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Dimitris Lyacos

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Dimitris Lyacos, 2010

Dimitris Lyacos ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); * 19. Oktober 1966 in Athen) ist ein griechischer Schriftsteller.

Leben

Lyacos wuchs in Athen auf und studierte an der dortigen Universität Jura. Von 1988 bis 1991 lebte er in Venedig. 1992 zog er nach London. Er studierte Philosophie am University College London<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento des Vorlage:IconExternal vom 12. März 2018 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ucl.ac.uk</ref> bei den analytischen Philosophen Ted Honderich und Tim Crane mit den Schwerpunkten Epistemologie und Metaphysik, Philosophie der Antiken Griechenlands und Wittgenstein. 2005 zog er nach Berlin. Derzeit lebt er in Berlin und Athen.

Karriere

1992 begann Lyacos die Trilogie „Poena Damni“. Der Titel bezieht sich auf die Strafe der verdammten Seelen in der Hölle, sie dürfen Gott nicht schauen. Die Trilogie ist so aufgebaut, dass sie mit dem Schluss beginnt und von da aus zurück an den Anfang geht. Das Werk hat sich im Laufe von dreißig Jahren schrittweise zu einem „work-in-progress“ entwickelt.<ref>Paul B. Roth, Preface to Dimitris Lyacos, Bitter Oleander Journal Feature. The Bitter Oleander Journal, Volume 22, No 1, Spring 2016, Fayetteville, NY.</ref> Der dritte Teil (Der erste Tod) erschien zuerst in griechischer Sprache (Ο πρώτος θάνατος) und wurde später in Englisch, Spanisch und Deutsch übersetzt. Der zweite Teil unter dem Titel „Nyctivoe“ wurde ursprünglich 2001 in griechischer und deutscher Sprache und 2005 in englischer Sprache veröffentlicht. Diese Arbeit wurde 2014 durch eine neue Version mit dem Titel Mit den Menschen von der Brücke ersetzt.<ref name="With the people from the bridge"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />With the people from the bridge (Memento vom 22. Januar 2021 im Internet Archive)</ref>

Mehrere Künstler haben Lyacos’ Werken in verschiedenen künstlerischen Medien gebracht. Die österreichische Künstlerin Sylvie Proidl präsentierte 2002 eine Reihe von Gemälden in Wien. Eine Ton und Skulptureninstallation des Bildhauers Fritz Unegg und des BBC-Produzenten Piers Burton-Page ging 2004 auf Europatournee. 2005 präsentierte die österreichische bildende Künstlerin Gudrun Bielz ein von Nyctivoe inspiriertes Videokunstwerk. Die Myia Tanzkompanie führte eine zeitgenössische Tanzversion von Nyctivoe in Griechenland von 2006 bis 2009 auf. Eine Musik / Theaterversion von Z213: Exit der griechischen Komponisten Maria Aloupi und Andreas Diktyopoulos, gespielt vom Das Neue Ensemble und dem griechischen Schauspieler Dimitris Lignadis, wurde 2013 präsentiert.<ref>https://soundcloud.com/adiktyopoulos/z213-exit-chapter-8-part-33</ref> Lyacos war 1998 Gast International Poet mit Les Murray, bei Poetryfest International Poetry Festival, Aberystwyth, Wales. Fortan führte er Lesungen durch und lehrte an verschiedenen Universitäten weltweit, darunter Oxford, Triest, Hongkong und Nottingham. 2012 war er Writer in Residence am International Writing Program der University of Iowa.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Dimitris Lyacos | International Writing Program.] In: Iwp.uiowa.edu. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 27. Juli 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Er ist einer der jüngsten griechischen Schriftsteller, der internationale Anerkennung gefunden hat.<ref>A review of Z213: Exit. Mark King. The Literary Nest, Issue 1, April 2017.</ref><ref>John Taylor interviews Dimitris Lyacos. New Walk Magazine, Issue 12, Spring/Summer 2016, Leicester UK.</ref><ref>Eleni Sakellis, Some works of world-renowned poet Dimitris Lyacos. The National Herald, New York. Feb 20-26 2016, page 9.</ref> Poena Damni ist das am häufigsten rezensierte griechische literarische Werk der letzten Jahrzehnte<ref>Robert Zaller, Eucharist: Dimitris Lyacos's "With the People from the Bridge"The Critical Flame, March 2016. https://criticalflame.org/eucharist-dimitris-lyacoss-with-the-people-of-the-bridge/</ref> und Z213: Exit wohl das meistverkaufte Buch der zeitgenössischen griechischen Dichtung in englischer Übersetzung.<ref>Paul B. Roth, Preface to Dimitris Lyacos, Special Feature, The Bitter Oleander Journal. The Bitter Oleander Journal, Volume 22, No 1, Spring 2016, Fayetteville, NY.</ref> Lyacos war Gastautor beim Internationalen Literaturfestival von Tiflis im Jahr 2017.<ref>http://tbilisilitfest.ge/EN/index.php?do=full&id=5427</ref> Er vertrat Griechenland beim Transpoesie-Festival 2018 in Brüssel.<ref>http://transpoesie.eu/poets/801</ref>

