Diethylsulfat
| Strukturformel | |||||||||||||||||||
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| Strukturformel von Diethylsulfat | |||||||||||||||||||
| Allgemeines | |||||||||||||||||||
| Name | Diethylsulfat | ||||||||||||||||||
| Andere Namen |
Schwefelsäurediethylester | ||||||||||||||||||
| Summenformel | C4H10O4S | ||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
farblose Flüssigkeit mit esterartigem Geruch<ref name="GESTIS"/> | ||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||||||||||||||
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| Eigenschaften | |||||||||||||||||||
| Molare Masse | 154,19 g·mol−1 | ||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
flüssig | ||||||||||||||||||
| Dichte |
1,18 g·cm−3 (25 °C)<ref name="roempp">Eintrag zu Diethylsulfat. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref> | ||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
−25 °C<ref name="GESTIS" /> | ||||||||||||||||||
| Siedepunkt |
>205 °C (Zersetzung)<ref name="GESTIS" /> | ||||||||||||||||||
| Dampfdruck |
16 Pa (20 °C)<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref> | ||||||||||||||||||
| Löslichkeit |
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| Brechungsindex |
1,3989 (20 °C)<ref name="CRC90_3_172">David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet-Version: 2010), CRC Press / Taylor and Francis, Boca Raton FL, Physical Constants of Organic Compounds, S. 3-172.</ref> | ||||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||||||||||||||
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| Zulassungsverfahren unter REACH |
besonders besorgniserregend: krebserzeugend, erbgutverändernd (CMR)<ref name="SVHC_100.000.536">Eintrag in der SVHC-Liste der Europäischen ChemikalienagenturVorlage:Abrufdatum</ref> | ||||||||||||||||||
| MAK |
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| Toxikologische Daten | |||||||||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C | |||||||||||||||||||
Diethylsulfat ist eine giftige, farblose, ölige Flüssigkeit mit einem charakteristischen Pfefferminzgeruch.
Eigenschaften
Die farblose Substanz ist bei Zimmertemperatur flüssig, aber wenig flüchtig. Diethylsulfat löst sich wenig in Wasser, wobei es unter Bildung von Ethylsulfat, Schwefelsäure und Ethanol langsam hydrolysiert. In heißem Wasser erfolgt diese Reaktion wesentlich schneller. Mit Ethanol, Ether und den meisten polaren organischen Lösemitteln ist Diethylsulfat mischbar.<ref name="roempp"/><ref>IARC Working Group on the Evaluation of Carcinogenic Risks to Humans: DIETHYL SULFATE. In: Occupational Exposures to Mists and Vapours from Strong Inorganic Acids; and Other Industrial Chemicals. International Agency for Research on Cancer, 1992, PMID 1345374 (nih.gov).</ref>
Verwendung
Diethylsulfat wird zur Alkylierung von Phenolen, Aminen und Thiolen verwendet.
Herstellung
Im Labor kann Diethylsulfat mit guter Ausbeute aus Sulfurylchlorid und überschüssigen absolutem Ethanol in Gegenwart einer Base bei 20 bis 35 °C hergestellt werden:
- <math>\mathrm{SO_2Cl_2 + 2 \ EtOH + 2 \ B. \longrightarrow}</math> <math>\mathrm{Et_2SO_4 + 2 \ B.HCl \ }</math>
Industriell wird jedoch Diethylsulfat aus Ethen und rauchender Schwefelsäure unter Druck und Kühlung gewonnen:
- <math>\mathrm{H_2SO_4 + 2 \ CH_2{=}CH_2 \longrightarrow}</math> <math>\mathrm{Et_2SO_4 \ }</math>
Das rohe Produkt wird durch Vakuumdestillation gereinigt.
Gefahrenbewertung
Sicherheitstechnische Kenngrößen
Verdampft die Flüssigkeit, so bildet sie bis zu einem Volumenanteil von 12 % explosive Gemische mit der Luft.
Die Substanz ist zwar brennbar, jedoch durch den geringen Dampfdruck sehr schwer entzündlich.<ref name="GESTIS"/>
Gesundheitliche Aspekte
Diethylsulfat ist giftig und wirkt korrosiv. Bei Hautkontakt ruft es schwere Verbrennungen hervor. Inhalation kann zu einem Lungenödem führen. Im Tierversuch erwies sich die Substanz als karzinogen, für den Menschen besteht ein begründeter Verdacht auf Karzinogenität. Die Substanz ist nach Anhang II, Nr. 6 der deutschen Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) als besonders gefährlicher krebserzeugender Stoff eingestuft und darf nur in geschlossenen Anlagen hergestellt oder verwendet werden.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) ( vom 25. Dezember 2010 im Internet Archive) vom 26. November 2010.</ref>
Diethylsulfat wurde am 19. Dezember 2012 in der Liste der besonders besorgniserregenden Stoffe aufgenommen.<ref name="SVHC_100.000.536" />
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:EG-Nummer abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:ECHA-InfoCard-ID abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:PubChem abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:ChemSpider abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:DrugBank fehlt lokal
- Gefährlicher Stoff mit harmonisierter Einstufung (CLP-Verordnung)
- Gesundheitsschädlicher Stoff bei Verschlucken
- Gesundheitsschädlicher Stoff bei Einatmen
- Giftiger Stoff bei Hautkontakt
- Ätzender Stoff
- Erbgutverändernder Stoff
- Krebserzeugender Stoff
- CMR-Stoff
- SVHC-Stoff
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:CAS-Nummer fehlt lokal
- Schwefelsäureester
- Beschränkter Stoff nach REACH-Anhang XVII, Eintrag 29
- Ethylester