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Menadion

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Strukturformel
Struktur von Menadion
Allgemeines
Freiname Menadion
Andere Namen
Summenformel C11H8O2
Kurzbeschreibung

gelber Feststoff<ref name="Thermofisher" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 200-372-6
ECHA-InfoCard 100.000.338
PubChem 4055
ChemSpider 3915
DrugBank DB00170
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Arzneistoffangaben
ATC-Code

B02BA02

Eigenschaften
Molare Masse 172,18 g·mol−1
Aggregatzustand

fest<ref name="Thermofisher" />

Schmelzpunkt

105–108 °C<ref name="Thermofisher">Vorlage:Thermofisher</ref>

Löslichkeit

nahezu unlöslich in Wasser<ref name="Thermofisher" />

Sicherheitshinweise
Bitte die Befreiung von der Kennzeichnungspflicht für Arzneimittel, Medizinprodukte, Kosmetika, Lebensmittel und Futtermittel beachten
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="Sigma">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>
Datei:GHS-pictogram-exclam.svg Datei:GHS-pictogram-pollu.svg

Achtung

H- und P-Sätze H: 302​‐​315​‐​317​‐​319​‐​335​‐​410
P: 261​‐​273​‐​280​‐​301+312​‐​302+352​‐​305+351+338<ref name="Sigma" />
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Menadion gehört zur Gruppe der K-Vitamine und wird auch als Vitamin K3 bezeichnet.

Gewinnung und Darstellung

Menadion wird durch Oxidation von 2-Methylnaphthalin mit Chromsäure oder Salpetersäure dargestellt.<ref name="Heinz-Gerhard Franck, Jürgen W. Stadelhofer">Heinz-Gerhard Franck, Jürgen W. Stadelhofer: Industrielle Aromatenchemie Rohstoffe · Verfahren · Produkte. Springer-Verlag, 1987, ISBN 978-3-662-07875-4, S. 348 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Eigenschaften

Menadion ist unempfindlich gegenüber Sauerstoff. Zersetzung erfolgt durch Licht, Alkalien, starke Säuren sowie reduzierenden Substanzen.<ref name="Alstad" />

Verwendung

Menadion wurde früher vorübergehend in wasserlöslicher Form als K3-Natriumhydrogen-Sulfit oder -Diphosphat klinisch angewandt. Vitamin K3 reizt in fester Form die Atemwege und die Haut. Wegen toxischer Wirkungen wird der Einsatz vermieden und anstelle dessen das natürlich vorkommende Phyllochinon gegeben. Für den menschlichen Verzehr ist Menadion verboten,<ref>Bundesanzeiger Nr. 59 vom 29. März 1989</ref> als Haustierfutter ist es jedoch nach wie vor erlaubt. Entgegen früheren Annahmen und im Gegensatz zu den natürlich vorkommenden K-Vitaminen zeigte sich Vitamin K3 im Tierversuch (Kälber, welche mit Cumarin-haltigem Steinklee gefüttert wurden) als wirkungslos bezüglich der Wiederherstellung der Blutgerinnungsfähigkeit.<ref name="Alstad">A. D. Alstad, H. H. Casper, L. J. Johnson: Vitamin K treatment of sweet clover poisoning in calves. In: J. of Am. Vet. Med. As. 187(7), 1985, S. 729–731.</ref>

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein