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Rupertsbuch

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Rupertsbuch
Gemeinde Schernfeld
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(386)&title=Rupertsbuch 48° 56′ N, 11° 8′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(386) 48° 55′ 34″ N, 11° 8′ 27″ O
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Höhe: 548 (530–551) m
Einwohner: 386 (1. Sep. 2024)<ref>Einwohnerzahlen. Abgerufen am 17. März 2026.</ref>
Postleitzahl: 85132
Vorwahl: 08421
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Rupertsbuch bei Tage
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In der Pfarrkirche
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Gedenkstein an den ersten Pfarrer von Rupertsbuch
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Anna-selbdritt-Gruppe in der Pfarrkirche

Rupertsbuch (bairisch Rupadschbouch<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Zwischn Doischda und Gummeding, auf www.donaukurier.de (Memento des Vorlage:IconExternal vom 29. Oktober 2021 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.donaukurier.de, abgerufen am 29. Oktober 2021</ref>) ist ein Gemeindeteil von Schernfeld im oberbayerischen Landkreis Eichstätt.

Lage

Das Pfarrdorf liegt auf der Hochfläche der Südlichen Frankenalb nördlich des Altmühltales an der B 13 zwischen Eichstätt und Weißenburg in Bayern.

Geschichte

Der Ort Rupertsbuch (Ruotpoldespuoch, d. h. Buchenwald des Ruotpold) ist 1002 bei der Erteilung des Wildbanns durch Kaiser Otto III. erstmals urkundlich erwähnt. 1289 erhielt der Eichstätter Bischof durch den letzten Hirschberger Grafen Gebhard VII. ein Gut in Rupertsbuch. 1347 erwarb der Eichstätter Bischof Albrecht I. von Hohenfels die Ortschaften Rupertsbuch und Workerszell von den Grafen Oettingen. In der Zeit von 1338 bis 1440 gehörten die beiden Dörfer den Herren von Heideck. 1443 wurden sie vom Eichstätter Bischof Albrecht II. von Hohenrechberg zurückgekauft. Rupertsbuch, aus sieben Untertanen(-familien) bestehend, unterstand fortan bis zur Säkularisation bezüglich der Dorf- und Gemeindeherrschaft dem Kastenamt Mörnsheim, hochgerichtlich dem Pflegamt Dollnstein. Auch das Spital Eichstätt hatte Grundbesitz in Rupertsbuch.

Vom Palmsonntag bis Karfreitag im Jahr 1460 lagerte das feindliche Heer der Herzöge von Bayern-Landshut, die zu dieser Zeit mit dem Eichstätter Bischof im Krieg lagen, in der Nähe. Die gesamte Umgebung wurde geplündert.

1486 tauschte der Eichstätter Bischof Wilhelm von Reichenau Güter in Rupertsbuch mit dem Augustinerchorherrenstift Rebdorf.

1808 bildete Rupertsbuch zusammen mit Sappenfeld, Schönau und Schernfeld mit Harthof den Steuerdistrikt Schernfeld. Seit 1818 gehörte Rupertsbuch zur Gemeinde Workerszell, wobei der Ferdinandshof, das ehemalige herzogliche Gestüt Geländer und das Gut Sperberslohe mit eingeschlossen waren. 1910 wurde der – heute nicht mehr als solcher genutzte – Wasserturm in Rupertsbuch errichtet. Er hat eine Höhe von 25 m und eine Kapazität von 100 m³.

Der Erste Weltkrieg forderte 1918 auch aus der Pfarrei Rupertsbuch seine Opfer. 85 Personen werden zu den Waffen gerufen, von denen 19 nicht mehr in die Heimat zurückkehrten.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 musste eine schreckliche Bilanz gezogen werden: 145 Pfarrangehörige waren zum Kriegsdienst einberufen worden, 24 sind gefallen, 12 vermisst, 2 in Russland und 4 in der Heimat an den Folgen ihrer Kriegsverletzungen gestorben.

Am 1. Mai 1978 wurde die Gemeinde Workerszell mit den Ortsteilen Workerszell, Rupertsbuch, Langensallach, Sperberslohe, Lohrmannshof und Petershöhe in die Gemeinde Schernfeld eingegliedert.<ref></ref>

Religionen

In Rupertsbuch steht die römisch-katholische Pfarrkirche St. Michael.

Einwohnerentwicklung

Datei:EinwohnerentwicklungRupertsbuch.jpg
Einwohnerentwicklung

Sonstiges

Datei:Wickenzell-Kapelle mit Rupertsbuch.jpg
Wickenzell-Kapelle mit Rupertsbuch
  • 1953 wurde der Schützenverein „Jurahöhe“ Rupertsbuch gegründet.
  • An kirchlichen Vereinen gibt es die Katholische Landjugend-Bewegung (KLJB) und einen Zweigverein des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB)
  • Der Krieger- und Kameradschaftsverein von Rupertsbuch feierte 1974 sein 50-jähriges Gründungsjubiläum.
  • 1986 erfolgt die Weihe des neuen Kriegerdenkmals.
  • Südlich von Rupertsbuch erinnert am Rand eines Wäldchens eine Flurkapelle an den aufgelassenen Ort Wickenzell, der bis ca. 1548 existierte und aus drei Höfen und einem Kammerlehen des Augustiner-Chorherrenstiftes Rebdorf bestand. An der heutigen Kapelle sollen, wie ein Erinnerungsstein im Innern aussagt, zwei Mädchen aus diesen Höfen ermordet worden sein.

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Literatur

  • Rupertsbuch. In: Felix Mader (Bearbeiter): Die Kunstdenkmäler von Bayern – Mittelfranken. II. Bezirksamt Eichstätt. München 1928 (Nachdruck München und Wien 1982), S. 307–309, Tafel XXII.
  • Theodor Neuhofer: Rupertsbuch. In: Sammelblatt des Historischen Vereins Eichstätt 61 (1965/66), Eichstätt 1968, S. 34.
  • Rupertsbuch. In Der Eichstätter Raum in Geschichte und Gegenwart. Eichstätt, Sparkasse, 2. erweiterte Auflage 1984, S. 276.

Weblinks

Commons: Rupertsbuch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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