Zum Inhalt springen

Erika Kickton

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 20. Februar 2026 um 19:38 Uhr durch imported>Mailaender45 (Weitere Belege erg).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Erika Kickton (* 21. Mai 1896 in Berlin-Schöneberg; † 28. September 1967 in Wiesbaden)<ref name=rare>Tobias Bröker: Erika Kickton auf rare-manuscripts (englisch)</ref> war eine deutsche Journalistin, Musikwissenschaftlerin und Komponistin.

Leben

Erika Kickton wurde in Berlin als Tochter des Kirchenbauers Arthur Kickton geboren. Sie studierte u. a. Kunstgewerbe in Potsdam, Weimar und Berlin<ref name="kosch">Kickton, Erika. In: Wilhelm Kosch, Lutz Hagestedt (Hrsg.): Deutsches Literatur-Lexikon. Das 20. Jahrhundert. Band 27. De Gruyter, 2016, ISBN 978-3-11-045298-3.</ref> sowie Musik und Komposition bei Otto Becker und Wilhelm Klatte in Berlin.<ref name="dml">Kickton, Erika. In: Erich H. Müller (Hrsg.): Deutsches Musiker-Lexikon. Limpert, Dresden 1929.</ref> Von 1921 bis 1927 leitete sie ein Musikseminar in Potsdam und war Musikreferentin der Potsdamer Tageszeitung.<ref name="kosch" />

Sie übersiedelte 1927 in die Schweiz<ref name="dml" /> und lebte in den späten 1920er- und 1930er-Jahren mit ihrer Lebensgefährtin in Locarno-Monti.<ref name="crt" /> In ihrem Werk Charakterkunde<ref>Charakterkunde. Verlag Bernard & Graefe. Berlin. 1958.</ref> thematisierte sie kurz den „Edelkommunismus“ auf dem Locarno benachbarten Monte Verità. 1942 hatte sie ihren Wohnsitz in Potsdam-Neubabelsberg. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde sie wegen der Verweigerung des Hitlergrußes für zwei Wochen inhaftiert.<ref name="crt">Claims Resolution Tribunal: In re Holocaust Victim Assets Litigation. 19. November 2003, Aktenzeichen: CV96-4849, abgerufen am 20. Februar 2026.</ref>

1947 promovierte sie mit der Dissertation Das Problem der Konsonanz zum Dr. phil.<ref name="kosch" /> 1963 lehrte sie Charakterkunde an der Universität Frankfurt am Main.<ref>Personen- und Vorlesungsverzeichnis der Universität Frankfurt am Main – 1963.</ref>

Schriften

  • Das Problem der Konsonanz. 1947
  • Was wissen wir über Musik. Merseburger, Leipzig 1926.
  • Charakterkunde. Bernard & Graefe, Berlin 1958.
  • Musikwissenschaft im Umriß. Max Hesse, Berlin 1958.
  • Die Beziehung der Tonkunst zur Philosophie. Kgr-Ber. Basel 1949, Kassel o. J.
  • Drei Lieder nach Gedichten von Hermann Löns (Musikalische Fundgrube)
  • Durch Potsdams Gärten. 1921.
  • Gedanken und Stimmungen in Versen. 1921.
  • Von Poztupimi nach Potsdam. Ein Spaziergang durch die Jahrhunderte (= Westermanns Monatshefte. Band 136). Westermann, Braunschweig 1924.

Literatur

  • Wilhelm Kosch: Deutsches Literatur-Lexikon (1979)
  • Joseph Kürschner: Kürschners deutscher Literatur-Kalender (1963)
  • Wer ist wer? (1996)
  • Schweizerisches Zeitgenossen-Lexikon (1932)

Weblinks

Einzelnachweise

<references/>

Vorlage:Hinweisbaustein