Valtra
| Valtra Oy Ab
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| colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Valtra Logo Black Outline RGB.png | |
| Rechtsform | Osakeyhtiö |
| Gründung | 1951 |
| Sitz | Suolahti, Datei:Flag of Finland icon.svg Finnland |
| Leitung | Mikko Lehikoinen |
| Mitarbeiterzahl | rund 1.700 |
| Branche | Landtechnik |
| Website | www.valtra.fi |
Valtra Oy Ab [<templatestyles src="IPA/styles.css" />] ist ein Tochterunternehmen des US-amerikanischen Konzerns AGCO, das Landmaschinen unter dem Markennamen Valtra produziert.<ref name="agco brands">Our Brands. AGCO Corp.com, abgerufen am 16. November 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Fertigungsstätten befinden sich am Hauptsitz in Suolahti, Finnland und in Mogi das Cruzes, Brasilien (östlich von São Paulo).<ref name="unternehmen" /> Es werden insgesamt rund 1.700 Mitarbeiter an beiden Standorten beschäftigt.<ref name="unternehmen">Unternehmen. Valtra.de, abgerufen am 16. November 2020.</ref>
In erster Linie produziert Valtra Traktoren in verschiedenen Größen- und Leistungsklassen für den weltweiten Verkauf. Speziell für den europäischen Markt stellt das Unternehmen zudem Frontlader und Generatoren her.<ref name="produkte deutschland">Produkte. Valtra.de, abgerufen am 16. November 2020.</ref> In Brasilien werden neben Traktoren auch Mähdrescher, Zuckerrohrerntemaschinen, selbstfahrende Feldspritzen, Drillmaschinen und Einzelkornsämaschinen unter der Marke Valtra angeboten.<ref name="brasil">Valtra do Brasil wird 60, abgerufen am 26. November 2023 (deutsch).</ref>
Geschichte
Ende der 1940er Jahre begann die staatliche Kanonenfabrik in Finnland Valtion Tykkitehtaat mit der Entwicklung eines Traktors und baute auch einen Prototyp. Dieser entsprach jedoch nicht den Erwartungen. Man ging daher einen anderen Weg und übertrug das Projekt den neu gegründeten staatlichen Metallwerken Valtion Metallitehtaat (ab 1951 zu Valmet verkürzt). Aus verschiedenen Komponenten wurde dort ein neuer Prototyp zusammengebaut und 1952 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Anschließend begann die Produktion und die Absatzzahlen stiegen in den darauffolgenden Jahren sprunghaft an. So wurden 1955 bereits mehr als 2000 Valmet-Traktoren hergestellt.<ref name="Köstnick151">Joachim M. Köstnick: Die besten Traktoren aus aller Welt. Motorbuch Verlag, 2023, ISBN 978-3-613-04615-3, Seite 151.</ref>
Ende der 1950er Jahre erhielt Valmet vom brasilianischen Staat nach Durchlaufen eines Ausschreibungsverfahrens die Erlaubnis für die Produktion von Traktoren in Brasilien und eröffnete daraufhin 1960 eine Fabrik östlich von São Paulo.
