Zum Inhalt springen

Andreas Heraf

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 24. März 2026 um 16:03 Uhr durch imported>XaviYuahanda (Einzelnachweise).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Andreas Heraf
Datei:Andreas Heraf.jpg
Andreas Heraf (2009)
Personalia
Geburtstag 10. September 1967
Geburtsort WienÖsterreich
Größe 176 cm
Position Mittelfeld
Junioren
Jahre Station
Graphia Wien
SK Rapid Wien
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1985–1988 SK Rapid Wien 55 0(6)
1988–1990 First Vienna FC 76 (19)
1991 SV Austria Salzburg 11 0(4)
1991–1994 SK Vorwärts Steyr 80 (23)
1994 Hannover 96 17 0(3)
1994–1999 SK Rapid Wien 117 (19)
2000–2001 FC Kärnten 30 0(0)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1986–1989 Österreich U-21 15 0(4)
1987–1988 Österreich OT 3 0(0)
1996–1998 Österreich 11 0(1)
Stationen als Trainer
Jahre Station
2001–2002 1. FC Saarbrücken (Co-Trainer)
2002–2003 SK Rapid Wien Jugend
2003–2005 SC Austria Lustenau
2005 SC Schwanenstadt
2006 SV Pasching
2006–2007 SC Schwanenstadt
2007–2008 SC-ESV Parndorf
2008 Österreich U-20
2008–2009 Österreich U-18
2009–2010 Österreich U-19
2010 Österreich U-16
2011–2012 Österreich U-17
2012–2013 Österreich U-18
2013–2014 Österreich U-19
2014–2017 Österreich U-16
2017–2018 Neuseeland Frauen
2018–2019 Floridsdorfer AC
2019–2020 SV Ried (Co-Trainer)
2021 SV Ried (Co-Trainer)
2021 SV Ried
2022 Türkgücü München
2023 Schwarz-Weiß Bregenz
2024 SC Austria Lustenau
2024 BFC Dynamo
2025 SV Gmunden
2025– Schwarz-Weiß Bregenz
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Andreas Heraf (* 10. September 1967 in Wien) ist ein ehemaliger österreichischer Fußballspieler und nunmehriger -trainer. Der defensive Mittelfeldspieler kam elfmal in der österreichischen Fußballnationalmannschaft zum Einsatz.

Karriere

Als Spieler

Der Wiener begann seine Karriere bei Graphia Wien, einem Verein der Wiener Liga. Bereits mit elf Jahren wechselte er in die Nachwuchsabteilung des SK Rapid Wien, wo er alle Nachwuchsjahrgänge durchlief. Heraf schaffte direkt vom Nachwuchs den Sprung in die Kampfmannschaft der Grün-Weißen und unterschrieb 18-jährig 1985 seinen ersten Vertrag als Fußballprofi.

Nach fast zehn Jahren beim Rekordmeister wechselte er 1988 zum First Vienna FC, wo er sich von Anfang an einen Stammplatz erkämpfte. Im Sommer 1991 wurde Heraf vom SV Austria Salzburg verpflichtet, wo er sich jedoch nicht anfreunden konnte, weshalb er nach nur einem halben Jahr von den Mozartstädtern zum SK Vorwärts Steyr wechselte.

Im Jänner 1994 wurde Heraf von Hannover 96 für die 2. Bundesliga verpflichtet, wo er wiederum nicht glücklich wurde. Nach dieser halben Saison bei den Niedersachsen kehrte er im Sommer 1994 wieder zurück nach Österreich. Der damals noch langmähnige defensive Mittelfeldspieler wechselte an seine erste Wirkungsstätte zum SK Rapid Wien. Von 1999 bis 2003 spielte er dann für den FC Kärnten, wo er seine aktive Laufbahn als Fußballspieler beendete.

Heraf nahm an der Fußball-Weltmeisterschaft 1998 in Frankreich teil, wurde jedoch von Teamchef Herbert Prohaska nicht eingesetzt. Insgesamt bestritt er für die österreichische Fußballnationalmannschaft elf Länderspiele und erzielte dabei ein Tor. Sein Debüt gab er 1996 gegen Ungarn in Budapest.

Als Trainer

Die erste Trainerstation von Andreas Heraf, der bereits während seiner aktiven Fußballer-Laufbahn 1997 die UEFA-A-Lizenz mit Auszeichnung schaffte, war Austria Lustenau von 2003 bis 2005. Ab der 6. Spielrunde der Saison 2005/06 trainierte Heraf den SC Schwanenstadt, wo er den Aufstiegstrainer Andrzej Lesiak, der in den vorangegangenen fünf Ligapartien mit dem Klub sieglos geblieben war, ersetzte. Ab Jänner 2006 trainierte er für drei Bundesligaspiele den SV Pasching, wo er jedoch mit der Mannschaft und der Vereinsleitung nicht klarkam und von Dietmar Constantini im März abgelöst wurde. Ab Anfang September 2006 trainierte er wieder den SC Schwanenstadt, ehe er im Herbst 2007 zum SC-ESV Parndorf wechselte. Im Frühjahr wurde er von Johann Dihanich abgelöst.

