Richstein
Richstein Stadt Bad Berleburg
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(278)&title=Richstein 50° 59′ N, 8° 28′ O
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| Höhe: | 438 (410–600) m | |||||
| Fläche: | 14,7 km² | |||||
| Einwohner: | 278 (31. Okt. 2025)<ref name="Einwohner2025">Einwohnerzahlen Stadt Bad Berleburg. (PDF; 413 KB) Bad Berleburg, abgerufen am 26. Juni 2024.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 19 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 1975 | |||||
| Postleitzahl: | 57319 | |||||
| Vorwahl: | 02755 | |||||
Richstein (mundartlich Richstee) ist ein Ortsteil von Bad Berleburg im Kreis Siegen-Wittgenstein in Nordrhein-Westfalen.
Etymologie
Der Ortsname Richstein ist seit dem späten Mittelalter in unterschiedlichen Schreibweisen belegt, darunter Rischenstein (1384), Ryschenstein (1416), Ryschinsteyn (1427), Riyschensten (1468) sowie Richstein (1538 und häufiger).<ref name="WittgensteinI">Fritz Krämer: Wittgenstein I. Graphische Betriebe Gebrüder Zimmermann, Buchdruckerei und Verlag GmbH., Balve i.W. 1965, S. 176.</ref>
Zur Deutung des Bestimmungswortes bestehen zwei Ansätze: Zum einen wird ein Zusammenhang mit dem mittelhochdeutschen rusch bzw. rusche („Binse“) angenommen. Zum anderen wird der Name auf das Verb ruschen („rauschen“) zurückgeführt. In diesem Fall wäre das Bestimmungswort als verkürztes Partizip Präsens zu verstehen und bezöge sich auf einen „rauschenden Felsen“ oder eine „rauschende Burg“, etwa durch Windeinwirkung an exponierter Lage. Eine vergleichbare Namensbildung findet sich bei Rauschenberg in Hessen. Die unterschiedlichen historischen Schreibformen lassen sich zudem durch mundartliche Lautentwicklungen erklären; im Wittgensteiner Dialekt entspricht etwa „es rauscht“ der Form „es rüscht“.<ref name="WittgensteinI"/>
Geographie
Nachbarorte
Geschichte
Die erste urkundliche Erwähnung Richsteins stammt aus dem Jahre 1384 und gibt die Burg Richstein als Lehensgabe an die Wittgensteiner.
Ab dem 15. Jahrhundert ist Richstein eine sogenannte Freiheit mit eigenem Amtssitz und Landgericht. 1590 brannte das Dorf, das bis dahin am Burgberg lag, komplett nieder. In der Folge verfiel die Burg. Im 16. Jahrhundert begann der Aufbau des Dorfes, das man nun im Tal ansiedelte, mit eigener evangelischer Kapellenschule. Für den Wiederaufbau erwarben die Einwohner zahlreiche, auf Abbruch stehende Gebäude in Erndtebrück, Raumland, Sassmannshausen, Dodenau, Wingeshausen, Berghausen, Beddelhausen, Schwarzenau und Alertshausen.<ref>Fritz Krämer: Zur Geschichte von Richstein, in: Das mittlere Edertal - Dotzlar, Arfeld, Richstein, Verlag Karl Pöppel, Bad Berleburg 1982, S. 492 ff.</ref> Ein erneuter Brand 1828 zerstörte auch das neue Dorf teilweise.
1969 wurde die zweiklassige Schule geschlossen.
Bis zur Eingemeindung, die am 1. Januar 1975 in Kraft trat, war der Ort eine selbständige Gemeinde im damaligen Kreis Wittgenstein.<ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982"></ref>
Im Zuge der FFH-Richtlinie wurde 1991 in unmittelbarer Nähe zum Dorf ein 14,8 ha großes Naturschutzgebiet eingerichtet.
Einwohnerentwicklung
- 1572: 31 Hausgesessene
- 1634: 27 Mannschaften
- 1662: 19 Häuser
- 1736: 230 Einwohner
- 1819: 344 Einwohner in 27 Häusern
- 1854: 437 Einwohner in 60 Häusern
- 1900: 308 Einwohner
- 1961: 456 Einwohner<ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982"/>
- 1970: 428 Einwohner<ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982"/>
- 1974: 397 Einwohner<ref>Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 138.</ref>
- 2012: 321 Einwohner
- 2021: 295 Einwohner
- 2025: 278 Einwohner<ref name="Einwohner2025"/>
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
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