Im Jahr 1980 übernahm Valmet die Traktorsparte von Volvo, nachdem sich der schwedische Hersteller ein Jahr zuvor dazu entschieden hatten die Landmaschinenproduktion einzustellen. Die Traktoren trugen anfangs den Markennamen Volvo BM Valmet und später Volvo Valmet.<ref name="Mößmer">Albert Mößmer: Alles über Traktoren – Marken und Typen. Band 4, GeraMond-Verlag, München, 2006, ISBN 978-3-86245-539-3, Seite 63.</ref>
Valmet blieb bis 1993 ein Staatsbetrieb und wurde anschließend privatisiert.<ref name="Köstnick152">Joachim M. Köstnick: Die besten Traktoren aus aller Welt. Motorbuch Verlag, 2023, ISBN 978-3-613-04615-3, Seite 152.</ref> So kam die Valmet-Traktorenfabrik 1994 zum ebenfalls privatisierten Sisu-Konzern. 1996 entstanden 13.000 Diesel-Motoren.<ref name="profi-635932">50 Jahre Valmet-Motoren. In: profi.de. 1. März 1997, abgerufen am 20. Oktober 2024.</ref> Sisu wiederum wurde 1997 mit dem finnischen Großkonzern<ref name="profi-635932"/> Partek<ref>Partek Oy Ab. In: opencorporates.com. Abgerufen am 20. Oktober 2024.</ref>-Gruppe verschmolzen und Sisu-Tractors wurde umbenannt in Valtra. Im Rahmen des Verkaufs wurden die Nutzungsrechte der Marke Valmet für Traktoren bis April 2001 befristet, so dass ab 1997 zunächst unter dem Eigentümer Partek die Doppelmarke Valtra Valmet etabliert wurde, ehe schließlich im Januar 2001 die endgültige Umbenennung in Valtra erfolgte.<ref name="valtra history 1994">1994 Sisu ownership. History.Valtra.com, abgerufen am 16. November 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name="valtra history 1997">1997 Partek acquires Sisu. History.Valtra.com, abgerufen am 16. November 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 2002 wurde Partek durch Kone übernommen.<ref name="valtra history 2002">2002 Kone Corporation acquires Partek. History.Valtra.com, abgerufen am 16. November 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Kone wiederum verkaufte 2004 Valtra an AGCO.<ref name="valtra acquisition">AGCO Completes Acquisition of Valtra. News.AGCOCorp.com, 5. Januar 2004, abgerufen am 16. November 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Produkte
Valtra produziert hauptsächlich Traktoren in verschiedenen Größen- und Leistungsklassen. Dazu gehören zum einen Schmalspurschlepper der 2019 eingeführten F-Serie mit einer Leistung zwischen 75 und 103 PS.<ref name="f-serie">Valtra stellt mit der F-Serie neue Traktoren für Weinberge und Obstplantagen vor. Valtra.de, 11. Oktober 2019, abgerufen am 16. November 2020.</ref> Zum anderen werden seit 2003 Kompakttraktoren der A-Serie angeboten, bei der das Leistungsspektrum in der aktuellen Modellgeneration von 75 bis 135 PS reicht.<ref>Valtra A83-93, abgerufen am 2. Dezember 2023.</ref><ref>Valtra A-Serie, abgerufen am 2. Dezember 2023.</ref> Darüber hinaus baut Valtra seit 2020<ref name="g-serie">Brandneue Baureihe von Valtra. Valtra.de, 28. August 2020, abgerufen am 16. November 2020.</ref> Standardschlepper der G-Serie mit 105 bis 145 PS, seit 2005<ref name="valtra n series">2005 N Series. History.Valtra.com, abgerufen am 16. November 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> die N-Serie mit einer Leistung von 135 bis 201 PS<ref>Valtra N123-N163 Versu/Direct (2011-16), abgerufen am 2. Dezember 2023.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie ( vom 27. Oktober 2014 im Internet Archive)</ref> und seit 2007 die T-Serie mit 155 bis 271 PS.<ref>Valtra T133-T213 (2011–2015), abgerufen am 2. Dezember 2023.</ref><ref>Valtra T-Serie, abgerufen am 2. Dezember 2023.</ref> Noch leistungsstärker ist die im Jahr 2022 eingeführte Q-Serie mit 205 bis 305 PS. Die S-Serie ist das Flaggschiff von Valtra und wurde 2001 eingeführt. Das Leistungsspektrum liegt in dieser Serie bei 280 bis 420 PS.<ref>Modellübersicht und technische Daten zu Valtra-Traktoren auf traktor-daten.de, abgerufen am 20. April 2025.</ref><ref>Valtra S274–S374, abgerufen am 2. Dezember 2023.</ref><ref>Valtra S-Serie, abgerufen am 2. Dezember 2023.</ref>
Neben den Traktoren stellt das Unternehmen auch Frontlader<ref>Frontlader von Valtra, abgerufen am 3. Dezember 2023.</ref> und Stromerzeugungsaggregate von 60 kVA bis 250 kVA her.<ref>Generatoren von Valtra, abgerufen am 3. Dezember 2023.</ref> Für den brasilianischen bzw. südamerikanischen Markt bietet Valtra eine eigene Produktpalette bestehend aus Traktoren, Mähdreschern, Zuckerrohrerntemaschinen, selbstfahrenden Feldspritzen und Sämaschinen an.<ref name="brasil" />
Siehe auch
Weblinks
Einzelnachweise
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