Von Juli 2008 bis Juli 2017 war Heraf Trainer verschiedener österreichischen U20-Auswahl-Mannschaften und zudem Verantwortlicher im ÖFB für Nachwuchsförderung und die Akademien. Darüber hinaus betätigte er sich als Kommentator beim TV-Sender Sky Austria (vormals Premiere), wo er für die Spiele der Ersten Liga zuständig war.

Am 24. August 2017 gab der neuseeländische Fußballverband New Zealand Football bekannt, dass Heraf als Technischer Direktor verpflichtet wurde.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Heraf confirmed as Technical Director (Memento vom 7. November 2017 im Internet Archive)</ref>

Am 3. November 2017 wurde er zusätzlich Trainer der neuseeländischen Frauen-Nationalmannschaft Football Ferns. Nach Beschwerden aus der Frauenmannschaft, dass Heraf taktische und menschliche Mängel an den Tag gelegt hätte, wurde er am 20. Juni 2018 mit sofortiger Wirkung von beiden Posten suspendiert und eine verbandsinterne Untersuchung eingeleitet.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />NZF EXCO announces Football Ferns review (Memento vom 20. Juni 2018 im Internet Archive)</ref> Am 31. Juli 2018 erklärte Heraf seinen Rücktritt von beiden Funktionen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />NZ Football - Heraf resigns (Memento vom 31. Juli 2018 im Internet Archive)</ref>

Im Dezember 2018 wurde er Trainer des Zweitligisten Floridsdorfer AC.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Andreas Heraf übernimmt! Willkommen beim FAC (Memento vom 7. Dezember 2018 im Internet Archive) fac.at, am 6. Dezember 2018, abgerufen am 6. Dezember 2018</ref> Im Mai 2019 trennte sich der FAC von Heraf.<ref>Vertragsauflösung: FAC und Heraf gehen getrennte Wege fac.at, am 16. Mai 2019, abgerufen am 16. Mai 2019</ref>

Im Juli 2019 wurde er Co-Trainer von Gerald Baumgartner beim Zweitligisten SV Ried.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Andreas Heraf neuer Assistenztrainer bei der SV Guntamatic Ried (Memento vom 19. Juli 2019 im Internet Archive) svried.at, am 19. Juli 2019, abgerufen am 19. Juli 2019</ref> Nachdem Heraf im Juli 2020 entlassen worden war, wurde er dort im März 2021 erneut Co-Trainer, diesmal unter Miron Muslić.<ref>Bundesliga: Prominenter Name für Rieds Trainerteam sport.orf.at, am 15. März 2021, abgerufen am 16. März 2021</ref> Nach nur etwas über einer Woche als Co-Trainer übernahm er interimistisch das Cheftraineramt, nachdem Muslić zurückgetreten war.<ref>Miron Muslic tritt als Cheftrainer zurück, svried.at, am 25. März 2021, abgerufen am 25. März 2021</ref> In den ersten acht Partien unter Heraf blieben die unter Muslić noch stark abstiegsgefährdeten Rieder ungeschlagen und fixierten so bereits zwei Spieltage vor Saisonende den Klassenerhalt. Daraufhin erhielt Heraf im Mai 2021 einen bis Juni 2023 laufenden Vertrag als Cheftrainer.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Andreas Heraf bleibt Cheftrainer der SV Guntamatic Ried (Memento vom 14. Mai 2021 im Internet Archive) svried.at, am 14. Mai 2021, abgerufen am 14. Mai 2021</ref> Auch in die Saison 2021/22 starteten die Rieder solide, man holte aus den ersten neun Spielen jeweils drei Siege, Remis und Niederlagen. Im September 2021 ging Heraf aufgrund von Kehlkopfproblemen allerdings für über einen Monat in Krankenstand.<ref>Krankheit zwingt Cheftrainer Andreas Heraf zu einigen Wochen Pause svried.at, am 29. September 2021, abgerufen am 8. November 2021</ref> Aus diesem sollte er jedoch nicht mehr zurückkehren, im November 2021 trennte sich Ried aufgrund von Auffassungsunterschieden über die zukünftige Ausrichtung des Vereins von Heraf.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />SV Guntamatic Ried und Andreas Heraf gehen getrennte Wege (Memento vom 2. Juni 2022 im Internet Archive) svried.at, am 8. November 2021, abgerufen am 8. November 2021</ref>