Bis das Opfer unseres wird

Bis das Opfer unseres wird ist ein Roman in Episoden.<ref name="auto">Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig From Until the Victim Becomes Our Own.] In: Image Journal. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL;.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Als das „nullte“ Buch der Poena Damni-Trilogie konzipiert, untersucht das Werk Gewalt in ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen – als konstitutives Element bei der Herausbildung menschlicher Gesellschaften sowie hinsichtlich der schließlich eingenommenen Position des Individuums in einer Welt, die „von institutionalisierter Macht durchdrungen“ ist.<ref name="ammagazine1">Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Entangled narratives and dionysian frenzy: An interview with dimitris lyacos - 3:AM Magazine.] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL;.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Als Prequel zu Lyacos’ Trilogie beschrieben, entwirft Bis das Opfer Unseres wird ein Porträt der westlichen Zivilisation, das von ihren jüdisch-christlichen Grundlagen über Industrialisierung und die Entwicklung fortgeschrittener Formen von Zwang bis hin zu einer durch kybernetische Kontrolle auferlegten Harmonie untersucht und neu bewertet wird. Mit wechselnden Erzählinstanzen ergänzen sich die eigenständigen Kapitel des Buches in einer Abfolge, die verschiedenen Techniken der filmischen Montage ähnelt.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig “We Are Domesticators”: A Conversation with Dimitris Lyacos.] In: Another Chicago Magazine. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 25. Juli 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref><ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Finché la vittima non sarà nostra.] In: www.ilfoglio.it. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 25. Juli 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Poena Damni: Die Trilogie

Datei:POENA DAMNI TRILOGIE - DEUTSCHE AUSGABE.jpg
Poena Damni Trilogie – deutsche Ausgabe

