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James Rizzi

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Datei:James Rizzi 2008 (cropped).jpg
James Rizzi 2008 in der Bundeskunsthalle in Bonn

James Rizzi (* 5. Oktober 1950 in New York City; † 26. Dezember 2011 ebenda) war ein US-amerikanischer Künstler und Maler. Er wird der Pop Art zugeordnet.

Leben

Datei:Braunschweig Rizzi-Haus von Sueden (2011).JPG
Happy RIZZI House in Braunschweig
Datei:RizziWithBeetle4Wikipedia.jpg
Rizzi und der von ihm gestaltete New Beetle, 2006
Datei:Rizzi-Stadtbahn in Weinsberg.jpg
„Rizzi-Bahn“ in Weinsberg
Datei:Lloyd-Passage-Bremen(JamesRizzi).jpg
James Rizzis Handabdruck in der Lloyd-Passage in Bremen

James Rizzi wurde als Sohn einer Mutter irischer Herkunft und eines Vaters aus italienischer Familie geboren und wuchs als eines von drei Kindern im New Yorker Stadtteil Brooklyn in der East 8th Street auf. Rizzi machte seinen Schulabschluss an der Holy Innocents Grammar School, Brooklyn, und besuchte die Erasmus High School, ebenfalls in Brooklyn. Ab 1969 studierte er Kunst an der University of Florida in Gainesville. Bereits während seines Studiums beschäftigte er sich mit der Kombination von Malerei und Skulptur und entwickelte schließlich die von ihm häufig verwendete Technik der 3D-Grafik. Nach Abschluss seines Studiums 1974 hatte er erstmals Gelegenheit, seine Arbeiten im New Yorker Brooklyn Museum der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Mit wachsender Popularität begannen sich Galerien und Museen für seine Werke zu interessieren, aber auch neben der Malerei fand Rizzi ein breites Betätigungsfeld, indem er unter anderem Platten/CD-Cover, Animations-Musik-Videos und verschiedenste Gebrauchsgegenstände, von Telefonwertkarten bis zu Rosenthal-Porzellan, gestaltete. Zahlreiche Einzelausstellungen und Auszeichnungen waren die Folge, zu Lebzeiten war James Rizzi einer der populärsten zeitgenössischen Künstler der Pop Art.

Rizzi hat sich mehrmals in Kooperation mit deutschen Organisationen für wohltätige Zwecke engagiert. So ging beispielsweise in einer Zusammenarbeit mit dem „Lions Club Krefeld Rheintor“ der Erlös einer kompletten limitierten und signierten Edition der Lithografie „Gone With The Wind“ an die Opfer der Hurrikankatastrophe in New Orleans. Für Peter Maffays unter der Schirmherrschaft der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel stehendes Projekt „Begegnungen“ zugunsten hilfsbedürftiger Kinder übernahm Rizzi die Patenschaft für ein Schulprojekt des Lakota-Indianerstammes im US-Bundesstaat South Dakota.

Rizzi starb in der Nacht auf den 26. Dezember 2011 in seinem Studio im Stadtteil SoHo im New Yorker Bezirk Manhattan.<ref name="Homepage Rizzi">James Rizzi. 5. Oktober 1950 bis 26. Dezember 2011. In: Homepage des Künstlers. Art 28, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 7. Januar 2012; abgerufen am 28. Dezember 2011: „Er war mitten in den Vorbereitungen für neue Projekte, als der Tod ihn ereilte.“</ref> Nach seinem Tod wurden noch zahlreiche 3D-Editionen herausgegeben, die auf Vorzeichnungen des Künstlers basierten. Es wurden aber auch Sneakers unter der Marke Fila im Jahr 2012 in limitierter Auflage in Deutschland, Österreich und der Schweiz verkauft.<ref>2012 – Die Rizzi-Sneakers. In: James-Rizzi.com. Art 28 GmbH & Co. KG, abgerufen am 17. Juni 2021 (deutsch).</ref>

Stil

Rizzis Arbeiten haben häufig seine Heimatstadt New York und deren Einwohner zum Inhalt. Die Bilder sind meist von geradezu kindlich-naiver Einfachheit und in sehr bunten Farben gehalten und strahlen Fröhlichkeit, urbane Lebensfreude und Optimismus aus, was ihm von der Kunstpresse die Bezeichnung „Urban Primitive Artist“ einbrachte.<ref>Urban Primitive Artist James Rizzi Dies bei artlyst.com</ref>

Bei der für ihn charakteristischen dreidimensionalen Konstruktionstechnik werden aus einem Duplikat des Bildes, welches als Hintergrund dient, die Bildelemente des Vordergrundes ausgeschnitten und mittels Brücken aus Schaumstoff oder ähnlichen Werkstoffen in eine zweite Bildebene gesetzt. Dies ruft beim Betrachter, auch durch die entstehenden Schatten, einen von den zwei Ebenen erzeugten 3D-Effekt hervor.<ref>Rizzis bunte Welt - WAS IST WAS. 30. März 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 30. März 2016; abgerufen am 17. Januar 2023.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.wasistwas.de</ref>

Projekte (Auswahl)

Datei:Boeing 757-230, Condor AN0786840.jpg
Rizzi-Bird
Datei:Briefmarkenpraesentation-bonn-2008-rizzi.jpg
Briefmarken-Übergabe in der Bundeskunsthalle 2008: Frank Appel, Peer Steinbrück und James Rizzi

Ausstellungen (Auswahl)

Bücher (Auswahl)

  • James Rizzi: New York, Prestel, München 1996, ISBN 3-7913-1644-3.
  • James Rizzi, Peter Bührer: Mein New York Kochbuch, Hahn, München 1997, ISBN 3-87287-432-2.
  • James Rizzi, Peter Bührer: American Cookies and more, Südwest, München 2000, ISBN 3-517-06323-1.
  • James Rizzi, Glenn O’Brien: James Rizzi. Artwork 1993–2006, Art28, Stuttgart 2006, ISBN 3-9811238-0-8.
  • mit Peter Bührer: My New York City. Mair DuMont, Ostfildern 2011, ISBN 978-3-8297-0639-1.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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