Anfang Jänner 2022<ref>Österreicher Andreas Heraf neuer Trainer bei Türkgücü München, liga3-online.de, 27. Dezember 2021, abgerufen am 27. Dezember 2021.</ref><ref>In <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />diesem Video (Memento vom 27. Dezember 2021 im Internet Archive) äußerte der Geschäftsführer Kothny, dass Heraf am 1. Jänner 2022 erstmals auf die Mannschaft treffe und am 2. Jänner 2022 das erste Training stattfinde.</ref> ging Heraf nach 19 ½ Jahren wieder nach Deutschland und übernahm den Drittligisten Türkgücü München als Cheftrainer.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Heraf neuer Cheftrainer von Türkgücü München (Memento vom 27. Dezember 2021 im Internet Archive) turkgucu.de, am 27. Dezember 2021, abgerufen am 27. Dezember 2021</ref> Ende Jänner 2022 musste der Verein Insolvenz anmelden.<ref>Drittligist Türkgücü München stellt Insolvenzantrag, kicker.de, 31. Jänner 2022, abgerufen am 19. Februar 2022.</ref> Nach dem 26. Spieltag bestrafte der DFB die Münchner wegen der Insolvenz (9) und eines Auflagenverstoßes (2) mit einem Abzug von 11 Punkten.<ref>Elf Punkte Abzug für Türkgücü München, dfb.de, 18. Februar 2022, abgerufen am 19. Februar 2022.</ref> Damit rutschte die Mannschaft, die sich ohnehin im Abstiegskampf befunden hatte, mit nun 15 Punkten auf den letzten Platz und hatte 11 Punkte Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz. Ende März 2022 folgte nach dem 31. Spieltag der Saison 2021/22 die Einstellung der Spielbetriebs, womit alle bis dahin absolvierten Spiele annulliert wurden.<ref>Weitreichende Folgen für alle Klubs: Türkgücü zieht sich aus der 3. Liga zurück, kicker.de, 24. März 2022, abgerufen am 24. März 2022.</ref> Sportlich hatte Heraf mit der Mannschaft in 11 Drittligaspielen durch 3 Siege, 2 Unentschieden und 6 Niederlagen 11 Punkte geholt.

Nach der umstrittenen Entlassung von Roman Ellensohn wurde an Heiligabend 2022 Andreas Heraf als neuer Trainer von Schwarz-Weiß Bregenz vorgestellt.<ref>Nach Ellensohn-Aus: Bregenz zieht Trainer Heraf aus dem Hut, abgerufen am 4. Jänner 2023</ref> Mit Bregenz stieg er als Meister der Regionalliga West zu Saisonende in die 2. Liga auf. In dieser lief es weiterhin erfolgreich, sodass der Aufsteiger in der Winterpause der Saison 2023/24 auf dem dritten Platz rangierte. Im Dezember 2023 wurde Heraf dann als Trainer von Bundesligist Lustenau vorgestellt, bei dem er bereits zwischen 2003 und 2005 tätig gewesen war.<ref>ANDREAS HERAF NEUER CHEFTRAINER austria-lustenau.at, am 19. Dezember 2023, abgerufen am 19. Dezember 2023</ref> Mit Lustenau stieg er aber zu Saisonende aus der Bundesliga ab, seinen ausgelaufenen Vertrag verlängerte er nach dem Abstieg nicht.<ref>AUSTRIA UND HERAF SETZEN ZUSAMMENARBEIT NICHT FORT austria-lustenau.at, am 22. Mai 2024, abgerufen am 23. Mai 2024</ref>

Zur Saison 2024/25 übernahm er im Anschluss den deutschen Regionalligisten BFC Dynamo.<ref>Zukunftsplanung: Andreas Heraf wird neuer Trainer des BFC Dynamo bfc.com, am 25. Mai 2024, abgerufen am 25. Mai 2024</ref> Anfang September trat er aus gesundheitlichen Gründen von seinem Amt zurück.<ref>Vertragsauflösung aus gesundheitlichen Gründen: Einvernehmliche Trennung von Trainer Andreas Heraf bfc.com, am 2. September 2024, abgerufen am 26. Mai 2024</ref> Zur Saison 2025/26 übernahm er in Österreich den fünftklassigen SV Gmunden.<ref>Andreas Heraf wird Trainer von Klub in der 5. Liga krone.at, am 13. Juni 2025, abgerufen am 10. Oktober 2025</ref> Nach nur drei Monaten in Gmunden verließ er die Oberösterreicher im Oktober 2025 und wurde ein zweites Mal Trainer von Zweitligist Bregenz.<ref>Wechsel auf der Bank – Aufstiegstrainer Andy Heraf zurück in Bregenz! sw-bregenz.at, am 10. Oktober 2025, abgerufen am 10. Oktober 2025</ref>

Erfolge

Weblinks

Commons: Andreas Heraf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />

Vorlage:Navigationsleiste Kader von Schwarz-Weiß BregenzVorlage:Klappleiste/Anfang

Patrick Enengl (SKU Amstetten) | Danny Galm (FC Liefering) | Slobodan Grubor (SK Austria Klagenfurt) | Christian Heinle (FC Hertha Wels) | Andreas Heraf (Schwarz-Weiß Bregenz) | Jürgen Kerber (SK Rapid Wien II) | Hans Kleer (First Vienna FC) | Markus Mader (SC Austria Lustenau) | Vladimir Petrović (Kapfenberger SV) | Christian Schaider (SV Austria Salzburg) | Patrik Schuch (Floridsdorfer AC) | Cem Sekerlioglu (SKN St. Pölten) | Harald Suchard (Admira Wacker) | Maximilian Uhlig (Young Violets Austria Wien) | Christoph Wurm (SK Sturm Graz II)

Vorlage:Klappleiste/Ende