Lyacos ist der Autor der Poena Damni Trilogie. Lyacos’ Werk ist bekannt für seine genrewidrige Form und die avantgardistische Kombination von Themen aus der literarischen Tradition mit Elementen aus Ritual, Religion<ref>Flucht als Heiligenpassion. Review by Peter Oehle. Fixpoetry, July 2020.https://www.fixpoetry.com/feuilleton/kritik/dimitris-lyacos/poena-damni-lyrik-trilogie</ref>, Philosophie und Anthropologie. Dabei werden die großen Erzählungen im Zusammenhang mit einigen der langanhaltenden Motive des westlichen Kanons erneut untersucht.<ref>World Literature Today, Notabenes Section, March 2017. Online</ref> Trotz der begrenzten Länge der gesamten Trilogie von nicht mehr als zweihundert Seiten dauerte die Arbeit an Poena Damni dreißig Jahre,<ref>World Literature Today, Notabenes Section, March 2017. https://www.worldliteraturetoday.org/2017/march/nota-benes-march-2017</ref><ref>Paul B. Roth, Preface to Dimitris Lyacos, Special Feature, The Bitter Oleander Journal. The Bitter Oleander Journal, Volume 22, No 1, Spring 2016, Fayetteville, NY.</ref><ref>Bethany W. Pope, With the people from the bridge: Poena Damni, The Ofi Press Magazine, Issue 44, Oktober 2015, Mexico City, Mexico. https://www.ofipress.com/lyacosdimitris.htm</ref> wobei die einzelnen Bücher während dieser Zeit überarbeitet und in verschiedenen Ausgaben veröffentlicht wurden. Sie sind um eine Ansammlung von Begriffen angeordnet, darunter Sündenbock, Suche, Rückkehr der Toten, Erlösung, körperliches Leiden und psychische Erkrankungen. Lyacos’ Charaktere sind immer von der Gesellschaft entfernt,<ref>Michael O’Sullivan. The Precarious Destitute: A Possible Commentary on the Lives of Unwanted Immigrants https://www.asiancha.com/content/view/2105/505/</ref> Flüchtlinge wie der Erzähler von Z213: Exit, Ausgestoßene in einem dystopischen Hinterland wie die Charaktere in Mit den Menschen von der Brücke oder wie der Protagonist von Der erste Tod, dessen Überlebenskampf sich auf einer wüstenartigen Insel vollzieht. Poena Damni wurde als „Allegorie des Unglücks“ zusammen mit Werken von Autoren wie Gabriel Garcia Marquez und Thomas Pynchon<ref>Williams, Mukesh. Representations of Self-Actualizing Women in Haruki Murakami and Leo Tolstoy. Studies in the English Language & Literature No. 77 2015 [p. 34].</ref> aufgefasst, während sie gleichzeitig als einer der wichtigsten Vertreter des postmodernen Erhabenen<ref>Philip Shaw, The Sublime. Chapter: The Sublime is Now, p. 176. Routledge 2017. https://books.google.gr/books?id=XA-9DgAAQBAJ&pg=PT206&lpg=PT206&dq=dimitris+lyacos+postmodern&source=bl&ots=_tMteVbd0Y&sig=18IjAjY8pYa2bDDutlWCO5cZKvs&hl=en&sa=X&ved=0ahUKEwj7teHY68bTAhWCfhoKHaD1BG8Q6AEIWjAJ#v=onepage&q&f=false</ref> und eines der wichtigsten anti-utopischen Werke des 21. Jahrhunderts.<ref>Toby Widdicombe, Andrea Kross. Historical Dictionary of Utopianism, p. xxxi. 2017, Rowman and Littlefield.https://books.google.gr/books?id=LQolDwAAQBAJ&pg=PR31&lpg=PR31&dq=%22Z213:+Exit%22&source=bl&ots=ICwJlpQG4e&sig=ujnqcbehQ_jshx8tQHzcnrhF6HY&hl=en&sa=X&ved=0ahUKEwj-l-vG66jUAhUEbRQKHVFOCAc4MhDoAQgiMAE#v=onepage&q&f=false</ref>

