche: Roche Lexikon Medizin, S. 624, Elsevier, München, 2003, ISBN 3437151509.</ref> Der Konsument empfindet vorübergehend eine stark euphorisierende Wirkung sowie intensives Wohlbefinden. Ein Flash kann beispielsweise beim Konsum von Heroin, Crystal Meth oder Crack auftreten.<ref>Bernhard van Treeck: Das Drogen- und Sucht-Lexikon, S. 131, Bechtermünz, ISBN 3-8289-1937-5.</ref> Dem künstlich herbeigeführten oder zufällig auftretenden intensiven Rausch, welcher in der Regel nur kurz anhält, kann ein längerer, gedämpfter Rausch folgen. Jedoch verringert sich die Dauer des Flashs bei den meisten Drogen mit anhaltender Abhängigkeit und verschwindet manchmal gänzlich.
Verantwortlich für den Wirkungseintritt im Sinne eines Flash sind bei Heroin neben Substanzeigenschaften wie Lipophilie oder geringer Proteinbindung insbesondere die Zubereitungsform und die Konsumtechnik. Ausschlaggebend für den subjektiv wahrnehmbaren Wirkungsverlauf im Sinne des gewünschten Flash sind weniger pharmakokinetische oder pharmakodynamische Substanzunterschiede der Opioide, sondern vielmehr ihre schnelle Anreicherung („Anflutung“) im Zentralnervensystem innerhalb einer sehr kurzen Invasionszeit.<ref>VdPP: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Heroin: Mittel der ersten Wahl für die Erhaltungstherapie bei methadonintoleranten Schwerstabhängigen? ( vom 25. April 2009 im Internet Archive)</ref>
Ein Flash ist nicht zu verwechseln mit einem Flashback.
Einzelnachweise
<references />