Rob Krier wuchs in Echternach und Luxemburg auf, wo sein Vater eine Schneiderei betrieb. Nach seinem Architekturstudium an der TU München (1959–1964) wurde er zunächst Mitarbeiter von O. M. Ungers (1956/56), Frei Otto<ref>Rob Krier im Interview mit Lukas Fink, Tobias Fink, Ruben Bernegger: Rob Krier. In: Berliner Portraits. Senatsverwaltung für Kultur und Europa Berlin, September 2019, abgerufen am 21. November 2023.</ref> (1967–71), von Bodo Rasch und Peter Faller + Hermann Schröder (1971–1973)<ref>Rob Krier: Warum wird man Architekt? In: RobKrier.de. Abgerufen am 1. Juli 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> in Stuttgart, um dann an der Architekturabteilung der TH Stuttgart Assistent von Johannes Uhl zu werden.
Er setzte sich kritisch am Fallbeispiel von Stuttgart mit den Stadtstrukturen der Nachkriegsmoderne auseinander und entwickelte aus den Vorbildern historischer Städte neue Straßen- und Platzräume für das Leben in der Stadt. 1975 veröffentlichte er seine Untersuchungen in dem Buch „Stadtraum in Theorie und Praxis“<ref>Rob Krier: Stadtraum in Theorie und Praxis. In: RobKrier.de. 1975, abgerufen am 1. Juli 2025.</ref>, das ihn international bekannt machte.<ref>Falk Jaeger: Zum Tod von Rob Krier : Die Stadt als Lebensraum. In: FAZ. FAZ, 23. November 2023, abgerufen am 1. Juli 2025.</ref>
Krier lehrte an der École polytechnique fédérale de Lausanne, von 1976 bis 1998 als Professor an der TU Wien und leitete dort das Institut für Gestaltungslehre.<ref>Nachruf: Taten und Leiden der Leiblichkeit. Rob Krier (1938–2023) in: CATO-Magazin für neue Sachlichkeit, Nr. 2, Februar/März 2024 p.70ff.</ref>
1976 gründete Krier in Wien ein eigenes Büro. Beispiele seiner frühen stadtplanerischen Tätigkeit sind die im Zuge der IBA in Berlin realisierten Blockrandbebauungen an der Ritterstraße (1977–1980)<ref>Karin Berkemann: Der Architekt und Städteplaner Rob Krier ist tot. In: Online-Magazin moderneREGIONAL. Daniel Bartetzko, Karin Berkemann, 21. November 2023, abgerufen am 22. November 2023.</ref>, die Stadtvillen an der Rauchstraße (1980) sowie die Wohnhausanlage Breitenfurter Straße in Wien (1981–1987) und das Projekt Kirchsteigfeld in Potsdam (1992–1997), das er gemäß seiner städtebaulichen Vorgaben mit 24 Architekturbüros umsetzte.
1993 verlegte Krier sein Büro von Wien nach Berlin und führte es dort mit Christoph Kohl weiter.<ref>Christoph Kohl: In Memoriam Rob Krier. In: CKSA. Christoph Kohl Stadtplaner Architekten, 20. November 2023, abgerufen am 23. November 2023.</ref> Sie verwirklichten von 1993 bis Mitte 2010 städtebauliche Projekte in ganz Europa mit Planungsschwerpunkten in den Niederlanden: De Resident (1889–2001) und 't Haegsch Hof (2006–2010)<ref>Georg Scherer: Krier & Kohl: Postmodernes Wohnquartier in Den Haag. In: WS WienSchauen. Georg Scherer, 4. November 2023, abgerufen am 23. November 2023.</ref> in Den Haag, Noorderhof in Amsterdam (1995–1999), Meander in Amsterdam (1995–2006), Brandevoort bei Helmond (seit 1996), Citadel Broekpolder in Beverwijk-Heemskerk (seit 2001), Gildenkwartier in Amersfoort (1997–2005) und Slot Haverleij bei Herzogenbusch (1998–2011). Viele seiner Bauten und Plätze schmückte Rob Krier mit seinen bildhauerischen Werken.
O. Univ.-Prof. em., Dr. h. c.
Dipl. Ing. Architect, Sculptor, abgerufen am 25. November 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>, Luxemburg, L