Zusammenfassung/Kontext

Die Trilogie scheint zu einem Kontext tragischer Poesie und epischer Dramatik zu gehören, wenn auch gleichzeitig deutlich postmodern ist.<ref>Poena Damni trilogy. Review by Justin Goodman. Cleaver Magazine, 2015. https://www.cleavermagazine.com/poena-damni-trilogy-by-dimitris-lyacos-reviewed-by-justin-goodman/</ref><ref>Philip Elliott. A review of Z213: Exit by Dimitris Lyacos. Compulsive Reader, August 2017. http://www.compulsivereader.com/2017/08/16/a-review-of-z213-exit-poena-damni-by-dimitris-lyacos/</ref> Es erforscht die tiefe Struktur der Tragödie anstelle ihrer formalen Merkmale und wurde daher als post-tragisches Werk bezeichnet.<ref>Ilias Bistolas, Poena Damni – Z213: Exit. Southern Pacific Review, Januar 2017.http://southernpacificreview.com/2017/01/26/z213-exit/</ref> Homer, Aischylos<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Verlagshaus J. Frank: Quartheft 08 | Der erste Tod | Dimitris Lyacos.] Belletristik-berlin.de, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 27. Juli 2013.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> und Dante<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Z213: Exit by Dimitris Lyacos.] In: Theadirondackreview.com. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 27. Juli 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref><ref>Philip Elliott. A review of Z213: Exit by Dimitris Lyacos. Compulsive Reader, August 2017. http://www.compulsivereader.com/2017/08/16/a-review-of-z213-exit-poena-damni-by-dimitris-lyacos/</ref> sowie die dunkleren Aspekte der romantischen Dichtung zusammen mit Symbolismus, Expressionismus<ref>Robert Zaller – Recent Translations from Shoestring Press.The Journal of Modern Greek Studies, Volume 19, 2001 / Johns Hopkins University Press.</ref> und einem intensiven religiösen und philosophischen Interesse durchdringen das Werk. Poena Damni ist somit trotz seiner postmodernen Züge eher mit der hochmodernen Tradition von James Joyce<ref>A review of Dimitris Lyacos's With the People from the Bridge Katie Bodendorfer Garner. The Packingtown Review, Mai 2016, Chicago <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento vom 16. August 2016 im Internet Archive)</ref> und Virginia Woolf<ref>Joseph Labernik. From the Ruins of Europe: Lyacos's Debt-Riddled Greece. https://www.tikkun.org/nextgen/from-the-ruins-of-europe-lyacoss-debt-riddled-greece</ref> verwandt. Das erste der drei Stücke, Z213: Exit (Z213: ΕΞΟΔΟΣ), berichtet über die Flucht eines Mannes von einer bewachten Stadt und seiner Reise durch traumhafte, manchmal alptraumhafte Länder.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig A Review of "Poena Damni, Z213: EXIT" by Dimitris Lyacos, Translated by Shorsha Sullivan «.] In: Decompmagazine.com. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 27. Juli 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Im zweiten Buch Mit den Menschen von der Brücke (Με τους ανθρώπους από τη γέφυρα) wird der Protagonist von Z213: Exit zu einem Erzähler ersten Grades, der als Zuschauer in einem behelfsmäßigen Spiel erscheint, das unter den Bögen einer verlassenen Bahnstation gespielt wird. Das dritte Buch, Der erste Tod (Ο Πρώτος Θάνατος), wird mit einem Mann auf einer felsigen Insel eröffnet und beschreibt seinen Überlebenskampf sowie den Zerfall seines Körpers und das Aufrollen seiner Speicherbänke.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Project MUSE – Robert Zaller. Recent Translations from Shoestring Press.] In: Muse.jhu.edu. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 27. Juli 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), 10.1353/mgs.2001.0026).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Überblick

Das Werk ist schwer zu klassifizieren, da es die üblichen Genregrenzen überschreitet.<ref>Philip Elliott. A review of Z213: Exit by Dimitris Lyacos. Compulsive Reader, August 2017. http://www.compulsivereader.com/2017/08/16/a-review-of-z213-exit-poena-damni-by-dimitris-lyacos/</ref><ref>https://www.odyssey.pm/?p=2464</ref> Z213: Exit rekontextualisiert Elemente aus dem größeren griechischen Kanon – einschließlich des entflohenen Helden und des widmen-Wanderers.<ref>Review of Z213: Exit. Will Carter, Ezra Journal of Translation, vol. 12, Spring 2017.</ref> Es stellt oft eine narrative Form aus und vermischt Poesie und Prosa.<ref>g emil reutter, Z213: Exit, North of Oxford. https://northofoxford.wordpress.com/2017/02/03/z213-exit-poena-damni/</ref> Die Trilogie geht in eine dramatische Darstellung von Charakter und Situation in Mit den Menschen von der Brücke über und später im Der erste Tod eine harte lyrische Art von Poesie verwendet wird um die Zerlegung und eventuelle Apotheose des Körpers darzustellen. Die Divergenzmöglichkeiten zwischen der wahrgenommenen und der objektiven Außenwelt werden ausgenutzt; Der Leser folgt dem unregelmäßigen Fluss innerer Monologe, der von Ereignissen in der Außenwelt herrührt und letztendlich als reflektiert auf die Denk- und Gefühlsoberflächen des Geistes des Protagonisten angesehen wird. Auf der anderen Seite werden eine außerirdische Umgebung und die sich entfaltenden, traumartigen Ereignisse mit eindrucksvoller Solidität präsentiert<ref>Z213: Exit by Dimitris Lyacos (Second Edition). Review by Max Goodwin Brown. Writing.ie. Oktober 2017, Ireland. https://www.writing.ie/readers/z213-exit-poena-damni-by-dimitris-lyacos/. Prick of the Spindle Journal, April 2017. Alabama, USA (on hiatus).</ref>, die auf eine alternative Realität hinweist oder eine verborgene Dimension der Welt enthüllt. Aus dieser Perspektive wurde die Arbeit als eine Art „Surfiction“ interpretiert.<ref>http://archives.evergreen.edu/webpages/curricular/2007-2008/monstrouspossibility_wiki/index-38812.php.html</ref>

Z213: Exit (Teil 1 der Trilogie)

Das erste der Stücke Z213: Exit schildert den Ausbruch eines jungen Mannes aus einer bewachten Stadt und seine Reise durch traumartige, manchmal auch albtraumartige Länder. Z213: Exit verwendet das Gerät des Palimpsests, um ein fiktives Gewebe zu präsentieren und das Elemente aus alten und modernen Quellen sowie den „Dialog“ seiner beiden Protagonisten zu kombinieren. [41] Es besteht aus einer Reihe fragmentierter Einträge<ref>Nicholas Alexander Hayes. Review of Z213: Exit. Your Impossible Voice, Februar 2017. https://www.yourimpossiblevoice.com/review-z213-exit-poena-damni-dimitris-lyacos/</ref> in einem fiktionalen Tagebuch, das die Erfahrungen eines namenlosen Protagonisten während einer Zugfahrt in ein unbekanntes Land aufzeichnet.<ref>A review of Z213: Exit. Mark King. The Literary Nest, Vol. 3, Issue 1, April 2017.</ref> Der Mann wurde aus einer in seiner Tagebuch<ref>The Missing Slate. Review of Z213: Exit by Jacob Silkstone. March 2017. <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento des Vorlage:IconExternal vom 11. Juni 2019 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/themissingslate.com</ref> elliptisch beschriebenen Haftzeit entlassen, oder entkommen, und erinnert an ein Krankenhaus, ein Gefängnis, ein Ghetto oder eine Art Enklave.<ref>Decomp Magazine. Spencer Dew, Dimitris Lyacos’ Z213: Exit. Juli 2011.</ref> Seine nachfolgenden Wanderungen zwischen verwüsteten Landschaften am Rande der Realität<ref>Z213: EXIT by Dimitris Lyacos (Second Edition). Review by C.L. Bledsoe. Free State Review, Oktober 2017, Maryland USA. <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento vom 4. Oktober 2017 im Internet Archive)</ref> sind in eine sehr detaillierte und irgendwie kafkaeske Atmosphäre<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Cha: An Asian Literary Journal – A Philosophy of Exits and Entrances: Dimitris Lyacos's Poena Damni, Z213: Exit.] In: Asiancha.com. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 27. Juli 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> gesetzt, die den Punkt unterstrichen, dass die traumhaftesten Ereignisse auch die wirklichen sind.<ref>Z213: Exit by Dimitris Lyacos (Second Edition). Review by Max Goodwin Brown. Writing.ie. Oktober 2017, Ireland. https://www.writing.ie/readers/z213-exit-poena-damni-by-dimitris-lyacos/. Prick of the Spindle Journal, April 2017. Alabama, USA (on hiatus).</ref><ref>Genna Rivieccio, Z213: Exit. The Opiate Magazine, Februar 2017. https://theopiatemagazine.com/2017/02/12/poena-damni-z213-exit-by-dimitris-lyacos-gets-worthy-translation-from-shorsha-sullivan/</ref> Auf dem Weg taucht der Protagonist tiefer in eine scheinbar religiöse Suche ein, während gleichzeitig sein wachsender Eindruck von Verfolgung<ref>Marie Schutt. Dimitris Lyacos's Z213: Exit, a world gone mad. Liminoid Magazine, Februar 2017. <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento des Vorlage:IconExternal vom 26. Februar 2020 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.liminoidmagazine.com</ref> ein Element der Spannung und des Film-Noir-Charakters einführt. So hängt der Text von der Metaphysik ab, erinnert aber auch an ein privates Auge von L.A. in einem Detektivroman der 1940er Jahre, der findet sich am Rande einer außergewöhnlichen Entdeckung. Z213: Exit endet mit der Beschreibung eines Opfers, bei dem der Protagonist und eine „hungrige Band“ ein Lamm am Spieß braten, seinen noch blökenden Körper schneiden und enthäuten und dessen Eingeweide entfernen, als ob sie einen heiligen Ritus beobachten.<ref>Cha An Asian Literary Journal, Issue 13, Februar 2011. Michael O' Sullivan. A philosophy of exits and entrances: Dimitris Lyacos’ Poena Damni, Z213 Exit</ref>

Mit den Menschen von der Brücke (Teil 2 der Trilogie)

Im zweiten Buch Mit den Menschen von der Brücke versucht ein von Dämonen besessener Mann die Leiche seiner Geliebten wiederzubeleben, woran er jedoch scheitert und schließlich selbst mit ihr im Grab vereint wird. Das Buch dreht sich um die Geschichte einer Person, die dem Gerasene dämonisierter aus dem Markusevangelium ähnelt, auf einem Friedhof lebt, von Dämonen gequält und sich mit Steinen geschnitten. Er betritt das Grab seines toten Geliebten, indem er versucht, den Sarg zu öffnen, in dem sie in einem Zustand zu liegen scheint, der nicht von Zersetzung betroffen ist. Die Dringlichkeit seines Verlangens ihren Körper neu belebt, dessen Übergang ins Leben beschrieben wird.<ref name="With the people from the bridge" /> Das Grab wird zu einem „feinen und privaten Ort“ für Liebhaber, die noch umarmen können.<ref>Chris Duncan, <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento vom 22. Juni 2015 im Internet Archive)</ref>

Das Stück erzählt in einer multiperspektivischen Erzählung die Geschichte, die auf dem Thema des Wiedergänger basiert, durch die eingebetteten Berichte der ersten Person von vier Charakteren: Der Mann, der von Dämonen besessen ist, versucht, den Körper seines Geliebten wiederzubeleben, endet jedoch damit, sie im Grab zu treffen.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Lyacos, Nyctivoe Libretto 5.] Ctl-presse.de, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 27. Juli 2013.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Die Aktion ist von einem Kontext umgeben, der an ein Totenfest sowie an eine Vampirepidemie erinnert. Es gibt klare Bezüge zur christlichen Tradition<ref>Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> und zur Eschatologie, und das Stück führt zu einer gemeinsamen Betrachtung der kollektiven Errettung, die letztendlich nach einer letzten narrativen Wendung ungelöst bleibt.<ref>Robert Zaller, Eucharist: Dimitris Lyacos's "With the People from the Bridge"The Critical Flame, March 2016. https://criticalflame.org/eucharist-dimitris-lyacoss-with-the-people-of-the-bridge/</ref>

Der erste Tod (Teil 3 der Trilogie)

Das dritte Buch, Der erste Tod beginnt mit einem auf einer felsigen Insel ausgesetzten Mann und schildert in weiterer Folge dessen Überlebenskampf und den Zerfall seines Körpers sowie die Auflösung seines Gedächtnisses. Ins Text wird dem verstümmelten Körper ein Ort verweigert, der sich gegen die Felsen schleift und fortwährend physisch und mental degradiert, da sogar die Mechanismen des Gedächtnisses verlagert werden.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig NonFiction.] The Writing Disorder, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 27. Juli 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Doch die Verbindung zwischen Mensch und Körper, die das Leben sichert, bleibt bestehen bis zu einem „Punkt ohne Substanz, wo die Welt zusammenstößt und abhebt“.<ref>The First Death, Poena Damni, Translated by Shorsha Sullivan, Shoestring Press, Nottingham 2000, page 32.</ref>

Rezeption

Poena Damni ist das am weitesten verbreitete und am besten bewertete Werke<ref>A review of Z213: Exit. Mark King. The Literary Nest, Vol. 3, Issue 1, April 2017.</ref><ref>http://tbilisilitfest.ge/EN/index.php?do=full&id=5432</ref> der zeitgenössischen griechischen Literatur in Übersetzung, dessen verschiedene Ausgaben, bis Herbst 2018, 55 internationale Rezensionen erhalten hatten.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Reviews and Articles.] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 7. Dezember 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Es wurde gefeiert, die Differenz zwischen Modernismus und Postmodernismus kreativ zu überwinden, obwohl sie auf einer Vielzahl kanonischer Texte der westlichen Literatur fest verankert ist. Die meisten Kritiker kommentieren die Verwendung eines komplizierten Netzes von Textreferenzen und Umschreibungen klassischer und biblischer Werke und stellen gleichzeitig den einzigartigen Stil und Charakter der Arbeit fest.<ref>Philip Elliott. A review of Z213: Exit by Dimitris Lyacos. Compulsive Reader, August 2017. http://www.compulsivereader.com/2017/08/16/a-review-of-z213-exit-poena-damni-by-dimitris-lyacos/</ref> Die Trilogie hat zu erheblicher wissenschaftlicher Kritik geführt und ist auch Bestandteil verschiedener universitärer Lehrpläne zur postmodernen Fiktion.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />CURRICULUM OF ENGLISH BS & MS/MPhil (Revised 2017) (Memento vom 14. April 2018 im Internet Archive) (pp. 187-188)</ref> Die deutsche Ausgabe wurde vom Krautreporter als bester in Deutschland veröffentlichter Gedichtband des Jahres 2020 ausgewählt.<ref>https://krautreporter.de/3572-die-besten-unbekannten-bucher-des-jahres</ref>

Publikationsgeschichte

Die Poena Damni-Trilogie erschien erstmals in deutscher Sprache in Form der ersten Fassung des zweiten Buches [Nyctivoe] von CTL-Presse, Hamburg, in einer zweibändigen griechisch-deutschen Ausgabe anlässlich der Frankfurter Buchmesse 2001. Die erste Ausgabe der dritten Das Buch „Der erste Tod“ erschien erstmals 2008 in deutscher Sprache (ISBN 978-3-940249-27-2), gefolgt von einer zweiten Ausgabe im Jahr 2014 (ISBN 978-3-940249-85-2). Die endgültige vollständige Trilogie-Ausgabe erschien im April 2020 im Klak Verlag.<ref>https://www.klakverlag.de/produkt/poena-damni-trilogie-lyrik/#tab-author</ref>

Bibliographie in deutscher Sprache

  • Dimitris Lyacos Poena Damni. Trilogie. Z213: Exit | Mit den Menschen von der Brücke | Der erste Tod. Aus dem Neugriechischen von Nina-Maria Wanek. KLAK Verlag. 2020. ISBN 978-3-948156-33-6
  • Poena Damni Der Erste Tod. Deutsche Ausgabe. Übersetzt von Nina-Maria-Wanek. Verlagshaus J.Frank | Berlin, 2014.
  • Poena Damni Der Erste Tod. Deutsche Ausgabe. Übersetzt von Nina-Maria-Wanek. Verlagshaus J.Frank | Berlin, 2008.
  • Poena Damni Nyctivoe. Griechisch-deutsche Ausgabe. Übersetzt von Nina-Maria Jaklitsch. CTL Presse. Hamburg.2001.
  • Poena Damni Nyctivoe. Englische Ausgabe. Übersetzt von Shorsha Sullivan. Shoestring Press. 2005.

Weblinks

Commons: Dimitris Lyacos – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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